Nieder mit der Brut! Und tilge die Schmach mit Feindesblut!
Keine Sorge, ich zitiere nur zwei Zeilen aus der Wacht am Rhein, einem von Karl Wilhelm vertonten Gedicht von Max Schneckenburger. Den Text kennt zwar fast niemand mehr, die Melodie dürfte einigen aber schon noch geläufig sein. Die ersten acht Noten kündigten von 1939 bis 1941 die Sonderberichte des Oberkommandos der Wehrmacht an. Außerdem war die Wacht am Rhein der Deckname der deutschen Ardennenoffensive im Dezember 1944, in deren Verlauf innerhalb von nur fünf Wochen über 70000 alliierte und deutsche Soldaten einen völlig sinnlosen Tod starben – darin eingeschlossen auch die bei Massenerschießungen durch SS-Truppen kriegsvebrecherisch hingerichteten amerikanischen Kriegsgefangenen.
Ich gehe nur deshalb relativ ausführlich darauf ein, um zu verdeutlichen, von welch unseligem Geist jener Gastbeiträger besessen ist, der unter dem Pseudonym Wacht am Rhein mit dieser kleinen Hetzschrift eine politisch indiskutable (PI) Gesinnung an den Tag legt, für die man sich wirklich nur noch fremdschämen kann. Da werden Muslime ganz pauschal als ein
Haufen unzivilisierter [respektive rückständiger, PK] Barbaren
bezeichnet, als
asoziale Elemente
die sich wegen
mangelnder Intelligenz
irgendwann allerdings
selbst ausgelöscht
haben werden. Die Ursache allen Übels ist natürlich wieder
der Koran, diese Anleitung zu Unmoral, Mord, Verrat, Kinderschänder und Vergewaltiger
Da fließt aus fast jedem Wort der pure blindwütige Hass, der jemanden wie die Wacht am Rhein zu solchen Entgleisungen treibt und vor dem selbstverständlich auch die
hiesigen sozialistischen Gutmenschenmedien
nicht sicher sind. Mit
Kultur
und
Menschsein
hat das zwar nichts mehr gemein, aber das ist einem so stolzen Deutschen und dem begeistert Beifall klatschenden PI-Mob sicherlich völlig egal.
Das einzig Gute an solch strunzblöden Pamphleten ist, dass den wenigen PI-Lesern, deren Hirn sich durch den permanenten PI-Konsum noch nicht in eine breiartige Masse verwandelt hat, dadurch unmissverständlich vor Augen geführt wird, woher der Wind in Herres Blog weht und in welch eindeutige Richtung er bläst.

