Monatsarchiv für August 2008

 
 

Plakativ suggestiv

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Ein Bürgermeister zum Anfassen

Ihr wollt unbedingt wissen, was Frieder Herold, CSU-Altbürgermeister im oberpfälzischen Chamerau, von Schwulen und Ausländern hält und wo es in Tschechien die besten Prostituierten gibt? Na gut, bitte hier und hier lang. Hintergrund der ganzen Geschichte:

Verkleidet als Ekelpaket ‘Knut Hansen’ tourte der Schauspieler Christian Ulmen durch Bayern – und brachte ein schockierendes Dokument mit, nachdem er im oberpfälzischen Chamerau den damaligen Bürgermeister Frieder Herold traf. Die AZ bat Ulmen zum Interview.

Und was sagt der inzwischen nicht mehr amtierende Bürgermeister heute, gut ein Jahr nach Knut Hansens Besuch? Na klar, das war doch alles Spaß und sowieso nur ein großes Missverständnis:

Frieder Herold sagt auf Nachfrage der Kötztinger Umschau, er hatte tatsächlich keine Ahnung, dass Hanson nicht echt war. Er ging davon aus, Hanson wolle einen Werbefilm über die Tourismus-Gemeinde Chamerau drehen.

Und die heiklen Aussagen? Frieder Herold, zurzeit in seiner Wahlheimat Ungarn, weist sie zurück. ‘Ich habe nichts gegen Ausländer. Ich werde kaum in Ungarn sein, wenn ich ausländerfeindlich wäre.’

Herold: ‘Ich habe nur etwas gegen Ausländer, die arbeitsunwillig sind. Dazu stehe ich auch.’ Gleiches gelte für Deutsche, die nicht gewillt sind, zu arbeiten und auf Kosten der Gemeinschaft leben, und Leute, die mit Drogen dealen. ‘Aber jeder, der bei uns arbeitet, ist ein gern gesehener Gast.’ Er selbst befinde sich gerne im Ausland, speziell in seiner geliebten Wahlheimat Ungarn.

[...]

Eventuell, sagt Herold, seien Aussagen, etwa zum Thema Prostituierte, missinterpretiert worden. Hanson habe ihn gefragt, er interessiere sich für Prostituierte, wo er denn die besten und billigsten finde? Herold sagt, er habe ihm spaßeshalber geantwortet, da müsse er nach Tschechien.

Im Artikel der Abendzeitung wird Herold weiter zitiert: ‘Wenn eines Tages ein Bus voller Türken im Ort ankäme, würde keiner eine Wohnung vermietet bekommen.’ Dafür sorge er persönlich. ‘Für solche Fälle gibt es nämlich eine Kasse in der Gemeinde, aus der die leer stehenden Wohnungen ein halbes Jahr bezahlt werden.’

Herold verneint: ‘Habe ich nicht gesagt.’

Hat er doch.

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Vielen Dank an Niclas für den sachdienlichen Hinweis.

Der Imam, der immer wieder kam

Da hat Peinlich Informationslos (PI) ja wieder einen ganz verschwörerischen Medienfisch an der Angel:

Dumm nur, dass die Dokumentation Ein Imam kommt nach Deutschland ein ganz alter Hut ist, den sich die ARD schon mindestens zweimal zur besten Sendezeit – jeweils am frühen Sonntagabend – aufgesetzt hat, nämlich am 4. Februar 2007 und am 20. Mai 2007. Der PI-Mob hat natürlich trotzdem seine ganz eigene Erklärung für den nächtlichen Sendetermin der immer wieder kehrenden Imam-Reportage gefunden:

#1 Prosemit (31. Aug 2008 19:53)

Was heisst da ‘nur für Aufgeweckte’.

Das ist die Sendung für unseren türkischen Mitbürger. Der Grossteil muss sowieso nicht morgens in aller Frühe aufstehen.

Stimmt. Nicht am Sonntagmorgen.

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Vielen Dank an TLagemann für den sachdienlichen Kommentarhinweis.

KKK, Außenstelle Deutschland

Bevor ich dem Ku-Klux-Klan fast den gesamten Kommentarbereich dieses phöllig intelligenzbefreiten (PI) Beitrags als PI-Gruppenaufnahmeantrag zumaile, will ich euch eine kleine, aber repräsentative Auswahl der veröffentlichten und selbstverständlich unbeanstandeten Lesermeinungen nicht vorenthalten:

#41 Linkenscheuche (30. Aug 2008 21:41)

Political Correctness ist der beste Nährboden für Rassismus

Die Linke kapiert einfach nicht dass diese dem Volk aufgenötigte Liebe zu Negern und Arabern irgendwann mal kontraproduktiv, zum Rohrkrepierer wird und das genaue Gegenteil von dem bewirkt was es bewirken sollte.

#43 anti-fatimaroth (30. Aug 2008 21:56)

#41 linkenscheuche

‘…aufgenötigte Liebe zu Negern…’

Deine Ausdrucksweise ist aber so was von ‘rassistisch’ – hier einfach einen ‘maximalpigmentierten US-Amerikaner afrikanischer Herkunft’ als ‘N….’ zu bezeichnen… ;-)))

#45 Plondfair (30. Aug 2008 22:07)

#43 anti-fatimaroth

Deine Ausdrucksweise ist aber so was von ‘rassistisch’ – hier einfach einen ‘maximalpigmentierten US-Amerikaner afrikanischer Herkunft’ als ‘N….’ zu bezeichnen… ;-)))

Wieso ist Barack Hussein Obama maximalpigmentiert? Wie man auf dem Foto sieht, geht da schon noch einiges.

#50 predator66 (31. Aug 2008 00:02)

Ich würde keinen Schwarzen wählen, weil er eben schwarz ist. Ich lass mich von ethnisch Gleichen führen aber nicht von anderen. Jetzt bin ich wohl rassistisch, un?! Rassismus ist der selbterhaltungstrieb des Volkes in meinen Augen. In Texas gibt es nunmal Viele die lieber Weiss als Schwarz wählen…naund, das juckt da niemanden! Und ich finds auch nicht falsch. Gibt genug Schwarze die niemals einen Weissen wählen würden, juckt mich auchnet!

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Vielen Dank an SebastianM für den sachdienlichen Hinweis.

PI schaltet Muslime gleich

Wäre ich Rüdiger Hoffmann, würde ich jetzt wohl schreiben: Ich weiß nicht, ob Sie’s schon wussten – aber in Köln gibt es 29 Moscheen. Allerdings ist nicht unbedingt Moschee drin, wo Moschee drauf steht, denn oftmals handelt es sich dabei um einfache, wenig würdevolle Gebetsräume für Muslime. Dass von Seiten der Islamgläubigen der Wunsch besteht, sich in angemessenen Gotteshäusern versammeln zu können, sollte auch für Nicht-Muslime selbstverständlich sein. Es sei denn, man zählt sich zu den pathologischen Islamallergikern (PI), die nach der Genehmigung der Kölner Großmoschee erwartungsgemäß so tun, als seien nun alle Dämme gebrochen und eine regelrechte Moscheeflut stünde ins Haus:

Köln: Eine Großmoschee ist nicht genug!

Zwei Tage nachdem der Kölner Rat grünes Licht für den Bau der Großmoschee in Ehrenfeld unter Regie der türkischen Religionsbehörde gegeben hat, lässt Baudezernent Streitberger die Katze aus dem Sack. Nach dem Präzedenzfall melden selbstverständlich auch andere Moslemvereine Ansprüche auf repräsentative Großmoscheen an.

Von einer weiteren Großmoschee kann zwar keine Rede sein, und es gibt auch keinerlei konkrete Pläne für ein solches Vorhaben, aber bei PI nimmt man es damit natürlich nicht so genau. Für Herre ist Moschee gleich Großmoschee – und Muslim gleich Muslim:

Die gutmenschliche Anfangsidee deutscher Weltverbesserer einer ‘Zentralmoschee’ für alle Kölner Muslime ist längst vom Tisch. Wie wenig musste man von der fremden Kultur wissen, um sich einzubilden, Türken und Araber würden dieselbe Moschee benutzen?

Die Frage ist in gewissem Sinne sogar berechtigt, nur müsste man sie eigentlich den PImaten stellen: Wie wenig muss man von der fremden Kultur wissen, um sich einzubilden, Zentralmoschee würde bedeuten, dass Türken und Araber (was ist eigentlich mit den anderen Muslimen?) bei jeder Gelegenheit dieselbe Moschee benutzen müssen? Zentralmoscheen erfüllen zunächst einmal nur den Zweck, dass Muslime dort gemeinsam das Freitagsgebet verrichten können. Besuchen die Kölner Katholiken zum Gottesdienst etwa auschließlich den Dom? Eben. Aber für PI existieren sowieso nur die Muslime – und die haben sich gefälligst an einem einzigen Ort zu versammeln. Einverstanden – wenn es künftig nur noch die Christen gibt. Die dürfen sich dann auch eine schöne Zentralkirche bauen. Versprochen.

Wird bestimmt lustig werden, wenn sich so ein gläubiger Papst-Fan von einer geschiedenen evangelischen Pastorin mit Doppelnamen die Beichte abnehmen lässt.

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Toitsche, wehrt euch!

Lange haben wir nichts mehr von ihr gehört, aber jetzt hat sich Gasexpertin Aborigina wieder einmal zu Wort gemeldet:

#31 Aborigina (31. Aug 2008 00:49)

Museln sollte generell der Zutritt zu unseren Kulturstätten und -einrichtungen untersagt sein, sie haben dort nichts verloren. Sie verachten unsere Kultur und sie begreifen sie nicht, können also auch nicht davon lernen.

Sollte ich mal eine Moslemschlampe im Bettlaken in nem Museum sehen, werde ich mich beschweren – schon aus Sicherheitsgründen. Ich geh’ auch nie in Geschäfte, Busse oder auch Banken, wenn Vollverschleierte drin sind. Auch ein zu weiter Rock ist unakzeptabel. Verkäuferinnen oder Arzthelferinnen mit Kopftuch sind ausserdem ein absolutes NoGo.

Ich rate jedem, es ebenso zu tun, und sich auch möglichst immer zu beschweren. Die Wahrheit ist nämlich, dass alle Deutschen und andere Ausländer od. Einwanderer die Schnauze voll haben von Moslems – aber einer muss anfangen, sich zu wehren, dann ziehen die anderen schon irgendwann nach.

Es spricht Bände, dass Herre Aborigina immer noch schreiben lässt. Mitgefangen, mitgehangen, kann ich da nur sagen.

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Vielen Dank an BrehmKassinFein für den sachdienlichen Hinweis.

Gideon Böss, Schwätzer

Es gibt zwei Dinge im Internet, auf die man sich verlassen kann. Erstens: Im Herre-Blog wird man sehr schnell auf Plagiate stoßen. Und zweitens: Steht über irgendeinem Pamphlet Gideon Böss, Blogger, dann weiß man, dass man einen großen Brechnapf über die Tastatur halten muss. Böss hat nämlich ein ziemlich eigenartiges Hobby:

Palästinenser-Bashing.

Er hat zwar keine Ahnung, wovon er spricht, aber man muss ja schließlich auch nicht Auto fahren können, um von einem überfahren zu werden. Mit seinen gerade einmal 25 Jahren dürfte das reaktionäre Männchen schon mehr tumbe Plattitüden abgeliefert haben als die meisten anderen Menschen in ihrem ganzen Leben. Ein paar aktuelle Kostproben:

In all den Jahren schafften es die großartigen Führer der palästinensischen Nation(en) nicht einmal, eine funktionierende Müllabfuhr zu organisieren. Eigentlich können sie gar nichts, außer israelische Teenager vor Diskotheken in die Luft sprengen, [...]

Es ist ein Dilemma, offenbar haben es sich die Palästinenser in der sozialen Hängematte bequem gemacht, die ihnen die internationale Gemeinschaft bietet. Sie produzieren zwar nichts, aber haben (UNO, EU und USA sei Dank) immer Geld. Und verhungern tun sie auch nicht, werden sie auch nie, das garantiert eine ganze Industrie aus UNO-Einrichtungen und diversen anderen Organisationen. Außerdem verhungern Besitzer von Handys und Spielekonsolen selten. Sehr selten. Und weil sie nicht verhungern und außer in ihrer Fantasie nicht von Völkermorden bedroht sind, haben sie viel Zeit und Energie, die tragischerweise nicht in den Aufbau eines Staates oder die Ausbildung der Kinder gesteckt wird, sondern in Terror.

Ja, so ist er, der Gideon Böss. Allerdings: Solange niemand vergisst, die Käfigtür immer schön geschlossen zu halten, wird er auch weiterhin keinen nennenswerten Schaden anrichten können. Für den possierlichen Gideon mag das zwar irgendwie tragisch sein, aber so ist das halt im publizistischen Zoo.

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Warten auf den Endsieg

Bei den panisch Islamophoben (PI) leckt man sich nach der Entscheidung des Kölner Stadtrats, den Bau der Moschee in Ehrenfeld mit großer Mehrheit zu genehmigen, nun die Wunden. Und wie macht man man das am besten? Genau: Man erklärt sich selbst einfach zum Sieger und die frühere PI-Ikone Ralph Giordano zum Loser. Denn der ehemals beste Kumpel von Stefan Herre ist ja schließlich ein Linker – also der Antichrist schlechthin:

Denn die eigentlichen Verlierer der bisherigen Auseinandersetzung sind die linken Islamkritiker um Giordano.

Für die erfolgsgewohnten Linken, die dem emanzipatorischen Anspruch ihrer Weltsicht treu geblieben sind, und demzufolge die Islamisierung Europas heftigst ablehnen, muss es eine neue Erfahrung sein, wenn alle Mühen, Konferenzen und Medienauftritte in Sachen Kölner Großmoschee nichts bewirkt haben.

Mit anderen Worten: Wer links ist, kann kein Islamkritiker sein. Zumindest nicht die Sorte Islamkritiker, die man bei PI gerne sehen möchte (also jeden ordinären Muslimhasser, der nicht links von ganz rechts ist). Das widerspricht zwar allem, was das Herre-Blog bisher geschrieben hat, aber vom alten Adenauer-Motto der Irrelevanz des Geschwätzes von gestern macht man bei PI ja gerne und oft Gebrauch. Und ich bin sicher, dass die Damen Ates, Kelek und ein paar andere schon jetzt vor Angst ganz starr sind, weil auch sie bei PI demnächst wohl zum Abschuss freigegeben werden. Einen kleinen Vorgeschmack darauf gibt es im Kommentarbereich des Beitrags:

#35 ZdAi (30. Aug 2008 14:24)

Ich distanziere mich ganz klar von der Linken. Ich werde nicht den Islam bekämpfen um dann in einem sozialistischen Land aufzuwachen.

Ich habe keine Berührungspunkte mit den Linken Giordano ist zwar schön und gut, dass ändert nichts daran das er ein Kommunist ist.

#40 Furor magnus (30. Aug 2008 14:36)

#35 ZdAi

Hast absolut Recht.

Bei PI haben sich wohl einige PK-Jünger eingefunden. Traurig. Aber nicht ernstnehmen.

#46 Spessartschrat (30. Aug 2008 14:45)

!!! Keine Spaltung bitte !!!

Die Spaltung haben die linken Kritiker selbst vorangetrieben. Mir persönlich wäre eine einheitliche Bewegung auch lieber, aber in den Reihen Giordanos ist man derart panisch auf Abgrenzung fixiert, daß so etwas Utopie bleiben muß.

Die Diskursunfähigkeit der Giordano-Gruppe am Beispiel des grünen Dissidenten und JF-Autors Rolf Stolz:

http://de.youtube.com/watch?v=LuM6n0PNPtU

#38 Emil Ule

Zumindest war Giordano Kommunist, 11 Jahre KPD-Mitglied und siedelte 1955 sogar für 2 Jahre in die DDR über.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ralph_Giordano

Was Du mit dieser Information anstellst, ist Deine Sache. Aber erwähnenswert ist es allemal.

Und so weiter, und so fort. Allerdings findet PI-Werbekunde Norbert Gehrig das Ganze nicht so lustig und droht Herre deshalb ganz, äh, subtil mit Geld- und Liebesentzug:

#50 Norbert Gehrig (30. Aug 2008 14:52)

#30 Comeback

Nun mich als U-boot zu bezeichnen ist grotesk. Ich denke ich werde einmal mit Herrn Herre telefonisch über solche Anschuldigungen sprechen.

Der Widerstand gegen den Islam fordert einen breiten Konsens aller Bevölkerungskreise.

Viele sind schon den Weg gegangen, eigene Blogs zu eröffnen. Und nützen somit dem Gegner, da wir unsere Kräfte zersplittern.

Oder etwa nicht? Mir würde Spontan einfallen,das ein Pro-Russischer, Pro Israelischer, für unser GG… gegen die Islamisierung Europas gerichteter Blog fehlt …

Man kann mir vorwerfen, das ich zur Zeit von Franz Josef Strauß in der CSU aktiv war. Da ich konservativ bin.

Ich gebe auch zu, nicht uneingeschränkt pro-Amerika bin. Dazu war ich zu oft in USA und habe die dortigen Lebensverhältnisse gesehen.

Ich verhehle nicht, das ich Helmut Schmidt für einen großen Politiker der Nachkriegszeit halte. Er hat, was ein Fehler war, die aktive SPD Tätigkeit eingestellt, als er merkte, das die Partei aus der Mitte abdriftete.

Es ist das das Problem dieses Blogs, das ‘Etablierte’ hier für sich einen ‘Exklusivitätsstatus’ beanspruchen.

Andere Meinung, die nicht gegensätzlich sein müssen, werden geblockt, die Leute abgedrängt.

Es sollte hier nicht um Selbstdarstellung einzelner Leute hier, sondern um die Verteidigung Europas gegen die Islamisierung.

norbert.gehrig@yahoo.de

skype: norbert.gehrig

PS. Falls es noch nicht aufgefallen ist..ich poste immer mit meiner emailanschrift. Wer also Fragen hat, Kritik etc. kann mich so erreichen. Seltsamerweise macht das niemand.

Da kommen einem doch die Tränen, oder? Also vor Lachen, wohlgemerkt.

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Vielen Dank für die zahlreichen sachdienlichen Hinweise.

Schwarz-Weiß-Malerei

Als George W. Bush am 7. November 2000 ins Weiße Haus gewählt wurde, betrug sein angeblicher Vorsprung auf Al Gore im Grunde genommen nur ganze 537 Stimmen. So knapp war jedenfalls Bushs Wahlsieg im US-Bundesstaat Florida, der letztendlich die General Election entschied. Dass dabei kaum noch etwas mit rechten Dingen zuging, will ich jetzt gar nicht wieder aufrollen. Aber dieser einmalige Vorgang in der Geschichte der amerikanischen Präsidentschaftswahlen zeigt, wie sehr es für Barack Obama und John McCain wahrscheinlich auch in neun Wochen auf jede einzelne Stimme ankommen wird. Insofern teile ich Anna Engelkes Meinung, dass Obamas dunkle Hautfarbe am Ende vielleicht den Unterschied zwischen gewählt und nicht gewählt ausmachen kann. Wohlgemerkt: kann, nicht muss.

Trotzdem halte ich es grundsätzlich für falsch und ireeführend, den latent nach wie vor existierenden Rassismus in den USA so sehr in den Mittelpunkt zu stellen. Obama selbst hat das während seiner Kampagne nicht getan, weil er ganz genau weiß, dass er nicht Präsident aller Amerikaner sein kann, wenn er seine Hautfarbe zu einem Kriterium macht. Natürlich können ihm die vier oder fünf Prozent der Wähler, die aus rassistischen Gründen nicht für ihn stimmen werden, das Weiße Haus kosten, aber das gilt sicherlich auch für John McCain, denn bei dieser historischen Wahl wird es sicherlich nicht wenige geben, die ihn nur deshalb nicht wählen, weil er weiß ist. Auch das ist Rassismus, Frau Engelke.

Von all dem einmal abgesehen sollten wir Deutschen und Europäer uns bei diesem Thema nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Richard Herzinger hat das in einem lesenswerten Beitrag für die Welt vor gut zweieinhalb Monaten sehr schön auf den Punkt gebracht:

Können Sie sich vorstellen, dass zur Bundestagswahl 2009 ein türkischstämmiger Deutscher als Spitzenkandidat einer der großen Volksparteien Deutschlands nominiert wird? Dass ein Politiker mit marokkanischem Vater und arabischem Namen Nicola Sarkozy das Amt des französischen Präsidenten streitig machen könnte? Oder dass ein afrikanischstämmiger Politiker für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten in Frage käme?

Dass etwas Derartiges in den USA möglich ist, heißt natürlich nicht, dass der Rassismus in der amerikanischen Gesellschaft nicht weiterhin weit verbreitet wäre. Wie könnte es auch anders sein, angesichts der enormen Vielfalt von ethnischen Gruppen und Rassen, die in der amerikanischen Nation zusammengefasst sind?

Und weiter oben schreibt Herzinger nicht ganz zu Unrecht:

Dabei hat doch allein die Nominierung Obamas gezeigt, in welch erstaunlichem Maße sich die US-Gesellschaft von rassischen Kriterien für die Tauglichkeit ihrer politischen Repräsentanten emanzipiert hat. Was aber nicht sein darf, kann nicht sein: Die bohrende Frage nach Obamas Schwarzsein suggeriert, diese Wandlung könne doch wohl nicht ganz echt sein. Der Rassismus soll auf immer und ewig als ein besonderes amerikanisches Charakteristikum an den USA kleben bleiben. Und das, obwohl immerhin bereits das US-Außenministerium zu zweiten Mal hintereinander von einer Person schwarzer Hautfarbe besetzt ist – [...]

Dabei darf auch nicht unterschlagen werden, dass Obama seine nun mehr offizielle Kandidatur um das Präsidentenamt in erheblichem Maße der Tatsache verdankt, dass er in der Vorwahlphase von einem Großteil der weißen Mittel- und Oberschicht unterstützt wurde. Die überwältigende Rückendeckung für Obama bei den afroamerikanischen Wählern alleine hätte bei weitem nicht ausgereicht, um über die im Vorfeld hochfavorisierte Hillary Clinton triumphieren zu können.

Nein, wenn Obama am 4. Novemer die Wahl nicht gewinnen sollte, dann wird seine Hautfarbe allenfalls eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben.

Aber soweit muss es ja gar nicht erst kommen.

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Gute Besserung!

Während des Freitagsspiels der Fußball-Bundesliga zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Köln brach der Kölner Profi Ümit Özat in der 25. Minute bewusstlos zusammen. Die sofort herbei geeilten Helfer mussten erste Hilfe leisten, zu allem Unglück hatte der 32-jährige türkische FC-Kapitän auch noch seine Zunge verschluckt. Nach einigen Minuten wurde Özat in die Kabine gebracht, wo er das Bewusstsein wieder erlangte. Anschließend wurde Özat ins Städtische Klinikum Karlsruhe gebracht, wo er die Nacht über beobachtet wurde. Am Samstagmorgen konnte Özat das Krankenhaus wieder verlassen und nach Köln zurückkehren, wo er in der kommenden Woche noch eingehend untersucht werden soll. Im Moment gehen die Verantwortlichen aber nur von einem Kreislaufkollaps aus.

Die Bilder erinnerten fatal an die plötzlichen Herztode des Spaniers Mariano Puerta und des Kameruners Marc-Vivien Foe, bei dem Kölns Trainer Christoph Daum vor Ort gewesen war. Beide waren ebenfalls auf dem Spielfeld zusammengebrochen und konnten nicht mehr gerettet werden.

Das alles muss man wissen, um den folgenden Leserkommentar bei Phöllig Idiotisch (PI) richtig einordnen zu können:

#56 Islamophober (30. Aug 2008 19:02)

Eben gerade Bundesliga. Es geht dabei nur um Kapitän Ümit Özals Ohnmachtsanfall. Solch eine Aufmachung, eine penetrante Beachtung & Aufmerksamkeit habe ich noch für keinen anderen verletzten Spieler jemals in einer Bundesligasendung gesehen. Eine weitere Indoktrination.

Nun ja, die große Anteilnahme ist möglicherweise dem Umstand geschuldet, dass bei einer Zerrung in der Regel keine akute Lebensgefahr besteht. Davon einmal abgesehen: Wie sehr muss man eigentlich von seinem Hass auf alles Fremde schon zerfressen sein, um so etwas zu schreiben (oder ihm nicht zu widersprechen, wie in diesem Fall wieder einmal geschehen)?

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Vielen Dank an Thielus für den sachdienlichen Hinweis.