Monatsarchiv für Oktober 2008

 
 

Steinzeit

Prähistorisch Indoktriniert (PI) und seine Wunschvorstellung von der Rollenverteilung zwischen Mann und Frau:

Die ideologische Vision der dominanten, erwerbstätigen Frau, die, wenn sie überhaupt Kinder bekommt, diese in staatliche Verwahrung gibt, funktioniert weder heute noch in der Zukunft.

· Wenn beide Ehepartner nach der Arbeit erschöpft nach Hause kommen, müssen diese die Kinder aus der Verwahrstelle abholen, die Kinder betreuen und den Haushalt richten. Die meisten potentiellen Eltern werden hiervon überfordert sein und sich max. ein Kind wünschen.

· Wenn beide Eltern Vollzeit arbeiten und die Kinder nur mehr selten bei sich haben, von den staatlichen Verwahrstellen indoktriniert, keinen Einfluss haben, dann bleiben den Eltern lediglich die Kosten für die Betreuung der Kinder.

· Dem Mann ist in dieser Vision kein Platz gewidmet, bzw. beschränkt sich dessen Rolle auf die eines Hilfskinderbetreuers und Geldgebers ohne Rechte am Kind und in der Familie. Irgendeinen Grund warum er sich freiwillig in diese Rolle begeben soll sehe ich nicht.

Das ist selbst für das in Sachen Familie ohnehin erzkonservative Herre-Blog starker Tobak und lässt sich wohl nur noch damit erklären, dass PI-Vandale pivandale entweder an einem ausgeprägten Ödipus-Komplex im Endstadium leidet – oder dass er noch nie eine ernsthafte Beziehung hatte. Mit einer Frau wohlgemerkt, nicht mit seiner rechten Hand. Ich habe in meinem Freundes- und Bekantenkreis viele Paare mit Kind(ern), bei denen die klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau keine dominierende Rolle spielt. Und was soll ich sagen – es funktioniert großartig, und zwar für alle Beteiligten: Frau, Mann und Kind(er). Um nicht missverstanden zu werden: Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn meine Partnerin zuhause bleibt und den größten Teil der Kindererziehung übernimmt. Aber das kann und will ich wirklich nicht alleine bestimmen.

Übrigens hat pivandale auch eine ziemlich seltsame Vorstellung davon, wie ein Staat eigentlich funktionieren soll:

Der Staat nimmt den Familien in Deutschland zunächst mit horrenden Steuern (Einkommenssteuer, Solidaritätssteuer, Rentensteuer, Ökosteuer, Arbeitslosensteuer, Mehrwertsteuer, Benzinsteuer, GEZ-Fernsehsteuer, etc.) den überwiegenden Teil des Einkommens weg.

Einmal abgesehen davon, dass Mr. Steinzeit hier ein paar Dinge wild durcheinander mischt, die nicht viel miteinander zu tun haben: Im Grunde genommen plädiert pivandale mit seinem heulsusigen Gewinsel ja für nichts anderes als pure Anarchie. Wobei das für PI alles andere als erstaunlich ist, denn für Herre und Co. hat der freiheitlich-demokratische deutsche Rechtsstaat sowieso keinerlei Existenzberechtigung. Insofern ist es nur konsequent, dass PI diesen Beitrag redaktionell veröffentlicht und damit einmal mehr selbst den Beweis antritt, dass das Für Grundgesetz und Menschenrechte im Blog-Header nur eine verlogene hohle Phrase ist.

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E-Mail von Stefan Herre

Ich habe ja schon oft über Stefan Herre berichtet, auch weil er bei den phollkommen Isolierten (PI) selbstverständlich immer noch sämtliche Fäden in der Hand hält. Ich kam nach dieser Story deshalb spontan auf die Idee, bei ihm noch einmal direkt nachzufragen.

Zu meiner Überraschung schrieb mir gleich heute Abend jemand, der sich als Herre ausgibt, eine E-Mail, in der er mir seine ganz spezielle Sicht der Dinge schildert. Da ich vermute, dass der Absender der echte Stefan Herre ist, will ich meinen Lesern den Inhalt nicht vorenthalten.

Sollte es sich bei dem Absender doch nicht um Herre handeln, bitte ich vorab um Entschuldigung.

Siehste, Herre, so einfach geht das.

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JFK

Kennedy ist auch meine Wahl – wobei ich es wirklich erstaunlich finde, dass der Mann trotz seiner kurzen Amtszeit selbst 45 Jahre nach seiner Ermordung immer noch soviele positive Gefühle weckt. Dabei sehe ich JFK keineswegs unkritisch, im Gegenteil. Aber er hatte einfach etwas, was die Meisten – wenn sie danach gefragt werden – wahrscheinlich gar nicht so genau erklären können.

Was also war es, das John Fitzgerald Kennedy so einzigartig machte?

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‘Schlecht gelaufen’

Bushs überflüssiger und illegaler Irak-Krieg ist gescheitert. Das ist zwar keine neue Erkenntnis, aber dass das jetzt selbst hochrangige US-Neocons einsehen müssen, ist schon bemerkenswert:

Richard Perle, damals ein enger Berater von US-Präsident George Bush, sagte jetzt: ‘Ich hätte nie geglaubt, dass wir das so böse verpatzen würden.’ Und Paul Wolfowitz, der frühere Vize-Verteidigungsminister und ebenfalls ein bekannter Vertreter der Neo-Cons, meinte in der ‘Zeit’: ‘Wir kannten den Feind nicht. Wir hatten keine Ahnung von dem Binnenkrieg, den das Regime anzetteln würde.’ Er wies eine Verantwortung für den Krieg aber von sich. ‘Die Entscheidungen hat Rummy (Verteidigungsminister Donald Rumsfeld) getroffen. Wir hatten keinen wirklichen Einfluss. Ratschläge wurden gern ignoriert.’

Auch der hohe Pentagon-Beamte Douglas Feith sieht den Krieg nach fünf Jahren Dauer kritisch. ‘Wir haben einen schrecklichen Preis bezahlt, aber nicht wegen des Krieges als solchen, sondern weil er so schlecht gelaufen ist. [...].’

Schuld, nein, Schuld wollen Wolfowitz und Konsorten natürlich trotzdem nicht auf sich geladen haben. Der Krieg ist halt schlecht gelaufen. Irgendwie. Die blutige Zeche haben aber nur die Amerikaner bezahlt, die Zigtausenden Iraker, die in den letzten fünfeinhalb Jahren getötet wurden, sind wohl die unvermeidlichen Kollateralschäden. Und wofür das Ganze?

Genau – für gar nichts. Sicher, Saddam ist zwar Geschichte – aber was haben die Iraker stattdessen denn bekommen? Ein in sich zerrissenes Land, das von Frieden, Freiheit, Stabilität und Demokratie mindestens genauso weit entfernt ist wie zu Zeiten des gehängten Diktators und in dem Terroristen nach wie vor fast täglich unschuldige Menschen umbringen.

Vom Regen in die Traufe ist da wirklich noch schamlos untertrieben.

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Vielen Dank für die zahlreichen sachdienlichen Hinweise.

Berlin hat 300 Einwohner

Von einem wahrlich atemberaubenden Einwohnerschwund berichtet Plärrend Infantil (PI) heute:

Den ersten Passagierflughafen der Welt konnten weder Nazis noch Kommunisten erledigen – doch jetzt hat es zur Freude von Berlins eigenem Bürgermeister doch noch geklappt, sehr zum Unmut der Bevölkerung, die lieber den Flughafen als den Bürgermeister behalten würde (siehe Foto).

Hm, also auf dem Foto sind ganze 10 Hansel zu sehen, die gegen die unwiderrufliche Schließung Tempelhofs protestieren, insgesamt waren es gerade einmal 300. Die restlichen 3422643 Berliner hatten Besseres zu tun, als gegen die längst überfällige Aufgabe eines Flughafens zu demonstrieren, der Jahr für Jahr mindestens 10 Millionen Euro Miese gemacht hat. Und was die Bevölkerung wirklich von der Einstellung des Flugbetriebs hält, hat der Volksentscheid vom 27. April 2008 gezeigt: Zwei von drei Berliner beteiligten sich gar nicht erst an der Abstimmung, und nur etwas mehr als jeder fünfte wahlberechtigte Hauptstädter stimmte für die Beibehaltung Tempelhofs als Flughafen.

Das und nicht das PI-Dummgeschätz sind die Realitäten. Übrigens stammt der ursprüngliche Schließungsbeschluss noch aus der Zeit, als die CDU in Berlin regierte. Trotzdem muss der

(w)arme Wowi

für das Ende von Tempelhof ganz alleine herhalten. Die Tatsache, dass Politiker auch mal schwul sein können, scheint für Herre ohnehin eines der Hauptargumente gegen jeden zu sein, der nicht so jämmerlich rechtsaußen tickt wie er selbst. Homosexuelle sind bei PI allerdings generell nur dann gerne gesehen, wenn sie von irgendwelchen Mohammedanern diskriminiert und verfolgt werden. Ansonsten hat Herre selbstverständlich überhaupt nichts dagegen, wenn bei PI stürmerartig Stimmung gegen Schwule gemacht wird. Dasselbe Muster lässt sich auch bei etwas zu aufsässigen Frauen (Berufstätige) finden. Frauenrechte sind für Herre nämlich allenfalls dann von Interesse, wenn es um von Muslimen (!) unterdrückte Musliminnen geht. Darüber hinaus ist sich PI für keine noch so üble Diffamierung muslimischer Frauen zu schade.

All das zeigt letztendlich jedoch nur die ganze Verlogenheit des Herre-Blogs. Wer das immer noch nicht kapiert hat, dem ist in der Tat nicht mehr zu helfen.

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Boa(h), Nerges!

Gleichberechtigung nach phallisch indisponierter (PI) Lesart:

#1 boanerges (30. Okt 2008 16:10)

Ich halte grundsätzlich nichts davon, daß Frauen in Führungspositionen sind, egal, ob in der Politik oder der Wirtschaft. Wenn es aber unbedingt eine Frau sein muß, warum haben wir dann so etwas moralisch (FDJ, IM-Erika usw.) und optisch Abstoßendes wie Merkel?

#2 Marlene (30. Okt 2008 16:17)

#1 boanerges
Du bist ein Dummschwätzer.

#5 boanerges (30. Okt 2008 16:27)

Was, liebe Marlene, ist daran dumm? Es ist zunächst meine Meinung. Und dann auch noch unangenehmer Weise die Gottes. Was wirklich dumm war, war der Hinweis auf Merkels Äußeres, das ist mein persönlicher Geschmack und unterliegt der Meinungshoheit, die ich für meine Person habe. Aber man kann einem Gesicht sehr oft die Last der Sünden ansehen.

#14 boanerges (30. Okt 2008 16:49)

Offenbar ist das auch hier verbreitete Menschenbild sehr humanistisch geprägt. Es ist schei*egal, was Gott über seine Geschöpfe sagt, Hauptsache wir haben unseren vergötzten Eigenwillen durchgesetzt. Die Frauen in hohen Positionen widerlegen uns keineswegs, sie bestätigen lediglich die allgemeine Gottlosigkeit.

Und dann gibt boanerges auch noch den homophoben Dr. med. Wurst:

#84 boanerges (30. Okt 2008 21:10)

Du weißt aber dennoch, daß Homosexualität nicht erstrebenswert ist. Und Du kannst Dir sicherlich auch vorstellen, daß die sehr agilen und verhältnismäßig großen Spermien in der dünnen Darmwand (verglichen mit der dicken Scheidenschleimhaut) eigentlich nichts verloren haben. Und Du weißt, daß die Spermien diese Darmwand leicht durchdringen können (das ist nämlich ihr Job, Wände zu druchdringen) und dann in der gewöhnlich keimfreien Bauchhöhle für enormen Stress sorgen können, der das Immunsystem sogar zusammenbrechen lassen kann.

Hm, eine Frage habe ich jetzt aber doch: Wie ist das eigentlich mit der Magenschleimhaut? Ich meine, es soll ja Frauen geben, die … Aber das würde jetzt wohl wirklich zu weit führen.

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Vielen Dank an Bam und Kumo für die sachdienlichen Hinweise.

Was man verspricht, muss man auch halten

Pro Köln am 16. Oktober 2008 (Hervorhebungen von mir, siehe auch hier):

Pro Köln wird ab November an jedem zweiten Samstag im Monat vor dem Gebäude der türkisch-islamischen Union DITIB gegen den geplanten Bau der Ehrenfelder Groß-Moschee demonstrieren.

[…]

Unterstützt wird die Demonstrations-Serie vom parteiunabhängigen Internetblog ‘Politically Incorrect’ (PI), dem mit rund 25000 Besuchern täglich meistbesuchten Polit-Blog in Deutschland. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs, das der Vorsitzende der Bürgerbewegung pro Köln, Rechtsanwalt Markus Beisicht, mit den Betreibern von PI geführt hat. Der Blog wird seine Leser über die Demo-Termine informieren und zu kreativer Beteiligung auffordern.

Zwar hat Stefan Herre schon wenige Minuten nach meinem Beitrag offiziell ganz eiskalte Füße bekommen, aber versprochen ist nun mal versprochen und wird auch nicht gebrochen:

Pro Köln startet Demoserie gegen Großmoschee

[...]

PI-Leser aus dem Umkreis sind herzlich eingeladen, sich – nach dem Vorbild der ‘Black Moving Objects’ – kreativ an der ersten Demo am 8. November zu beteiligen.

» Termin: Samstag, 8. November, 11.00 Uhr. Treffpunkt: Direkt vor dem DITIB-Grundstück an der Venloer Straße / Ecke Innere Kanalstraße in Köln-Ehrenfeld.

Merke: Pro Köln befiehlt, PI folgt.

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Herr Jones und die Indiana

… dann erkennt zwar selbst die Online-Redaktion der Welt irgendwann, dass Spielberg und Co. das eigentlich doch nicht so meinen, ist von dieser enormen Geistesanstrengung anscheinend jedoch so stark geschwächt, dass man es anschließend nicht mehr ganz so genau nehmen kann:

Also: Die Figur Indiana Jones heißt bürgerlich Henry Walton Jones jr. Und das Indiana im Spitznamen hat nichts mit Rothäuten zu tun, sondern mit dem inzwischen verblichenen gleichnamigen Hund von Produzent und Drehbuchautor George Lucas.

Kann ich sonst noch irgendwie helfen?

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McCains letztes Aufgebot

Wenn alles mit rechten Dingen zugeht (wofür man – wie wir seit George W. Bushs Machtergreifung vor acht Jahren wissen – bei der drohenden Niederlage eines republikanischen Kandidaten das Patschehändchen nie ins Feuer legen sollte), kann John McCain die US-Präsidentschaftswahl in fünf Tagen nicht mehr gewinnen. So ist es dann auch kein Wunder, dass der greise Senator aus Arizona nun zum brutalstmöglichen aller Mittel greift: der Drohung. Und es ist in der Tat ein übles Szenario, mit der McCain in letzter Minute die Wähler auf seine Seite zu ziehen versucht. Dabei wagt er sich nicht einmal selbst aus der Deckung, nein, er lässt Sarah Palin ganz kurz aus ihrem mittlerweile von einem bis an die Zähne bewaffneten Sondereinsatzkommando des Secret Service rund um die Uhr scharf bewachten Käfig in McCains Hauptquartier entwischen:

Die Vizepräsidentschaftskandidatin der US-Republikaner, Sarah Palin, strebt unabhängig vom Ausgang der aktuellen Wahl eine dauerhafte Rolle in der Bundespolitik an.

In einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC News, das am Donnerstag ausgestrahlt werden sollte, signalisierte die Gouverneurin von Alaska, eine Teilnahme an der US-Wahl 2012 ins Auge zu fassen.

Quelle

McCains Kalkül ist klar. Es basiert auf der Annahme, dass die Amerikanerinnen und -kaner soviel panische Angst vor einer möglichen Präsidentin Sarah Palin entwickeln, dass sie am nächsten Dienstag ihre Kreuzchen doch noch neben seinem Namen hinterlassen. Eine ziemlich riskante Strategie, denn Jane und John Doe könnten sich ja auch dazu entschließen, gerade deshalb Barack Obama zu wählen, um in vier Jahren zwar keinen spannenden, dafür aber wenigstens lustigen Wahlkampf zu erleben.

Aber mal im Ernst: Ob es besonders schlau ist, 120 Stunden vor einer Wahl öffentlich über eine mögliche Niederlage nachzudenken, wage ich dann doch zu bezweifeln.

Abschließend noch einer kleiner gut gemeinter Hinweis für die Damen und Herren PIpifanten: Der Mann in dem Video

heißt Wolf Blitzer, arbeitet nicht bei ABC (sondern bei CNN, was selbst ihr am Senderlogo links unten erkennen können solltet) – und das ABC-Interview war zu dem Zeitpunkt, als ihr euren Beitrag veröffentlicht habt, noch gar nicht ausgestrahlt.

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I had a dream nightmare

Bitte hier lang.

Puh! Irgendwie bin ich doch ganz froh, dass ich da nicht mitwählen darf.

• AFP: New MoveOn video puts you in the headlines

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Vielen Dank an Burak, der mir diesen Albtraum bescherte.