Monatsarchiv für Dezember 2008

 
 

Happy New Year

Bevor ich mich jetzt ins Silvestergetümmel stürze, wünsche ich allen POLITISCH KORREKTEN Lesern ein gutes neues Jahr 2009. Für die Unterstützung im ablaufenden Jahr bedanke ich mich und hoffe, dass POLITISCH KORREKT auch in den nächsten 12 Monate so erfolgreich sein wird wie in den letzten 12.

Mein besonderer Dank gilt den aktuellen und ehemaligen Mitgliedern des Teams vom Forum, ohne die ich ziemlich aufgeschmissen wäre.

So, und jetzt geben wir uns alle die Patschehändchen und schunkeln noch ein bisschen:

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Die gute Nachricht zum Jahresende

Die Grüne Pest hat sich vorerst quasi selbst verdaut. Wenn das mal keine good news sind. Ich hoffe nur, dass genug Popcorn da ist, denn ich habe irgendwie das Gefühl, dass uns die Geschichte noch länger erheitern wird.

Nachmachen, Herre, nachmachen!

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Vielen Dank für die zahlreichen sachdienlichen Hinweise.

Antizionistisch – und antisemitisch (3)

Rudolf M. (siehe auch hier und hier) will zum Thema Holocaust unbedingt noch etwas loswerden (Blog-Link von mir unkenntlich gemacht):

Text:

Ich leugne dieses Greuel unserer Geschichte keinesfalls.Der Holocaust hat
stattgefunden!

Aber dass heisst keineswegs dass wir die Verantwortung dafür tragen was die Nazis gemacht haben. Desweiteren bin ich es leid dass jegliche Israel-Kritik fast unmöglich ist,denn man wird als sofort als Antisemit und Nazi abgestempelt.Und weiter, die Israelis dürfen den Holocaust auch nicht immer als Rechtfertigung für ihre zahlreichen Massaker benutzen. Gerade aufgrund dieses Greuels unserer Vorfahren kann man von den Juden eine gewisse VOrbildfunktion erwarten, sie sollten jetzt nicht unschuldige Menschen massakrieren wie es mit ihnen gemacht wurde. Ganz ehrlich hier muss man sich aber fragen warum hassen viele die Juden? Warum wurden sie in der Vergangenheit so verfolgt? Warum hat Hitler sie verbrannt? Wie man sieht scheinen sie nicht
viel gelernt zu haben mit dem was sie in Gaza anrichten.

Ich betone nochmals ich leugne keineswegs den Holocaust und hasse auch keine Juden und verurteile jeglichen Rassismus!!

Anchließend möchte ich ihnen einen Rat geben hören sie nicht so viel auf die Medien, denn wenn man sich mal die ‘Unternehmensgrundsätze’ des Axel-Springer-Verlags anschaut dann liest sich folgendes:

Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes.

Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in
der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.

http://www.axelspringer.de/artikel/Unternehmensgrundsaetze_40574.html

Ich denke dass zeigt eindeutig wie manipuliert unsere Medien sind.

Und zuletzt noch ein Link wo die wirkliche Warheit verkündet wird ich bewundere diesen Blogger aufrichtig der
hier: *** blogt.

Mit freundlichen Grüßen!

Da verschlägt es mir zur Abwechslung wirklich mal die Sprache.

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Für eine Handvoll Dollar

Hast du am 20. Januar schon was vor? Nein? Dann habe ich hier noch einen ganz heißen Tipp für dich (Hervorhebungen von mir):

Dear Dietmar,

Barack Obama will be sworn in as President of the United States of America on January 20th, 2009.

It will be an unprecedented event in the history of our country, and hundreds of thousands of people will come together in Washington, D.C. to share the moment.

Supporters like you made this happen. You know that real change comes from the bottom up, not from the top down, and Barack and Joe want you to join them on this historic day. They want to start off this administration with the people who worked so hard and will continue to fight for change with them.

Between now and January 8th, 10 supporters and their guests will be selected to join the Inaugural activities.

If you make a donation – in any amount – to make the Inauguration a success, you and a guest could be flown to Washington, D.C., put up in a hotel, and be there as Barack is sworn in as the 44th President.

Make a donation of $5 or more right now. You and a guest could receive your ticket to history.

Unlike past inaugurations, this year’s event will not be paid for by Washington lobbyists or corporations.

This campaign was funded by 4 million ordinary people giving only what they could afford, and Barack and Joe are counting on you again. Help start this administration off right — independent of the special interest donors who have shaped Washington for too long.

This Inauguration will be open to as many Americans as possible. We’ll all come together to celebrate the hope and optimism that define this movement for change.

But you could be one of 10 selected to join us in Washington for all Inaugural events. Any donation you make between now and January 8th counts – whatever you can afford.

Show your support for a different kind of politics and a different kind of inauguration with a donation of $5 or more today:

https://donate.pic2009.org/tickettohistory

The Inauguration will be a once-in-a-lifetime event. I hope you can join us.

Thank you,

David

David Plouffe
Campaign Manager
Obama for America

Allerdings können auch die Mittellosen unter uns mitmachen. Bitte hier klicken.

In diesem Sinne: Happy Inauguration!

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Nur die Harten kommen in den Garten

Die Älteren unter uns werden das noch kennen: Früher wurde nur einmal in der Woche gebadet, wobei ich persönlich als jüngstes Mitglied der Familie Näher regelmäßig die A….-Karte hatte und ins Wasser meiner drei Vor-Bader getunkt wurde. Mir war es damals zwar noch nicht bewusst – aber als Muslim wäre mir ein solch tragisches Schicksal wohl erspart geblieben:

Der Prophet Muhammad hat es seinen Getreuen vorgeschrieben: Intensive Körperpflege gehört zu den Reinlichkeitsgeboten des Islam. Und zwar nicht in einer stehenden Brühe, wie es der Europäer seit jeher in seinem Bad zu genießen pflegt, sondern bei fließendem Wasser.

Wie man sich das in der Praxis vorzustellen hat, schildert SPIEGEL-ONLINE-Autor Lutz Jäkel:

Schwitzen im Schwefelbad: Für manchen unerfahrenen Besucher ist der Besuch in einem echten türkischen Hamam nur teilweise ein Vergnügen. Lutz Jäkel ließ sich einweichen, sieden, kneten und peelen – und überlebte, um davon zu berichten.

[...]

An der Rezeption mit dem obligatorischem Atatürk-Porträt entrichtet man seinen Obulus von umgerechnet vier Euro, inklusive Allround-Massage-Abschrubb-Wellnesseinlage. Dann kommen die Wertsachen in ein Holzschatullchen, das der Empfangs-Meister verschließt, den Schlüssel bindet er dem Gast ums Handgelenk.

Die Kabine, die man zugewiesen bekommt, ist plastikfrei, nämlich holzvertäfelt und weitaus bequemer als eine Hallenbadumkleide. Auch hier werden die Habseligkeiten in einer kleinen Truhe verschlossen, schon schlurft man auf den Plastiklatschen und mit einem elegant um die Hüften gebundenen Leinentuch in die heiligen, kuppelüberwölbten Hallen. Die feuchtheißen Luftschwaden lassen erahnen, was einem im Innern bevorsteht.

[...]

So liegen die Badenden entspannt und zum Teil ermattet im Wasser oder auf den Boden, das Klatschen der Latschen und Geplätscher des Wasser hallt in den einzelnen Kuppeln wider und verliert sich als schwaches Echo in den kleinen Nebennischen. Dort wartet der Tellak auf Besucher. Er selbst nennt sich Bademeister, Folterknecht wäre eine treffendere Bezeichnung.

Denn mit seinem rauen Baumwollhandschuh, dem Kese, schrubbt er so martialisch auf der Haut, dass sich jene in Form vieler kleiner brauner Röllchen und Kügelchen verabschiedet und durch die Luft wirbelt. Nun kippt der Meister literweise Duschgel in einen riesigen Baumwollsack, pustet ein paar Mal hinein und lässt den Delinquenten in einer Seifenwolke verschwinden, die nach der Kese-Folter sehr entspannend wirkt. Zuckerbrot und Peitsche.

Abschließend schüttet der Tellak aus Plastikschalen Massen von Wasser über die gerötete Haut – heißes für Hartgesottene (also Türken), kühles für Schwächlinge (also Ausländer). Schließlich wird der Gehäutete in die ersehnte Freiheit entlassen. Als Zwischengang setzt man sich auf den warmen Boden, schwitzt genüsslich vor sich hin und gießt wieder ab und an Wasser über sich.

Wer aber das Rundum-sorglos-Programm gewählt hat, ist selbst schuld. Denn als Abschluss der feuchten Folter wartet noch Metin, der Masseur. ‘Keine Sorge’, beruhigt er. ‘Ich mache das seit 15 Jahren. Bisher hat sich noch niemand die Knochen gebrochen.’ Beruhigend.

Er zieht an Armen und Beinen, knetet Füße und Hände, schrubbt mit der Faust über den Rücken, es knackt und kracht, man spürt Knochen und Muskeln, von denen man gar nicht wusste, dass man sie hat. Und das tun sich Türken bei jedem Besuch freiwillig an? ‘Nein’, sagt Metin. ‘Das war jetzt nur die sanfte Tour. Türken mögen es härter.’

Solche Hamams gibt es übrigens auch in Deutschland. Und wenn sich Stefan Herre versehentlich in ein türkisches Dampfbad verirren sollte, weiß ich jetzt schon, in welcher Kategorie der phöllig indisponierte (PI) Beitrag am Tag darauf veröffentlicht wird:

Migrantengewalt.

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Vielen Dank an Robert für den sachdienlichen Hinweis.

‘Der Islam ist das Problem’

Beziehungsweise das, was Penetrant Inkontinent (PI) unter dem Islam versteht: den Iran, die Taliban und Indonesien. Genauso gut könnte ich dann schreiben: Die Blogs sind das Problem – also PI und kewils virtuelle und nicht gerade erfolgsverwöhnte Georges-Gilles-de-la-Tourette-Selbsthilfegruppe.

Nun gut, von Herre sollte man wirklich nicht mehr erwarten, auch wenn Sätze wie dieser (Hervorhebung von mir)

Der Islam folgt dem Vorbild seines Propheten und ruft alle Muslime zum unheiligen Krieg gegen Israel auf. Allen voran der Iran, die Taliban und die einstige Heimat des designierten US-Präsidenten Indonesien.

vor Dämlichkeit wirklich nur so strotzen. Aber wahrscheinlich koordiniert Barack Obama, der in Indonesien übrigens ganze vier seiner 47 Lebensjahre verbrachte (und das ist auch schon wieder 37 Jahre her), höchstpersönlich den antizionistischen Widerstand im Gaza-Streifen. Schon klar.

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Ein bisschen EU-Nachhilfe für PI

Text:

Designierter EU-Präsident steht hinter Israel

Während seit Beginn der Militäroperation im Gaza-Streifen die EU zugleich mit der UNO reflexartig mit dem Mahnfinger auf Israel zeigt und jetzt einen sofortigen Stopp der Offensive fordert, schlägt der künftige EU-Ratsvorsitzende, der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg (Foto mit Zipi Livni) – wie bereits Angela Merkel – ganz andere Töne an.


Quelle: Designierter EU-Präsident steht hinter Israel
(PI | 30. Dezember 2008 | Hervorhebung von mir)

Die EU hat keinen Präsidenten, auch keinen designierten. Zwar übernimmt Tschechien übermorgen für ein halbes Jahr den Vorsitz im Rat der Europäischen Union, und der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg wird dann turnusgemäß auch Ratspräsident sein. EU-Präsident – ein Amt, das es definitiv nicht gibt – ist er deshalb aber trotzdem nicht. Das Amt, das einem EU-Präsidenten am ehesten entspricht, ist das des Präsidenten der Europäischen Kommission, das der Portugiese José Manuel Barroso seit über vier Jahren inne hat.

Übrigens: Neben dem Rat der Europäischen Union gibt es noch den Europäischen Rat, in dem die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedsländer sitzen und der de facto auch das wichtigere Gremium ist.

Bitte, gern geschehen.

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Pro Israel

Ich halte die gezielten Angriffe auf Hamas-Ziele im Gaza-Streifen nach wie vor für gerechtfertigt. Aber wie ich bereits gestern schrieb: Die Grenze zwischen legitimer Selbstverteidigung und einem Krieg, der sich auch gegen die Zivilbevölkerung richtet, ist schnell überschritten.

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Das permanent irrlichternde (PI) Jahr 2009

(Redaktionell bearbeiteter Gastbeitrag von Thielus. Original: siehe hier.)

Januar: Mit einer aufsehenerregenden Aktion versucht Stefan Herre, die Amtseinführung Barack Obamas zu verhindern. Mit Hunderten Anhängern (O-Ton PI) – die US-Polizei zählt genau 10 Demonstranten – in Ku-Klux-Klan-Nachthemdchen marschiert der PI-Gründer nach Washington. Leider verwechselt der ausgewiesene Amerika-Experte die Bundeshauptstadt Washington mit dem Staat Washington an der Westküste der USA und steht plötzlich in einer Halle in Seattle, in der gerade ein großes Hiphop-Festival stattfindet.

Februar: Der Beitrag über Herres USA-Reise ist urplötzlich verschwunden. Die Amerikaner schieben den PI-Server aus dem Land nach Nordkorea ab. Gewisse technische Einschränkungen sorgen dafür, dass nur noch ein Bruchteil der ursprünglichen Bandbreite zur Verfügung steht. Um das Blog wenigstens für eine Stunde am Tag erreichbar zu machen, werden die Menschenrechte und das Grundgesetz aus dem PI-Header entfernt (Proamerikanisch fehlte ja schon seit Jahresbeginn, das Proisraelisch war dagegen erst nach einer entsprechenden Umfrage mit 95,9 Prozent der abgegebenen Stimmen abgewählt worden). Immerhin schafft es Herre, einige neue Sponsoren zu gewinnen, unter denen sich die Wehrsportgruppe Oberschlesien genauso findet wie die Freie Kameradschaft Bergisch Gladbach.

März: Stefan Herre veröffentlicht endlich sein Buch Mein Krampf – um Aufmerksamkeit. Es wird exklusiv von PI vertrieben und kostet 79,99 Euro zuzüglich der Auslandsversandkosten aus Nordkorea. Auf 200 Seiten sind darin unter anderem Herres Anti-Islam-Lieblingskarikaturen zu sehen. Außerdem wird das Hörbuch zeitgleich als DVD feilgeboten – gesprochen von Markus Beisicht, Manfred Rouhs und Stefan Herre Die DVD ist auch als zwei Stunden längerer Director’s Cut mit sämtlichen Ähs und Öhs des Autors.

April: Norbert Gehrig, einer der profiliertesten PI-Kommentatoren, wird zum Kanzlerkandidaten von Pro Deutschland bestimmt. PI berichtet live vom Sonderparteitag in Königsberg. Herres Versuch, seinem treuen Kameraden die Teilnahme am mittlerweile obligatorischen TV-Kanzlerduell zu ermöglichen, scheitert jedoch kläglich, weil er seit mehreren Jahren keine GEZ-Gebühren mehr bezahlt. Als Ersatz wird kurzfristig eine Alternativdiskussion zwischen Gehrig und der Tür von Herres Mietskaserne aufgezeichnet. 52,3 Prozent der PI-Leser sind anschließend der Meinung, dass Gehrig die besseren Argumente hatte, allerdings kommen schnell Gerüchte auf, denen zufolge Herre die Abstimmung manipuliert hat. Eine Minute vor Ende der Abstimmung hatte die Tür nämlich noch mit 75 Prozent vorne gelegen.

Mai: Knuesel, der immer noch vorgibt, seit 239 Semestern Islamwissenschaften zu studieren, veröffentlicht einen aufsehenerregenden Gastbeitrag, in dem er zu dem Schluss kommt, dass Muslime nicht an den Papst glauben und deshalb in der Hölle schmoren müssen. Herre schreibt sicherheitshalber eine E-Mail an Benedikt XVI., in der er dem katholischen Oberhirten versichert, dass er kein Mohammedaner. Die 102-jährige Haushälterin des Papstes erzählt ihrem Chef davon, der darauf mit einem entgeisterten Who the fuck is Alice Wer in Gottes Namen ist Herre? antwortet. Nun ist der PI-Großmufti aber mal so richtig sauer und stiftet in einer panischen Kurzschlussreaktion seine eigene Religion.

Juni: Die neue Religion, der PIslamismus, hat inzwischen drei Mitglieder: Herre, der im westlichen Nicht-EU-Ausland beheimatete PI-Strohmann, der das Blog im November 2007 angeblich gekauft hat, und der nordkoreanische Support-Mitarbeiter. Leider gefällt das der einheimischen Regierung gar nicht, so dass Herre ein weiteres Mal umziehen muss – dieses Mal in die palästinensischen Autonomiegebiete.

Juli: Yaab dilletiert einen Beitrag mit dem Titel Hitler war ein guter Mann, aber die Idee mit den Autobahnen war nicht so toll. Der Kommentarbereich jubiliert, Herre ist begeistert und erklärt sein ergebenstes Groupie im Eilverfahren zum ersten Heiligen des PIslamismus. Norbert Gehrig beruft Yaab als Minister für Volksaufklärung in sein reichlich schattiges Kabinett.

August: Der Bundestagswahlkampf geht in die heiße Phase. PI sieht in eigenen Umfragen Pro Deutschland bei 45 und die die NPD bei 10 Prozent. SPD, Grüne und Linke kommen zusammen auf 1 Prozent. Die Tatsache, dass diese Umfragen nur bei PI zu finden sind, erklärt man sich dort mit der Manipulation der Systemmedien.

September: Die Wahl zum Bundestag endet mit einer Sensation: Die SPD holt unglaubliche 55 Prozent. Für Herre und Gehrig ist der Tag eine einzige Katastrophe, denn irgendwie hatte niemand daran gedacht, als Partei zu registrieren. Herre spricht inoffiziell von einer weiteren Verschwörung zu seinen Ungunsten.

Oktober: Nachdem Herre sich vom Wahlschock erholt hat, ruft er pathetisch zum totalen Bürgerkrieg auf, an dem sich alle anständigen Deutschen gefälligst zu beteiligen haben, um die Machtübernahme der linkslinken bolschewistischen islamofaschistischen Gutmenschenbande zu verhindern. PI-Kommentator Mistkerl, der immer damit geprahlt hatte, über ein Waffensarsenal zu verfügen, mit dem man einen Kleinstaat überfallen könnte, meldet sich darauf hin überraschend krank. Später stellt sich heraus, dass seine Eltern ihm verboten hatten, den ganzen Tag Counterstrike zu spielen, weil er sonst die achte Klasse zum dritten Mal nicht schaffen werde.

November: Aus dem Bürgerkrieg ist nichts geworden, stattdessen entschließt man sich kurzerhand zum Burger-Krieg. In Wanne-Eickel erwerben zwei PI-Sympathisanten, bei denen es sich angeblich um BUNDESPOPEL und Paula handeln soll, 100 Big Macs, mit denen sie Anschläge auf Dönerbuden verüben wollen. Leider kennen sie sich in der Stadt nicht aus und können keine entsprechenden Schnellimbisse finden. Stattdessen bewerfen sie die Zentrale von Pro Wanne-Eickel. Einen Tag später veröffentlicht Paula einen Gastbeitrag mit dem Titel Feiger linksfaschistischer Anschlag auf ‘Pro Castrop-Rauxel’. Aus den 100 Burgern sind inzwischen 100 Handgranaten geworden.

Dezember: Die USA marschieren am 31. des Monats in Israel ein, weil Präsident Obama von seiner Außenministerin erfahren hat, dass er pro Jahr nur ein Land überfallen darf, ohne vorher fragen zu müssen. Obama verbindet das Notwendige mit dem Nützlichen und lässt gleich auch noch die palästinensischen Autonomiegebiete besetzen , wo eine provisorische UN-Verwaltung eingerichtet wird. Herre sieht sich erneut zu einem Ortswechsel veranlasst, weiß aber nicht, wohin er jetzt noch soll und entscheidet sich deshalb dafür, PI ab sofort nur noch als Printausgabe zu vertreiben. Jeder vom Verfassungsschutz beobachtete Rechtsextremist sowie einschlägig vorbestrafte Neonazis beziehen das Blatt zum Vorzugspreis von 560 Euro im Jahr (gegenüber dem regulären Preis von 555 Euro pro Jahres-Abonnement).

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Völlig ‘unpolitisch’

Frei.Wild will also keine politische Band und schon gar nicht rechtsextremistisch sein. Na gut, dann schauen wir doch mal ein bisschen genauer hin.

Frei.Wild-Sänger Philipp Burger war bis zum 2. Oktober 2008 nicht nur Mitglied der Südtiroler Partei Die Freiheitlichen, die Band wollte auch an einem von dieser Partei veranstalteten Konzert auftreten. Ziemlich eigenartig für Musiker, die sich selbst als unpolitisch bezeichnen, oder? Doch damit noch lange nicht genug. Im so genannten 10-Punkte-Programm der Freiheitlichen Jugend heißt es unter anderem:

1. [...] Sofortige Ausweisung von ausländischen Straftätern und illegalen Zuwanderern!

[...]

3. Keine Gnade für Kinderschänder und Drogenhändler!

[...]

5. Schutz vor einer Islamisierung Südtirols und Europas! NEIN zu Moscheen! Erhalt der abendländischen Identität, welche das Fundament unserer Gesellschaft darstellt!

6. [...] NEIN zu interethnischen und multikulturellen Bildungsprojekten!

7. Förderung der traditionallen Familie und Verbesserung ihrer Lebensbedingungen! Geburtenförderung statt Zuwanderung!

[...]

10. Freie Wirtschaft, freies Land! Entbürokratisierung und Steuervereinfachung! Förderung des Mittelstandes, sowie lokaler Klein- und Mittelbetriebe!

Das sind politisch Forderungen, wie sie in Stil und Inhalt typischerweise von rechtsextremistischen und neonazistischen Parteien und Gruppierungen erhoben werden. Als tatsächlich unpolitische oder wenigstens nicht ganz rechts außen stehende Band sollte man schon deshalb jeden Anschein vermeiden, sich mit einer solchen Programmatik zu identifizieren. Genau das hat Frei.Wild aber nicht getan – ganz im Gegenteil. Und deshalb sind die Vorwürfe trotz des – sehr bemüht wirkenden – Distanzierungsgeschwurbels der Musiker auch berechtigt.

Dass man das bei den politisch Inkorrekten (PI) naturgemäß anders sieht, ist natürlich keine Überraschung. Dort hält man schließlich auch Noie Werte für völlig unproblematisch:

#11 Rhodesien (30. Dez 2008 10:31)

Schaut Euch doch mal die Band NOIE WERTE aus Stuttgart an. Die spielen seit über 20 Jahren und sind wahrlich keine rechtsextreme Band. Immer wieder versucht man die Band in diese Ecke zu schieben. Und der ach so neutrale Autor (der nachweislich aus der linken Ecke stammt) in Wickipedia diskreditiert die Band ebenfalls. Wie man auf deren myspace-seite unter http://www.myspace.com/noiewerteband lesen kann, hat man sogar ein Album von denen im ‘Haus der Geschichte’ in Stuttgart dauerhaft ausgestellt und deren Texte in Schulbücher abgedruckt.

Wichtig ist doch, wie die Band sich sieht und nicht wie es andere tun. Wer sich gesellschaftskritisch äußert, wird doch so oder so verunglimpft.

NOIE WERTE haben übrigens immer ihre Meinung geäußert uns sich nie distanziert (von was und warum auch!). Trotzdem – und gerade deshalb – haben sie Erfolg und eine große Anhängerschaft. Dieses ewige Distanzieren dient nur dazu, ständig von den Linken getrieben zu werden. Habt ihr schon einmal gehört, dass sich Lindenberg distanziert hat, dass er einen Erich Honnecker gesellschaftsfähig gemacht hat? Viele Beispiele könnte man hier aufzählen.

Vielleicht sollte sich Rhodesien einmal die Frage stellen, warum Noie Werte im Haus der Geschichte und in Schulbüchern auftauchen (falls das denn überhaupt stimmen sollte). Kleiner Tipp: Es liegt nicht daran, dass die Band so, äh, empfehlenswert ist.

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