Ob Argutus rerum existimator beim Verfassen dieses phöllig irrwitzigen (PI) Pamphlets, in dem er sich über die islamische Mondsichel hermacht, im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war, weiß ich natürlich nicht. Allerdings spricht nicht viel dafür, dass dem so gewesen ist:
Das Symbol des Islam ist die – meist fälschlich ‘Halbmond’ – genannte Mondsichel. Das ist bemerkenswert, weil damit (wenn auch ohne historische Kontinutiät, denn zu Mohammeds Zeiten wurde dieses Symbol noch nicht verwendet) eine Brücke zu dem heidnischen Mondgott Sin geschlagen wird, der bereits in vorislamischer Zeit Allah genannt wurde.
Was daran liegt, dass Allah nicht der Eigenname Gottes ist, sondern nur das arabische Wort für Gott.
Dennoch ist die enge Beziehung zwischen dem Islam und dem Mond bis heute deutlich erkennbar. Sie liegt auch dem hartnäckigen Festhalten des islamischen Kulturkreises an dem überaus unpraktischen Mondkalender zugrunde.
Nun, wir fortschrittlichen Christen berechnen das Datum unseres wichtigsten religiösen Festes ebenfalls nach den Mondphasen. So gibt es für Ostern kein festes Datum, als Hauptfeiertag ist der Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt. Das Osterfest findet also immer zwischen dem 22. März und dem 25. April statt. Diese Berechnung ist allerdings nicht ohne Tücken, denn der astronomische Frühlingsbeginn (19. bis 21. März) ist nicht immer mit dem kirchlichen Frühlingsbeginn (21. März) identisch (was unter anderem an den Schalttagen liegt, einer Errungenschaft des Sonnenkalenders). Im Jahr 2000 beispielsweise wäre der Ostersonntag eigentlich auf den 21. März gefallen (astronomischer Frühlingsanfang und gleichzeitig Vollmond: 20. März), weil die Kirche den Frühling aber immer am 21. März beginnen lässt, fand das Osterfest in diesem Jahr erst am 23. April statt.
Wie unpraktisch, gell!
Interessant ist übrigens ein Detail an dieser Mondsichel: sie hat die konkave Seite fast immer rechts. Das bedeutet, dass sie den abnehmenden, nicht den zunehmenden Mond zeigt. Für eine Religion, die die Welt erobern möchte, ist das eher peinlich, aber vermutlich bisher noch keinem aufgefallen.
Der Mond – ein Islamkritiker! Wer hätte das gedacht! Früher soll der Erdtrabant übrigens das Nordfriesentum abgelehnt haben.
Übrigens: Die Jungfrau Maria wird im Katholizismus häufig ebenfalls auf einer Mondsichel stehend dargestellt.
Ein Anti-Islam-Symbol gibt es offiziell nicht. Allerdings gibt es seit kurzem ein Symbol, das sich plausibel als Verneinung des islamischen Symbols deuten läßt. Ich meine damit das Euro-Zeichen (€), das sehr einer doppelt durchgestrichenen islamischen Mondsichel ähnelt. Wer das Euro-Zeichen auch nur einmal bewusst unter diesem Aspekt betrachtet hat, wird die sich aufdrängende anti-islamische Assoziation wohl nie wieder los werden.
[...]
Sehr häufig ist die islamische Mondichel mit dem Stern-Symbol verknüpft (beispielsweise in der türkischen Flagge). Auch hier spannt sich wieder der Bogen zu Sin-Allah, der ja als Vater der Sterne galt. Dieser Stern ist fünfzackig.
Demgegenüber ließe ein sechzackiger Stern insbesondere in der Strichform wie beim Asterisk-Zeichen (*) sehr leicht auch anti-islamisch interpretieren: Ein senkrechter Strich wird durch zwei gekreuzte Striche (die ein x bilden) doppelt durchgestrichen. Dieser senkrechte Strich kann nicht nur für das große lateinische I stehen, mit dem das Wort ‘Islam’ beginnt, sondern auch für den arabischen Buchstagen alif, den Anfangsbuchstaben des arabisch geschriebenen Wortes ‘Islam’.
Möchte man nun ein ganz eindeutig anti-islamisches Symbol haben, so bietet sich die Kombination aus Euro-Zeichen und Asterisk an (€*), was sich auch bandartig wiederholen läßt.
Das sieht dann so aus: €*€*€*€*€*€*€*€*€*€*€*€*€*€*
Selbst wer bis dahin noch dachte, dass Apotus Argutus rerum existimator nicht unter Drogeneinfluss gestanden haben kann, als er seinen Gastbeitrag schrieb, wird spätestens jetzt seinen bedauerlichen Irrtum einsehen müssen. Was kommt wohl als Nächstes? Das Dollarzeichen ($) als antiamerikanisches Symbol?
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31. Januar 2009 | Allgemein | Kommentare deaktiviert