Monatsarchiv für März 2009

 
 

Ein bisschen Statistik: März 2009

Bitte hier oder hier lang.


POLITISCH KORREKT bei N24

Die, äh, Patientenversion der Aktion 15 bei N24:

[flashvideo filename=http://www.politblogger.eu/files/n24310309.flv /]

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Vielen Dank an Provokateur für den sachdienlichen Hinweis.

Beunruhigend

In Deutschland wird die Zahl der Arbeitslosen auf die eine oder andere Art seit 81 Jahren statistisch erfasst. Dabei lag die Arbeitslosigkeit in einem März noch nie über der des Vormonats. Bis jetzt:

Wenn der Frühling kommt, ist das für den Arbeitsmarkt normalerweise eine gute Nachricht. Im März geht die Zahl der Arbeitslosen zurück, weil Menschen, die draußen ihr Geld verdienen, bei steigenden Temperaturen eher einen Job finden. So war das zumindest in den vergangenen 80 Jahren. Doch 2009 ist alles anders. Erstmals in einem März gibt es mehr Erwerbslose als im Februar.


In der nüchternen Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit liest sich das so:

‘Der konjunkturelle Abschwung wirkt sich zunehmend auf den Arbeitsmarkt aus. Die drei wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes entwickelten sich negativ: Die Arbeitslosigkeit stieg, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm ab und die Arbeitskräftenachfrage ging weiter zurück. Allerdings hat Kurzarbeit dem stabilisierend entgegengewirkt’, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.

Arbeitslosenzahl im März:
+34.000 auf 3.586.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:
+78.000

Arbeitslosenquote im März:
+0,1 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent

Ich gehöre ganz bestimmt nicht zu den Panikmachern in diesem Land. Historische Vergleiche mit der Massenarbeitslosigkeit in der Weimarer Republik verbieten sich zwar aus vielerlei Gründen, aber es wäre natürlich trotzdem ein fataler Fehler, die weitreichenden Folgen dieser beunruhigenden Entwicklung zu unterschätzen. Auch die gewachsene demokratischen Strukturen in Deutschland verkraften nur ein gewisses Maß an sozialer Schieflage. Die Grenzen des Zumutbaren könnten hier viel schneller erreicht sein, als uns allen das lieb sein kann. Und dass sich die Nürnberger Arbeitsagentur ausgerechnet heute mit neuen Sanktionsrekorden gegen Arbeitslose brüstet, lässt mich ehrlich gesagt auch nicht ruhiger schlafen.

Wie gesagt: Für Panikmache gibt es noch keinen Grund. Wobei die Betonung hier auf dem noch liegt.

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Quod erat demonstrandum

Sich kritisch selbst zu hinterfragen gehört zweifellos nicht zu den Charaktermerkmalen des Bergisch Gladbacher Realitätsausblenders Stefan Herre. Der folgende Satz ist deshalb auch nur der x-te Beleg für die völlige Schmerzbefreitheit seines Blogs:

Die Kölner Bürger reagieren recht empfindlich auf Versuche, die mit dem Verlust von Menschenleben verbundene Katastrophe für welche politischen Zwecke auch immer zu instrumentalisieren.


Ach ja? Dann kann Herre ja froh sein, dass er sich in Köln nicht zur Wahl stellt:

Das vierstöckige Gebäude des Kölner Stadtarchivs ist heute mittag aus noch ungeklärter Ursache eingestürzt.

[...]

Es wird aber auch nach der politischen Verantwortung für das Unglück zu fragen sein. Wenn der berüchtigte Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma sich mit Steuermilliarden ein Denkmal mit einem solchen Prestigeobjekt setzen will, kann man sich vorstellen, dass kritische Stimmen – auch mit technischen Argumenten – unerwünscht sind.

Kölner Stadtarchiv eingestürzt (PI | 3. März 2009)

Nachdem am Freitagabend, am Tag vier nach dem Einsturz dreier Häuser in Köln, mit reichlicher Verzögerung die Suche nach Verschütteten begonnen wurde, wurden die Hilfskräfte in der letzten Nacht fündig. Eine erste Leiche, die des 17-jährigen Kevin, wurde entdeckt. Damit steht fest: Schrammas Renomierprojekt einer neuen U-Bahnlinie unter der Kölner Altstadt hat jetzt mindestens ein Menschenleben gekostet.

[...]

Das befürwortet inzwischen auch Oberbürgermeister Fritz Schramma, auf der PK im roten Pullover, so als ob er selbst zu den Evakuierten gehören würde. Tatsächlich war er kurz aus dem Urlaub in Österreich zur Unglückstelle gekommen, hatte dort medienwirksam die Verantwortbarkeit eines U-Bahnbaus unter Städten grundsätzlich und nur für kurze Zeit angezweifelt. Anschließend reiste er zurück nach Österreich, um seine Frau dort abzuholen. Die First Lady scheint etwas unselbständig zu sein, dass der Oberbürgermeister in so einer Situation für ihre Rückreise persönlich sorgen muss, statt sich um die Belange der betroffenen Bürger zu kümmern.

[...]

Kein Wunder, wenn man die bei der PK auf dem Podium versammelte Kölner Klüngelprominenz betrachtet. Neben Schramma auch Frau Elfi Scho-Antwerpes von der SPD, eine erbarmungslose Volkspädagogin, aber als Bürgermeisterin in Köln immerhin eine, die bisher nicht wegen obskurer Beraterverträge zurücktreten musste. Das ist in Köln schon fast verdächtig seriös.

Ganz anders dagegen Walter Reinarz, über dessen üble Rolle im Ehrenfelder CDU-Streit um die Großmoschee PI schon oft berichten musste.

Traurige Gewissheit in Köln (PI | 8. März 2009)

Neun Tage nach dem Einsturz dreier Häuser durch Pfusch am U-Bahnbau sind heute Abend erneut Leichenteile gefunden worden. Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei um die Überreste eines noch vermissten Design-Studenten.

[...]

Auch nach einer gestrigen Sondersitzung des Stadtrats konnte sich bisher keiner der Klüngelbrüder um Fritz Schramma und Walter Reinarz (CDU, KVB) entschließen, politische Verantwortung für die Katastrophe zu übernehmen.

[...]

Für das erste aufgefundene Todesopfer, den Bäckerlehrling Kevin, gibt es an der Absperrung Severinstraße inzwischen eine kleine improvisierte Gedenkstätte [...]. Wie es scheint, zählt ein Bäckerlehrling nicht allzu viel in Schrammas Köln. Hier braucht man ein Parteibuch und einen falschen Doktortitel – sonst ist man schnell vergessen.

Weitere Leichenteile in Köln gefunden (PI | 12. März 2009)

Wenn Schrammas Gegenkandidat ebenso verstrickt ist wie der amtierende Oberbürgermeister, sein Parteifreund Reinarz als Technikvorstand der KVB ebenso wie die grüne Umweltdezernentin, liegt es auf der Hand, dass man sich schnell einigen wird, das wichtige Thema im bevorstehenden Wahlkampf für Tabu zu erklären. Wegen ‘Betroffenheit’.

Köln: ‘Das riecht nach Pfusch’ (PI | 16. März 2009)

Ein gefährliches Spiel im gegenwärtigen Köln. Nach dem Einsturz des Stadtarchivs hat unter den am Klüngel beteiligten Ganoven – und das sind nicht gerade wenige – das Hauen und Stechen begonnen, die Schuld an der Katastrophe dem jeweils anderen anzuhängen. Die Seilschaften sind gekündigt und jeder versucht, so gut wie möglich aus der Sache herauszukommen. So geht es zu im Haifischbecken Köln nach neun Jahren Schramma, der jetzt Opfer der eigenen Politik werden könnte. Man wird ja noch träumen dürfen.

Schramma: Vom Rathaus in die JVA? (PI | 26. März 2009)

Und das ist nur eine kleine Auswahl der vielen Versuche, den Verlust von Menschenleben für welche politischen Zwecke auch immer zu instrumentalisieren. Wie gesagt: Quod erat demonstrandum.

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Was heißt ungefiltert? (34)

Stefan Herre am 19. Januar 2008 im WDR-Fernsehen:

Das heißt ungefiltert (Hervorhebung von mir):

Text:

#20 Rapfen (30. Mär 2009 23:59)

Ich gebe in meiner Freizeit auch gerne mal den einen oder anderen X-Bericht heraus (weiß grad nicht, ob der genaue Name irgendwie geschützt ist). Komischerweise sehen die aber völlig anders aus. Parteien, die die Freiheitlich-Demokratische Grundordnung herstellen wollen (wie die Pro-Bewegung), tauchen darin selbstverständlich gar nicht auf. Stattdessen stehen bei mir Parteien unter Beobachtung, die das deutsche Volk und die deutsche Nation ausrotten wollen, denn extremistischer geht es ja nicht (betrifft die CDU, die SPD, die FDP und die Grünen). Insbesondere sind in meinen X-Berichten auch Personen aufgeführt, die im Stile von Hitler und Goebbels in öffentlichen Reden andersdenkende Menschen als Exkremente bezeichnen, die die Kloschüssel hinuntergespült gehörten. Oder die das Werfen von Steinen auf Menschen als Zivilcourage ansehen. Des weiteren führen meine X-Berichte diverse Medien vor allem aus dem Kölner Raum auf, die die Bevölkerung regelmäßig zu Haß und Gewalt aufzustacheln versuchen.

Wer hat denn nun recht? Der ‘Verfassungsschutz’ mit seinen hunderten Mitarbeitern oder ich kleiner Mann? Ich denke, die Antwort dürfte klar sein.


Und natürlich bleibt auch dieser Leserkommentar ungefiltert (Hervorhebung von mir):

Text:

#8 Mistkerl (30. Mär 2009 23:33)

[...]

Ich bin der Meinung, dass man Veränderungen nur durch Gewalt erreichen kann, da die ‘Eliten’ sich nicht so leicht aus ihren erhabenen Positionen rauslösen lassen.

Gewaltlosigkeit ist etwas, was die ‘Eliten’ in Entzückung versetzt.

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Nichts Neues bei den eingeborenen Rechtsradikalen

Gut 13 Minuten ist das §-130-StGB-Filmchen der 200 Mitglieder armen Möchtegern-Bürgerbewegung Pro Köln lang, das die rechtsradikalen Fremdenhasser heute unter dem Titel Hat Pro Köln doch Recht? veröffentlicht haben. Etwa die Hälfte des wirr zusammengeklebten Streifens besteht aus endlosem Gejammer über die ach so bösen etablierten Medien und Parteien, die rund um die Uhr angeblich nichts Besseres zu tun haben, als den verfolgten Unschuldslämmern von den braunen Stammtischen das Leben schwer zu machen. Der Rest des Langweilers verzerrt, verkürzt oder stellt willkürlich ausgewählte und interpretierte Statistiken und Sachverhalte falsch dar. Mit anderen Worten: Das Video enthält alles, was man von Rechtsaußen-Schwätzern erwartet. Halbwegs interessant sind wirklich nur die letzten Sekunden:

[flashvideo filename=http://www.politblogger.eu/images/prokoelnvideo310309.flv /]

Festgehalten werden muss also, dass Pro Köln zur Zweitauflage des so genannten Anti-Islamisierungs-Kongresses nicht nur einen bekannten Ausländer-raus-Krakeeler wie Henry Nitzsche einlädt, sondern auch so dubiose Gestalten wie Andreas Mölzer. Über den Österreicher heißt es bei Wikipedia beispielsweise:

Zum Eklat kam es im Januar 2005, als Mölzer sich weigerte, für eine Resolution zum Gedenken an das KZ Auschwitz-Birkenau zu stimmen, in der Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit verurteilt wurden, [...].

Im Parlament suchte der ‘wilde’, also bis Januar 2007 keiner Fraktion angehörende, Abgeordnete immer wieder die Nähe zu anderen Rechtsparteien, etwa dem rechtsgerichteten belgischen Vlaams Blok um Philip Claeys, dem Front National und der neofaschistischen Alternativa Sociale um Alessandra Mussolini.

[...]

Einer größeren Öffentlichkeit wurde Mölzer bekannt, als er im Februar 1992 als Referent bei einer Veranstaltung des Freiheitlichen Akademikerverbandes zum Thema ‘Nationale Identität und multikulturelle Gesellschaft’ auftrat. Anlässlich seines Vortrages befürchtete er eine ‘Umvolkung’.

In der Ausgabe der Tageszeitung Der Standard vom 13. Februar 1992 wird er wie folgt zitiert:

‘Mölzer befürchtet vielmehr, dass die deutsche Volks- und Kulturgemeinschaft in der BRD und in Österreich ‘erstmals in seiner tausendjährigen Geschichte’ vor einer ‘Umvolkung’ steht. Bisher sei die ‘biologische Potenz der Deutschen’ immer stark gewesen, ‘um assimilierender Faktor zu bleiben’. Jetzt aber sieht Aula-Mitarbeiter Mölzer einen ‘überalterten und schwächeren Volkskörper, der dynamischeren Zuwanderern gegenübersteht’. Daher dürfe nicht eine ‘amorphe Masse’ Aufnahme finden, die Menschen sollten ‘bereits im Ausland’ überprüft werden. Sonst könnte ‘eine ethnische, kulturelle Umvolkung’ erfolgen.’

Oder nehmen wir einen Mario Borghezio, über den ich schon vor einem halben Jahr schrieb:

So ist Mario Borghezio von der rechtspopulistischen italienischen Lega Nord [...] unter anderem wegen vorsätzlicher Brandstiftung vorbestraft, weil er vor acht Jahren an Anschlägen auf Einwandererlager in Turin maßgeblich beteiligt war. 1993 wurde Borghezio wegen der Nötigung eines 12-jährigen marokkanischen Kindes verurteilt. Außerdem wurde Borghezio bekannt, als er im Zug von Turin nach Mailand Sitze ’säuberte’, auf denen zuvor angeblich ‘nigerianische Prostituierte’ gesessen haben sollen. Aufsehen erregte er auch mit rassistischen Äußerungen über Süditaliener während der olympischen Sommerspiele in Peking, als er von einer ethnischen Überlegenheit der Padanier sprach.

Das sind die Leute, mit denen Pro Köln und seine politisch inkorrekten Handlanger (PI) verkehren. Dazu passt dann auch der gestern veröffentlichte Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2008, in dem Pro Köln wie folgt charakterisiert wird:

Aktuelle Anhaltspunkte für den Verdacht rechtsextremistischer Bestrebungen

Beispiele für das Schüren von Ressentiments gegen die muslimische Bevölkerung und für fremdenfeindliche Agitation fanden sich auch im Jahre 2008 in Aussagen und Publikationen von ‘pro Köln’. Im ‘pro Köln-Info-Blatt’ (Nr. 20, 1. Quartal 2008) hieß es zu einer Bazar-Veranstaltung, die seit Jahren an Ostern im Umfeld einer Moschee in einem Kölner Stadtteil stattfindet: ‘Höchste christliche Feiertage werden einfach mal eben zur Bedeutungslosigkeit degradiert, damit der Moslem mitten auf der Hauptstraße in Vingst seinen Hammel grillen kann!’

Auf einem ‘Jugend pro Köln’-Flyer (Titel: ‘KÖLN ist UNSERE HEIMAT’) war die Forderung zu lesen: ‘Maximal 30% Kinder ausländischer Herkunft in den Schulklassen’. Eine weitere Forderung auf einem Flugblatt von ‘pro Köln’ lautete: ‘Muslimische Gebetsräume sollen baurechtlich nur in Außenbezirken zugelassen werden und darüber hinaus intensiv von unseren Sicherheitsbehörden überwacht werden.’ Für den Zeitraum vom 19. bis zum 21. September hatte ‘pro Köln’ einen ‘Anti-Islamisierungskongress’ einschließlich einer Kundgebung zum Thema ‘Wahlkampferöffnung zum Kommunalwahlkampf 2009: ‘Nein zur Islamisierung Europas – Nein zur Kölner Großmoschee’ angemeldet. Die mit ausländischer Beteiligung – vor allem des belgischen ‘Vlaams Belangs’ und der österreichischen FPÖ – geplante Veranstaltung wurde im Ergebnis verboten. [...] Allerdings wurde von ‘pro Köln’ bereits eine erneute Großveranstaltung mit derselben Bezeichnung ‘Anti-Islamisierungs-Kongress’ für den Mai 2009 angemeldet.

Der Vorsitzende Beisicht legte in einem Interview mit einer Wochenzeitung die Taktik von ‘pro Köln’ offen, als er erklärte, man habe nach Inhalten Ausschau gehalten und ‘das Thema Islamisierung’ liege ‘pro Köln’ nahe: ‘Gerade in Großstädten kann man damit punkten! Wir haben die Marktlücke besetzt, und es ist uns der Einbruch in Schichten gelungen, die wir sonst nicht erreicht hätten.’ Man komme zwar in dem Gewand daher, verstehe sich aber nicht als bloße Bürgerinitiative gegen den Moscheebau, sondern als ein rechtes Parteiprojekt, stimmte Beisicht dem Fragesteller zu.

Die gleiche Stoßrichtung verdeutlicht ein inzwischen zu ‘pro Köln’ übergetretener Stadtbezirksverordneter in einem Interview mit ‘Nation & Europa’, einer Zeitschrift, die als ältestes rechtsextremistisches Theorie- und Strategieorgan gilt: Man könne, heißt es dort, ‘mit den Medien geschickt spielen und Stimmungen in den Stadtteilen aufgreifen und kanalisieren’.

Mit der Absicht, zur Kommunalwahl 2009 neben Köln auch in anderen Städten und Kreisen Nordrhein- Westfalens sowie darüber hinaus zur Landtagswahl 2010 anzutreten, wurde als überregionale Plattform ‘pro NRW’ gegründet, deren Vorsitzender ebenfalls Markus Beisicht ist. Auch die weiteren Funktionsträger dieser Gruppierung mit Parteienstatus kommen überwiegend aus dem Umfeld von ‘pro Köln’. Ebenso sind die Themen von ‘pro NRW’ nahezu mit denen von ‘pro Köln’ identisch. Schwerpunkte bilden auch bei ‘pro NRW’ die Ablehnung von Moscheebauvorhaben und das Verbreiten von Angst vor Ausländern.

Noch Fragen?

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Des Rätsels Lösung

Ich hatte mich ehrlich gesagt schon gefragt, wem ich meine plötzliche, äh, Beliebtheit bei den niedergelassenen Ärzten zu verdanken habe (siehe hier, hier und hier). Ein kurzer Blick in die Blogstatistik sorgte dann schnell für Aufklärung:


Screenshot: facharzt.de (30. März 2009, 23.45 Uhr). Größere Ansicht: Bitte hier klicken (Hervorhebung von mir).

Rechts auf der Startseite hieß es bei facharzt.de gestern Abend in der Rubrik Empfehlungen:

Politischkorrekt.info: Ärzte leben auf Kosten der Solidargemeinschaft!?? so, so … Hat der ‘Völkische Beobachter’ politisch korrekt wieder einmal einen Schädling des Volksvermögens ausgemacht?


Wohlgemerkt: Der heilige Zorn der Mediziner richtet sich gegen dieses satirische Fake-Plakat zur so genannten Aktion 15. Dass POLITISCH KORREKT deshalb unter Verwendung von Nazi-Terminologie von dem einen oder anderen Weißkittel-Halbgott offenbar mit der NSDAP-Parteizeitung gleichgesetzt wird, spricht zwar nicht gerade für die Kritikfähigkeit einer Berufsgruppe, die selbst gerne und regelmäßig austeilt, aber letztendlich stören mich solch absurden Vergleiche nicht wirklich. Schließlich hat jeder das Recht, sich selbst zu diskreditieren. Das gilt selbstverständlich auch für die Damen und Herren Doktoren. Etwas nachdenklicher stimmt mich da schon die Tatsache, dass facharzt.de, für das eine Hamburger Verlagsgesellschaft verantwortlich ist und das sich selbst als – Zitat -

minutenaktueller Nachrichtendienst für alle Ärzte

versteht, ein solches Nicht-Niveau duldet. Aber wie gesagt: Sich selbst ins Knie zu schießen, kann und will ich niemandem verbieten.

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Keine explosive Story

#6 Hausener Bub (30. Mär 2009 13:56)

[...]

Ansonsten ist im hessischen Sontra bei einer ziemlich großen Explosion ein Döner Kebap-Laden explodiert. Da die Überschrift nicht von ‘rechtsextremen Kameraden’ fabuliert, dürfte die Ursache ganz andere, weltliche Gründen haben …

(mit Fotos)

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36086&key=standard_document_36677762

Imbiss explodiert
‘Der Knall war in ganz Sontra zu hören’

Im Zentrum von Sontra ist am Sonntagmorgen ein Döner-Laden explodiert. Der 39-jährige Inhaber wurde schwer verletzt. Die Explosion war so laut, dass sie in der ganzen Kleinstadt zu hören war.

Der Imbiss in der Nähe des Marktplatzes explodierte gegen sieben Uhr am Morgen und wurde dabei völlig zerstört. Den Inhaber fanden die Rettungskräfte mit schweren Verbrennungen auf der Straße.

Er stand unter Schock und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Südhessen geflogen. Laut Polizei ist er außer Lebensgefahr. Weitere Menschen wurden nicht verletzt.

Der Döner-Laden befand sich im Erdgeschoss eines zweistöckigen Wohn- und Geschäftshauses.

Die Einrichtung wurde komplett zerstört, sämtliche Scheiben gingen zu Bruch. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 250.000 Euro.

Riesige Rauchwolke über der Innenstadt.

Quelle: Dringend! Libertas braucht HEUTE Ihre Hilfe
(PI | 30. März 2009 | Kommentare | Hervorhebung von mir | Screenshot)


Man ahnt schon beim Lesen des Kommentars, warum Hausener Bub die im Moment nach wie vor wahrscheinlichste Explosionsursache, die in dem zitierten Bericht des Hessischen Rundfunks ja genannt wird, weglässt, denn sie eignet sich schlicht und einfach nicht für eine weitere muselgewalttätige Verschwörungstheorie (Hervorhebungen von mir):

Die Ursache der Explosion ist noch unklar. Die Polizei ging am Mittag allerdings von einer defekten Gasleitung aus. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht.

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Fader Beigeschmack

Ob israelische Soldaten während des Gaza-Krieges tatsächlich wahllos getötet und zerstört haben, kann ich natürlich nicht beurteilen. Allerdings bleiben auch nach der internen Untersuchung des Militärs, die zu dem wenig überraschenden Ergebnis kommt, dass sämtliche Zeugenaussagen auf Hörensagen beruhen sollen, Fragen offen. Die israelische Tageszeitung Haaretz schreibt dazu:

Die gründliche Untersuchung des Militärgeneralanwalts hat etwas Beruhigendes. Die IDF gehen daraus (und aus dem Krieg im Gaza-Streifen) so weiß wie der Schnee hervor. Gleichzeitig geht vom Abschluss der Ermittlungen jedoch auch eine verwirrende Botschaft aus, die eine Gruppe kampferprobter Soldaten und Offiziere, die in einigen der hervorragendsten Einheiten der IDF dienen, zu einem Haufen von Lügnern und aufbauschenden Märchenerzählern abstempelt, zu Männern, die nicht ein einziges wahres Wort von sich gegeben haben – wenn man Brigadegeneral Mendelblut glaubt.


Solange die israelische Armee die unabhängige Untersuchung solcher Vorfälle nicht zulässt, wird sie auch weiterhin mit dem Vorworf leben müssen, etwas vertuschen zu wollen. Und das kann nicht im Interesse Israels sein.

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Fanpost (24)

Text:

Nett gemacht Herr Näher, und so kreativ, und so realitätsnah …

Fragen Sie mal in Ihrem Bekanntenkreis nach, wer im Moment ein Problem hat. Der Arzt, weil ihm die Patienten wegbleiben, oder der Patient, weil er einen Termin in 8-12 Wochen bekommt?

Schmunzelnde Grüße aus dem Budget-Urlaub in Halbhöhenlage in den Kessel.

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Ach, übrigens: Auch bei der PDS/LINKEN schreibt man ‘Jahrzehnte’ mit ‘h’. Wie NaHles. Grämen Sich sich nicht,- dass von Ihnen angesprochene Publikum merkt das nicht …

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Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
***
*** Stuttgart

Um Ihre Frage zu beantworten: Ich musste gerade fast zwei Monate auf einen Termin bei einer ambulanten chirurgischen Gemeinschaftspraxis warten. Ich glaube jedoch, dass beide Seiten kein großes Problem damit hatten. Ich konnte warten – und die betreffende Praxis machte mir nicht den Eindruck, demnächst wegen Patientenmangel schließen zu müssen. Ganz im Gegenteil. Die beiden Ärzte würden – so wie ich sie über die Jahre hinweg kennengelernt habe – vermutlich aber auch nicht auf die absurde Idee kommen, im Wartezimmer Polit-Propaganda aufzuhängen.

Vielen Dank übrigens für den korrigierenden Hinweis auf das vergessene h im ersten Jahrzehnte. Frau Nahles gehört aber trotzdem der SPD an. Und vielleicht schaffen Sie es ja auch irgendwann noch, ihre das/dass-Probleme in den Griff zu bekommen. Ob das jemand merken würde, kann ich allerdings nicht garantieren. Sorry!

Zurückschmunzelnde Grüße aus Gablenberger Halbhöhenlage (von wegen Kessel)!

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