Monatsarchiv für Dezember 2011

 
 

Guten Rutsch

Eine kleine vorläufige Blogbilanz zum Jahresende: Mit fast 3,4 Millionen Besuchern war 2011 das bisher erfolgreichste POLITBLOGGER-Jahr. Auch wenn ich die genauen Zahlen erst morgen veröffentlichen kann, steht bereits fest, dass das gute Vorjahresergebnis noch einmal deutlich übertroffen wurde – und das, obwohl ich beruflich bedingt erheblich weniger Zeit investieren konnte. Deshalb wünsche ich Ihnen, den POLITBLOGGER-Lesern, nicht nur ein glückliches und gesundes Jahr 2012, sondern bedanke vor allem auch für Ihr Vertrauen und Ihre vielfältige Unterstützung, ohne die dieses Blog ganz sicher nicht möglich wäre. In diesem Sinne:



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Dreamteam

Weil heute Silvester ist und Dinner For One nun einmal dazu gehört:



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Rassismus der übelsten Sorte

Da werden sogar handelsübliche Nazis vor Propagandaneid ganz blass:

Die Polizei in Gelsenkirchen scheint nicht zu wissen, dass das Land Somalia nur einen Länder-IQ von 68 hat. Sonst würde sie vielleicht das jüngste Verbrechen eines Mannes aus diesem Gebiet an Heiligabend verstehen.

[...]

Die Polizei in Gelsenkirchen bittet um Ihre Mithilfe, denn sie steht ebenfalls vor einem absoluten Rätsel: Eine mysteriöse Messer-Attacke schockiert die Polizei in Gelsenkirchen und die Essener Staatsanwaltschaft. In der Nacht von Heiligabend auf den ersten Weihnachtstag hatte ein Somalier einfach so auf zwei ihm völlig unbekannte Deutsche mit einem Küchenmesser eingestochen. Die Polizei kann sich das nicht erklären.

[...]

Mit einem Länder-Intelligenzquotienten von angeblich durchschnittlich nur 68 verfügen die meisten Somalier offenkundig nicht über das geistige Potenzial, mit der Entwicklung in der zivilisierten modernen Welt Schritt zu halten.

[...]

All das sollte die Polizei in Gelsenkirchen nun wissen, wenn sie ergründen möchte, was im Kopf des somalischen Irren vor sich ging. Der irre Somalier in Gelsenkirchen ist wahrscheinlich ein ganz »normaler« idealtypischer Repräsentant des somalischen Durchschnitts-IQs von 68.


Einmal abgesehen davon, dass sich der Autor dieser tumben Hetzschrift – Udo Ulfkotte – offenbar einmal mehr auf ein Buch beruft, dessen absurde Schlussfolgerungen nicht auf seriöser Forschung, sondern auf unwissenschaftlicher Methodik und hanebüchenen Unterstellungen basiert, sind alleine schon Ulfkottes skandalöse Formulierungen unfassbar rassistisch. Ob Ulfkotte tatsächlich ein Rassist ist, vermag ich nicht abschließend zu beurteilen. Dümmer als die Polizei erlaubt muss man allerdings auf jeden Fall sein, um einen publizistischen Bockmist dieses intellektuellen Kleinstkalibers produzieren zu können. Insofern stellt sich natürlich fast zwangsläufig auch die Frage nach Udo Ulfkottes Intelligenzquotient. Ich schlage also vor, dass sich der Mann einem entsprechenden Test unterzieht. Es würde mich überhaupt nicht wundern, wenn dabei herauskäme, dass Ulfkottes IQ noch deutlich unter dem angeblichen (!) somalischen Durchschnittswert liegt.

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Kopp-Verlag veranstaltet Geisterkongress

Unter dem Motto

Europa vor dem Crash

lädt der rechtspopulistische Kopp-Verlag am 4. Februar 2012 zu einem

Kongress der Superlative

mit

Top-Referenten

nach

Stuttgart

ein. Die Veranstaltung soll angeblich in der Filderhalle stattfinden. Die befindet sich allerdings nicht in Stuttgart, sondern vor den Toren der baden-württembergischen Landeshauptstadt in Leinfelden-Echterdingen. Doch das ist offenbar keineswegs die einzige peinliche Panne, die sich der Kopp-Verlag in diesem Zusammenhang leistet, denn der Oberbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen, Roland Klenk (CDU), hat auf Nachfrage mehrfach klargestellt, dass mit dem Verlag ein Mietvertrag für die Halle nicht zustande gekommen ist. Auch für die Zukunft schließt Klenk den Abschluss eines solchen Vertrages aus. Mit anderen Worten: Der vermeintliche Kongress der Superlative, für den der Kopp-Verlag satte 69 (!) Euro Eintrittsgeld verlangt, findet weder in Stuttgart noch in Leinfelden-Echterdingen statt. Eva Herman, Udo Ulfkotte (hier im Gespräch mit dem rechtsradikalen Muslimenhasser Michael Stürzenberger) und die anderen sogenannten Top-Referenten aus dem neurechten Spektrum müssen also zuhause bleiben oder sich einen anderen Tagungsort suchen – was allerdings ziemlich schwer werden dürfte.

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Vielen Dank an David Vickrey für den Hinweis.

Nuts

Karl-Michael Merkle alias Ganz-rechts-außen-Blogger Michael Mannheimer ist nuts – durchgedreht, irre und zweifellos völlig verrückt. Und das ist keine subjektive Meinung, sondern objektive Wahrnehmung, wie das neueste Merkle-Mannheimer-Pamphlet unwiderlegbar beweist:

Die Islamisierung ist ein Genozid am deutschen Volk im Sinne der ‘Resolution 260′ der UN

[...]

Absicht und Ausführung sind – was die massive Islamisierung Deutschlands und Europas anbetrifft – bereits seit Jahrzehnten gegeben. Die demografischen Beweise sind erdrückend, ebenso die Absichtserklärungen von Politikern, Kirchenführern, Industriellen, Medien und sonstigen Sprechern desjenigen Spektrums, das ich als das politische Establishment bezeichne.

Daher ist jetzt schon klar, dass alle Personen, Institutionen und politischen Parteien, die die Islamisierung initiiert haben und weiterhin vorantreiben, um einen weiteren und wesentlichen Punkt, nämlich den Punkt der ‘Begünstigung bzw. aktive Teilnahme an einem Genozid’ anzuklagen und dementsprechend zu verurteilen sind. Dies dürfte sich bald in den Anklagen von Nürnberg 2.0 niederschlagen. Anzuklagen wären fernerhin alle juristischen Bundesbehörden, die diese Anklage nicht selbst vornehmen oder gar verhindern – darunter auch der Bundesstaatsanwalt. Denn diesem obliegt es in erster Linie, eine solche Anklage zu formulieren und gegen die Beteiligten mit allen juristischen Mitteln vorzugehen. Tut er es nicht, macht er sich selbst der Beihilfe zum Völkermord und der Untätigkeit im Amt schuldig. Jeder Verweis auf einen angeblichen ‘Befehlsnotstand’ ist Null und Nichtig.

[...]

Mit ihrer systematischen und massiven Bervölkerungsersetzung erfüllt das politische Estabishment nicht nur den Straftatbestand des Genozids am eigenen Volk (s.o). Es verstößt nicht nur gegen klare Beschlüsse des deutschen Verfassungsgerichts. Es erfüllt damit ob mit oder ohne Absicht den Nero-Befehl Hitlers auf seine Weise: Was Hitlers Antwort auf das ‘Versagen der germanischen Rasse’, des deutschen Volkes war, nämlich die Zerstörung der infrastrukturellen Lebensgrundlagen des deutschen Volks, ist nahezu inhaltsgleich mit der gegenwärtigen Politik der Linken auf ihre eigene Unfähigkeit, mittels demokratischer Wahlen und/oder politischer Überzeugungsarbeit ihre abstrusen internationalistischen Pläne den Deutschen schmackhaft zu machen. So lautet die politische Geheim-Agenda der Linken: Wenn das Volk uns nicht zu Willen ist, dann tauschen wir es aus! Also verdünnt man die biodeutsche Bevölkerung und ersetzt sie gegen eine Steinzeitkultur in der (fatalen) Annahme, dass sie ihren Weg zum Internationalismus auf diese Weise beschreiten könne.

Quelle: http://michael-mannheimer.info/2011/12/25/die-islamisierung-ist-ein-genozid-am-deutschen-volk-im-sinne-der-resolution-260-der-un

Und selbstverständlich verzichtet Merkle-Mannheimer auch dieses Mal nicht auf den obligatorischen Gewaltaufruf:

Die politische Klasse in Deutschland – die dies alles verursacht hat – soll wissen: sie haben noch die Wahl, sich auf die Seite ihrer Völker zu schlagen. Oder aber Europa wird einem Zeitalter von furchtbaren Bürgerkriegen zusteuern – mit vermutlich Millionen an Todesopfern.

Das Ziel muss sein, die politische Klasse vor Gericht zur Verantwortung zu ziehen, und/oder aus dem Land zu jagen. Das Ziel muss ebenfalls die vollständige Repratiierung der Muslime in die Länder sein, aus denen sie zu uns gekommen sind. Es kann nicht angehen, dass sie in ihren Ländern Christen und Juden erbarmunsglos verfolgen und dezimieren, während die Täter bei uns willkommen geheißen werden und ihr schändliches Werk vor unser aller Augen in unseren Ländern fortführen dürfen.

Wenn sich die Politik und das Militär dessen nicht annimmt, wird ein gewaltiger Widerstand aus der Mitte der Bevölkerung selbst kommen: Bürgerwehren wie in Italien, England, Frankreich und anderern westlichen Ländern werden auch hier entstehen. Der Staat wird sein Gewaltmonopol verlieren. Teile der Polizei und des Militärs werden sich dem Widerstand anschließen. Es lebe Europa! Es lebe die Freiheit!

‘Si vis pacem – prepare bellum’

Da kann einfach kein Auge trocken bleiben. Vor Lachen.

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Hitlers Männer

Die Frage, ob Adolf Hitler homosexuell war, zählt zweifellos zu den drängendsten Fragen in Sachen deutscher Vergangenheitsbewältigung. Schließlich war der Mann – wie Politically Incorrect (PI) behauptet – ja auch

[...] Öko, Vegetarier, Atheist, Abstinenzler, Sozialnationalist, Migrant und Verbrecher [...].

Quelle: http://www.pi-news.net/2011/12/war-hitler-schwul

Ein schwuler Hitler würde den Damen und Herren Rechtsextremisten also den ultimativen Beweis dafür liefern, dass der Führer eigentlich der erste Grünen-Politiker der Menschheitsgeschichte war. Weil die Grünen eben so sind – und weil die einzig wahren Neonazis nun einmal politisch korrekte Gutmenschen sein müssen, während das eigene Gesinnungsgenossengesindel (freie Kameraden, Nationaldemokraten und andere Patrioten) auf keinen Fall als

[...] Öko, Vegetarier, Atheist, Abstinenzler, Sozialnationalist, Migrant und Verbrecher [...]

in Erscheinung treten dürfen.

Natürlich ist das bizarre Geschwurbel vom schwulen Hitler nichts anderes als ein weiterer Versuch, den schlimmsten Völkermörder aller Zeiten wider besseren Wissens den verhassten Linken in die Schuhe zu schieben. PI verweist in diesem Zusammenhang auch auf die neurechte Monatsschrift eigentümlich frei, deren Chefredakteur André F. Lichtschlag allen Ernstes aus sich herausblubbern lässt:

Ob schwul oder nicht, Hitler war Nationalist und Sozialist. Und deshalb ein gleich doppelt gemoppelt Linksradikaler, auch wenn der Verfassungsschutz ihn zur besseren Unterscheidung von den anderen Linksextremisten als ‘Rechtsextremist’ in seinen Akten führt.

Manche Leute wollen mit seriöser Geschichtsforschung selbst fast sieben Jahrzehnte nach dem Untergang des Dritten Reichs immer noch nicht das Geringste zu tun haben.

Warum wohl?

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PI-Sektenmitglied sympathisiert mit syrischem Terrorregime

Ferhad Ahma ist ein grüner Berliner Bezirkspolitiker, der seit zwei Monaten auch dem vom Terrorregime in Damaskus nicht anerkannten oppositionellen Syrischen Nationalrat angehört. Vor einigen Tagen wurde der seit 1996 in Deutschland lebende Kurde in seiner Wohnung von zwei Männern überfallen und verletzt. Es gibt offenbar Hinweise darauf, dass die Täter aus syrischen Geheimdienstkreisen stammen. Der Vorfall wird als so gravierend eingestuft, dass der syrische Botschafter sogar ins Auswärtige Amt gerufen wurde.

Und was meint der typische politisch inkorrekte (PI) Schwachkopf dazu? Zitat:

#53 MiamiDexter (27. Dez 2011 17:28)

Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk:

Grünen Politiker überfallen – Syrien-Agenten Täter?

[...]

Quelle: http://www.pi-news.net/2011/12/agypten-institut-von-islamisten-niedergebrannt

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Vielen Dank an schlammungeheuer für den Hinweis.

Wer im PI-Glashaus sitzt

WELT ONLINE hat heute über den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Ron Paul berichtet und dabei versehentlich ein falsches Foto verwendet – nämlich das seines Konkurrenten Mitt Romney. Inzwischen wurde der redaktionelle Fehler korrigiert. Die politisch inkorrekten (PI) Blindschleichen glauben nun jedoch, sich trotzdem darüber echauffieren zu müssen:

DIE WELT berichtet regelmäßig über den US-Wahlkampf. Dabei erweckt das Medium latent den Eindruck, als sollten hier echte Kenner der amerikanischen Politik am Werk sein. Doch dies ist bei weitem nicht der Fall. Nachdem sämtliche republikanische Präsidentschaftskandidaten von der WELT durchweg negativ konnotiert wurden, zeigte sich heute der Höhepunkt in der Inkompetenz der US-Berichterstattung. In einem Bericht über Ron Paul, den wir hier wirklich nicht als Präsidentschaftskandidaten empfehlen wollen, bildete die Berliner Redaktion statt Ron Paul seinen republikanischen Mitbewerber Mitt Romney ab [...].

Quelle: http://www.pi-news.net/2011/12/welt-verwechselt-prasidentschaftskandidaten

Das muss man schon verstehen. PI ist ja ein Musterbeispiel für absolut fehlerfreie Beiträge. Oder auch nicht. Wie war das zum Beispiel nochmal, als PI unter Berufung auf ein befreundetes Schweizer Muslimenhasserblog behauptete, Barack Obama wohne in Chicago gegenüber einer Moschee? Genau: Die vermeintliche Moschee war in Wirklichkeit eine Synagoge. Weitere sehr hübsche PI-Lügengeschichten:

Breaking News: PI bloggt Mugabe aus dem Amt (POLITBLOGGER, 29. Juli 2008)
Heli-Gate (POLITBLOGGER, 24. August 2008)
Kicker-Gate (POLITBLOGGER, 9. März 2009)

Und, und, und.

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Geschlechterapartheid

Gewaltbereite Supermachos, die nach Geschlechtern getrennte Bürgersteige einfordern – das können doch nur radikale Islamisten sein, oder?

Falsch. Ganz falsch:

In der 80000-Einwohner-Stadt Beit Schemesch hatte es in den vergangenen Tagen wiederholt Ausschreitungen zwischen der Polizei und radikalen jüdischen Einwohnern gegeben.

Die Haredim genannten ultraorthodoxen Juden griffen bei mehreren Gelegenheiten die Polizei an, als diese in der Hauptstrasse von Beit Schemesch versuchten, Schilder zu entfernen, die zur Trennung der Geschlechter aufforderten. Am Montag wurde dabei ein Polizist durch Steinwürfe verletzt. Mehrere Fernsehteams wurden zudem von Einwohnern bedroht und angegriffen.

Israelische Medien berichteten zuletzt wiederholt von Übergriffen auf Frauen, etwa dass ultraorthodoxe Frauen sich weigerten, die in manchen Buslinien geltende Geschlechtertrennung einzuhalten und deshalb attackiert wurden.

Die in den Achtziger Jahren auf Druck der Ultraorthodoxen eingeführte Regelung sieht vor, dass sich Frauen hinten hinsetzen.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Sowohl die übergroße Mehrheit der Israelis als auch die Regierung in Jerusalem lehnen die ultraothodoxe Geschlechterapartheid vehement ab.

Dennoch existiert sie.

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Vielen Dank an schlammungeheuer für den Hinweis.

PI-Kinderpsychologe Dr. Prügelpeitsch rät

Bei Politically Incorrect (PI) hat man es keineswegs nur mit Nazis und anderen rechtsextremen Hetzern zu tun. Nein, PI ist genauso ein Sammelbecken für radikalfundamentalistische Pseudochristenspinner, für die selbst Kindesmisshandlung immer noch ein probates Erziehungsmittel ist. Wer jetzt glaubt, dass ich mir das aus den Fingern sauge, der hat den prügelgeilen Beitrag des Frankfurter Rechtsanwalts (!) Michael C. Schneider noch nicht gelesen. Zitat:

Christliche Erziehung verboten und strafbar

[...] Die jüdisch-christliche Erziehungstradition geht seit etwa dreitausend Jahren davon aus, dass es keine völlig gewaltfreie Erziehung gibt, sondern dass eine maßvolle körperliche Züchtigung legitimer Teil der Kindererziehung ist.

[...]

Die Menschen sind ex ante nicht fit für den Himmel, also muss erst Gottes Züchtigung sie dafür fit machen, etwa so, wie erst das Feuer und der Schmiedehammer Metall gebrauchsfertig bearbeiten. [...] Und Kinder und Jugendliche sind ex ante nicht fit für ein anständiges und brauchbares Leben auf Erden, also muss erst die – auch körperliche – Züchtigung durch ihre Eltern dafür fit machen. [...] Jedenfalls fällt auf, dass die christliche Tradition das Erfordernis körperlicher Züchtigung von Kindern und Jugendlichen gerade um der Liebe zu ihnen willen bis vor etwa fünfzig Jahren nie ernsthaft in Frage gestellt hat, und dass die Gesetzgebung und Rechtsprechung in Deutschland dieser Tradition bis vor elf Jahren zwar recht kritisch, aber nicht widerstrebend gefolgt ist. [...] Und dann kam das Jahr 1968, es kam die neue Pädagogik und es wurden plötzlich Erkenntnisse über das Gute und Richtige geschöpft, welche die Menschheit mindestens drei Jahrtausende lang verpasst hatte. Züchtigung: niemals. Streicheln: immer (Man denke an die Odenwaldschule und den Segen, den sie als linke Experimentieranstalt über Kinder und Jugendliche gebracht hat). [Anmerkung: Schneider hat die katholischen Einrichtungen, in denen Kinder systematisch sexuell missbraucht wurden, sicherlich nur, äh, vergessen zu erwähnen.]

Es wäre freilich wünschenswert, wenn es zu dieser Problematik auch objektive, neurologische Forschung gäbe, denn möglicherweise lassen sich bestimmte ethische Minimalanforderungen überhaupt nur im Menschen verankern, wenn sie bereits unbewusst mit einer körperlichen Schmerzempfindung assoziiert werden. [...] Sie könnte außerdem die Jahrtausende alte Weisheit der zitierten jüdischen und christlichen Schriften und die Redensart ‘man lernt nur durch Schmerz’ bestätigen und damit die mögliche Einsicht, dass eine körperliche Züchtigung in der Erziehung ein späteres (und biographisch weit schmerzhafteres Scheitern) als Erwachsener vorwegnimmt und dem Kind damit erspart, etwa indem es durch Schläge lernt, dass Diebstahl etc. nicht die angemessene Antwort auf die Problematik der ungleichen Verteilung des Eigentums ist, bevor es sich zu einem Verbrecher entwickeln kann. [...] Bei ihrem ideologischen Kampf gegen die jüdisch-christliche Tradition haben die Linken sich indes nicht von naturwissenschaftlichen oder sonst rationalen Überlegungen leiten lassen, sondern von dem Dogma der Frankfurter Schule, dass Autorität und Gewalt prima vista dem Nazismusverdacht unterliegen, und sie haben daher immer die absolut ‘gewaltfreie Erziehung’ gefordert. Als sie 1998 an die Macht kamen, haben sie (im Jahr 2000) ihre Vorstellungen in einem Gesetz umgesetzt.

[...]

Christliche Erziehung ist nicht länger erlaubt, sondern verboten.

[...]

Und wer würde schon dafür auf die Straße gehen, sein Kind züchtigen zu dürfen, und sich dann als perverses Monster in der Regenbogenpresse wiederfinden?

Quelle: http://www.pi-news.net/2011/12/christliche-erziehung-verboten-und-strafbar

Nun, ein Michael C. Schneider würde für sein eingebildetes biblisches Recht auf Kindesmisshandlung vielleicht doch auf die Straße gehen. Hoffentlich hat der Mann keine Kinder. Damit wir uns nicht missverstehen: Schneider spricht in diesem Zusammenhang ausdrücklich nicht vom harmlosen Klaps auf den Po, sondern von schmerzhaften Schlägen. Und das ist Kindesmisshandlung, die völlig zurecht unter Strafe steht. Da kann Zuchtmeister Schneider noch so sehr scheinjuristisch herumschwurbeln.

Erziehung kommt ohne Gewalt aus, wenn Mama und Papa ihren Sprösslingen ein gutes Beispiel geben. Gewaltverzicht bedeutet allerdings nicht der Verzicht auf Strafe, wenn sie einmal notwendig sein sollte. Eltern haben heutzutage weitaus mehr Möglichkeiten, kindliches Fehlverhalten nachhaltig zu korrigieren als früher. Neben den altbekannten Maßregelungen wie etwa Stubenarrest oder Fernsehverbot bewirkt in der Regel auch der zeitweilige Entzug von Handy oder Spielekonsole wahre Erziehungswunder. Es kann ziemlich einfach sein – wenn man konsequent ist.

Ach ja – ich habe während meiner durchaus stürmischen Kinder- und Jugendzeit keine nennenswerten Prügel bezogen. Trotzdem habe ich mich nicht zum Dieb, Mörder oder gar PI-Anhänger entwickelt. Und meine Eltern – beide Baujahr 1938 – waren ganz bestimmt keine 68er. Sowas aber auch.

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Vielen Dank an Oliver für den Hinweis.