Berliner Wahlk(r)ampf der etwas anderen Art

Normalerweise verteilen Parteien im Wahlkampf großzügig billigen Werberamsch, um Wähler für sich zu gewinnen. Insofern ist das Wahlkampfkonzept der Muslimenhasserpartei Die Freiheit wahrhaft revolutionär, denn bei den ultrarechten Kaspern muss man kräftig blechen, um anschließend seine Stimme sinnlos an sie verschenken zu dürfen. Wenn der holländische Extremrechtsausleger Geert Wilders am kommenden Samstag nicht zum ersten Mal in die Bundeshauptstadt kommt, um Die Freiheit im Wahlkampfendspurt um das Berliner Abgeordnetenhaus zu unterstützen, dann tut der wasserstoffblondgefärbte Islamallergiker das nämlich nicht gratis. Bis zu 100 Euro (!) Eintritt verlangt Die Freiheit, um dem wirren Gefasel des Niederländers von der eingebildeten Überlegenheit der abendländischen Herrenrasse lauschen zu dürfen – zuzüglich Vorverkaufsgebühr. Selbst auf den billigsten Plätzen werden noch 35 Euro pro Person fällig, Parteimitglieder erhalten in der Fußvolkkategorie aber immerhin einen Nachlass in Höhe von 5 Euro.

Schaut man sich den interaktiven Belegungsplan des aus Angst vor was oder wem auch immer streng geheim gehaltenen Veranstaltunsgortes an, kann man sich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass Wilders’ Vortrag irgendwie doch nicht zum Kassenschlager werden wird – was selbst bei den politisch inkorrekten (PI) Realitätsverweigerern gut zweieinhalb Wochen vor der Berliner Wahl für spürbare Ernüchterung sorgt:

Dass so etwas in einem Desaster enden muss, kündigt sich seit langem an. Weniger als die Hälfte der gerade einmal 1000 vorgesehenen Plätze [...] wurden bisher reserviert. Jetzt, wenige Tage vor der Veranstaltung, gibt die Partei die Karten zum Verramschen frei, [...].

Und jetzt alle so: Oooooch!

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Vielen Dank an schlammungeheuer für den Hinweis.


 
 
 

4 Kommentare zu “Berliner Wahlk(r)ampf der etwas anderen Art”

  1. Politblogger » PI: Ärger im Nazi-Paradies
    31. August 2011 um 23:20

    [...] gestern eine wenig schmeichelhafte Bestandsaufnahme der extrem rechten Parteiattrappe Die Freiheit zu lesen war, konnte es eigentlich nur ein paar Stunden dauern, bis deren bayerischer Pressesprecher Michael [...]

  2. Politblogger » PI-Stürzenberger: Gereizt!
    1. September 2011 um 21:19

    [...] in Berlin einen Vortrag halten, doch bis jetzt konnte nur etwa die Hälfte der 1000 ursprünglich bis zu 100 Euro teuren Eintrittskarten verramscht werden – was bei Stürzenberger heute einen massiven Hyperventilationsanfall [...]

  3. Politblogger » PI-Autor ein NPD-Funktionär?
    5. September 2011 um 19:26

    [...] schon irgendwie Sinn. Andererseits könnte es auch sein, dass Stadtkewitz wegen Quotenqueens vernichtender Kritik an seiner Partei Die Freiheit im politisch inkorrekten (PI) Hass- und Hetzblog einfach nur stinksauer ist. Dann wäre die [...]

  4. Politblogger » Noch ein PI-Antisemit
    15. September 2011 um 22:46

    [...] Aber wenn ich raten müsste, würde ich entweder auf Quotenqueen tippen, der/die/das nach seinen Frontalangriffen auf Stefan Herres aktuelle Lieblinge von der Partei Die Freiheit durch des Blogführers Chefpudel [...]