Archiv der Kategorie ‘Absurdes‘

 
 

Pülütücüllü Üncürrüct

Eigentlich ist es ja ein alter Hut, aber nach viereinhalb Jahren darf man ruhig noch einmal darauf hinweisen: Die Server von Politically Incorrect (PI) stehen zwar in den USA, aber die Domain pi-news.net wurde in der Türkei registriert. Kein Witz: Ausgerechnet das muslimen- und türkenfeindliche Hetzblog arbeitet mit einem Provider aus dem verhassten Land am Bosporus zusammen.

Die Fakten: Offizieller PI-Domaininhaber ist xchiang.com, eine in Hongkong ansässige Anwaltskanzlei, die vermutlich aber nur als Briefkastenfirma existiert und die – unschwer zu erkennen – der MediaOn-Unternehmensgruppe gehört:



MediaOn firmiert in der Türkei unter der Bezeichnung Digital Gateway Networks A.Ş. Auf der MediaOn-Website heißt es dazu:

Digital Gateway Networks A.Ş. wird als türkische Aktiengesellschaft geführt [...]. MediaOn.com wird aus der Türkei geführt. [...] Wenn Sie auf MediaOn.com buchen, sind Sie ein Kunde von MediaOn.com mit Standort Türkei. Wir haben in der Türkei einen recht hohen Einfluss und können somit unseren Kunden die gewünschte Anonymität und Sicherheit anbieten.

MediaOn bietet – das macht die Sache für PI noch peinlicher – auch Islamic Hosting an:

As-Salāmu ‘Alaykum! Wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Webpräsenz besuchen und sagen Ihnen ein herzliches Dankeschön für ihr Interesse an unserem Unternehmen und unseren Produkten. Wir sind seit 1999, bereits über 12 Jahren auf dem Markt.

Besuchen Sie unsere Hauptseite www.MediaOn.com.

Alle Brüder und Schwestern bekommen 30% Preisnachlass für islamische Webseiten, Blogs, Foren, etc.

Warum PI diesen Provider gewählt hat, ist übrigens schnell erklärt:

Als einziger Provider weltweit anonymisieren wir ALLE Domain-Endungen. Egal um welche Domain es geht. Bei uns können Sie jede Domain-Endung anonym erwerben oder durch uns anonymisieren lassen. [...] Wir bieten Ihnen einen einmaligen Whois-Schutz an, der garantiert wasserdicht ist und garantiert niemand Ihre Daten bekommt. [...] Somit können wir nicht gezwungen werden Daten freizugeben und wenn doch ist der Inhaber für Ihre Domain in Hongkong eingetragen. Somit erhalten die türkischen Behörden diese Daten, die auch jederzeit in Whois einsehbar sind. Sie sind mit uns garantiert auf der sicheren Seite! Was Sie hosten möchten, was unsere Kunden machen, ist uns egal. Sie können hosten was Sie möchten!

Noch Fragen?

Kommentieren

Die Wahrheit über ‘Pro NRW’

Nächte sind dunkel, Wasser nass – und Rechtsextremisten rechtsextrem. Gegenteilige Beteuerungen sind nichts anderes als grotesker Unfug. Das gilt auch und insbesondere für die rechtsextremistische Pro-NRW-Bande. Die behaupten heute zwar wieder einmal, nicht rechtsextremistisch zu sein,

‘Entgegen der anhaltenden Diffamierungen von Seiten der etablierten Politik und mancher Medien, ist die PRO-BEWEGUNG natürlich nicht rechtsextrem’, betont deren Generalsekretär Markus Wiener. ‘Viele unsere Vorstandsmitglieder kommen, so wie z.B. Jörg Uckermann oder auch ich selbst, direkt und ohne Umwege aus der CDU / CSU. Andere aus dem Nichtwählerbereich oder anderen etablierten Parteien’, so der Journalist und Politologe weiter.

‘Das Verwaltungsgericht Hamburg hat zudem bereits klar entschieden, dass die Erwähnung von PRO im dortigen Verfassungsschutzbericht rechtswidrig war. Andere Gerichtsverfahren gegen die diskriminierende Erwähnung als sogenannter ‘Verdachtsfall’ in manchen Verfassungsschutzberichten laufen noch.

Quelle: http://www.pro-nrw.net/?p=8443

aber Tatsache ist nach wie vor: Pro NRW wird seit Jahren zurecht im nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzbericht erwähnt. Im aktuellsten Bericht heißt es dazu:

Der Versuch von ‘pro NRW’, durch ein bürgerliches Gewand den Stempel der „Verfassungsfeindlichkeit“ um jeden Preis zu vermeiden, ist nunmehr auch gerichtlich gescheitert: Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat im Februar diesen Jahres in aller Deutlichkeit herausgestellt: Die Bekenntnisse von ‘pro NRW’ zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung sind ersichtlich unglaubwürdig und taktisch bedingt. Konkret heißt das: ‘pro NRW’ ist gefährlich für die Demokratie in Nordrhein-Westfalen. Getarnt in einem bürgerlichen Gewand und hinter einem unverfänglichen Namen – Bürgerbewegung – versucht sie bewusst, Ängste vor Überfremdung zu schüren und darüber ihre antidemokratische und ausländerfeindliche Ideologie zu transportieren.

Und:

‘pro Köln’ und ‘pro NRW’ werden vom Verfassungsschutz beobachtet, weil bei diesen Gruppierungen tatsächliche Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen vorliegen. Diese tatsächlichen Anhaltspunkte ergeben sich aus einer Vielzahl von Äußerungen in den Infoblättern von ‘pro Köln’ und ‘pro NRW’ sowie durch Artikel, die im Archiv auf deren Internetseiten abgelegt sind, durch Redebeiträge auf Kundgebungen, DVD-Veröffentlichungen, aber auch durch Kontakte zu anderen, teilweise rechtsextremistischen, zumindest aber ausländerfeindlichen Organisationen im Inund
Ausland.


Der Pro-NRW-Rechtsextremismus lässt sich aber auch an den verantwortlichen Funktionären festmachen. Allen voran: Parteiführer Markus Beisicht. Der Leverkusener Rechtsanwalt war Bundesvorsitzender des neofaschistischen Rings Freiheitlicher Studenten, Kreisvorsitzender der Kölner Republikaner und nordrhein-westfälischer Landeschef der rechtsextremistischen Deutschen Liga für Volk und Heimat (bei der er Anfang der neunziger Jahre 1000 Mark Kopfgeld auf eine untergetauchte Asylbewerberin aussetzte), bevor er bei Pro Köln und Pro NRW landete. Im September 2007 nahm Beisicht mit anderen Rechtsextremisten wie etwa Rolf Schlierer (Republikaner), Gerhard Frey (DVU) und Udo Voigt (NPD) in Straßburg an einer gemeinsamen Konferenz teil. Kritischen Nachfragen zu seiner rechtsextremistischen Vergangenheit beantwortet Beisicht grundsätzlich nicht (siehe hier und hier).

Eine ganz ähnliche politische Vita kann auch Beisicht-Kumpel Manfred Rouhs vorweisen. Aktuell ist der mutmaßliche Holocaustleugner Chef des Pro-NRW-Klons Pro Deutschland. Zuvor war er sechs Jahre lang – von 1981 bis 1987 – Mitglied und Funktionär der NPD. Außerdem war er ebenfalls für den Ring Freiheitlicher Studenten, für die Republikanern und schließlich auch für die Deutsche Liga für Volk und Heimat aktiv.

Bei Jörg Uckermann liegt der Fall anders, denn Uckermann hat in der Tat keine Karriere bei den extremen Rechten hinter sich. Das macht den Mann aber keineswegs zum Unschuldslamm. Ganz im Gegenteil: 2009 wurde Uckermann wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte bei einer Veranstaltung von Pro Köln eine junge Frau mit Migrationshintergrund getreten, als diese am Boden lag. Im Juni 2011 wurde Uckermann wegen der Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung zu einer weiteren Geldstrafe verdonnert. Und im März 2012 wurde Uckermann – dieses Mal wegen Beleidigung des grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck, den er als Gauleiter und Müsli-Nazi bezeichnet hatte – erneut zu einer Geldstrafe verdonnert.

Darüber hinaus darf nicht in Vergessenheit geraten, dass zu Pro NRW zahlreiche aktuelle und ehemalige Neonazis gehören, wie zum Beispiel Andreas Molau, Tobias Nass, Nico Ernst und René Emmerich.

Alles klar?

Kommentieren

Christopher von Mengersen geht fremd

Christopher von Mengersen, Kassierer beim Fast-Food-Dealer Burger King und Funktionär der ultrarechten Parteileiche Die Freiheit, geht fremd:

Rechtsextremisten der Splitterpartei Pro NRW haben am Samstag in Bonn mit Protesten gegen den Islam erneut gewalttätige Übergriffe von Anhängern radikaler Salafisten provoziert.


Wie jetzt? Da steht doch Pro NRW! Stimmt. Nur: Sportskamerad von Mengersen war (wie auf diesem Foto zu sehen ist) in Bonn mitten drin unter den Pro-NRW-Hetzern – beziehungsweise mitten drauf (siehe auch hier). Dabei hatte er noch im Januar ganz anders über Pro NRW geurteilt:

Ich möchte ehrlich [...] sein. Ich nehme den Hauptfunktionären der PRO-Bewegung, die früher bei der NPD oder anderen rechtsextremistischen Vereinigungen aktiv waren, ihr nun zur Schau gestelltes Demokratiebewusstsein nicht ab. Ich bin der Auffassung, dass jemand, der bei der NPD einen Funktionärsposten bekleidet hat, das Weltbild dieser Partei auch zur Gänze teilt. Eine Weltanschauung lässt sich nicht so einfach ablegen, das zeigt sich auch bei den Erben der SED. Da ich jedwede Form des politischen Extremismus gleichermaßen ablehne, halte ich Abstand zur PRO-Bewegung. [...] Ich zweifle stark an ihrer demokratischen Gesinnung. Moralisch kann ich daher eine Kooperation mit PRO nicht verantworten.

Quelle: http://www.freiheitlich.me/?p=6708

Köstlich, nicht?

Kommentieren

Vielen Dank an Bloggeramnesty für den Hinweis.

Nicht beleidigend

Es ist schon ziemlich eigenartig, wie das erzkatholische Kölner Domradio die wiederholten gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der rechtsextremistischen Splitterpartei Pro NRW und schwerkriminellen radikalislamistischen Salafisten sieht:

Eine anti-islamische Kundgebung von Pro NRW hat erneut Auseinandersetzungen provoziert. In Bonn eskalierte die Situation, als Rechtspopulisten islamkritische Karikaturen zeigten. ‘Was durch Pro NRW geschieht, ist eine gezielte Beleidigung des Propheten’, bewertet Elisabeth Thissen, Islambeauftragte des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel.


Das ist – mit Verlaub – Unfug der gröbsten Sorte. Die Pro-NRW-Karikaturen sind schlicht und einfach dämlich und demonstrieren damit nur einmal mehr die völlige Intelligenzallergie der fanatischen Muslimenhasser. Sie beleidigen den islamischen Propheten jedoch in keiner Weise. Für mich sind die Zeichnungen gerade noch von der Meinungsfreiheit gedeckt. Das muss jeder aushalten können. Ich bestreite zwar keineswegs, dass Pro NRW mit den strunzdummen Kritzeleien um jeden Preis provozieren will, aber wer sich von so einem Müll auffallend bereitwillig provozieren lässt, der hat selbst nicht alle Tassen im Schrank. Die tumben Salafisten sind genauso wenig Opfer wie die scheinheiligen Pro-Krakeeler. Beide legen es gleichermaßen auf Eskalation an.

Daraus sollte man endlich die längst überfälligen Konsequenzen ziehen: Öffentliche Kundgebungen müssen mit Verboten belegt werden – und zwar auf beiden Seiten.

Kommentieren

Mahn sprichd niechd Toidsch

In einen kurzen 140-Wörter-Text gleich 8 Fehler einzubauen – wem gelingt das wohl? Genau – den Legasthenikern des rechtsradikalen Bürgerhäufchens Elend Pro NRW:

Quelle: http://www.pro-nrw.eu

Kommentieren

Fanpost (54)



Oh Allah Herr, schmeiß’ Hirn runter!

Noch mehr Fanpost? Bitte hier klicken.

Kommentieren

Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Die Älteren unter uns werden die Sendung noch kennen: Vorsicht Falle! Unter diesem Titel warnte Eduard Zimmermann zwischen 1964 und 1997 im ZDF insgesamt 161 mal vor Trickbetrügern – vor Neppern, Schleppern und Bauernfängern:



Auch 15 Jahre nach dem Ende der populären Sendereihe ist der Trickbetrug leider nicht ausgestorben. Aktuell muss vor der sogenannten PI-Masche gewarnt werden:

DDos-Angriffe legen erneut PI-Server lahm

Liebe Leser, wegen erneuten DDoS-Attacken auf den Server von PI waren wir von Donnerstag Nachmittag an leider nicht erreichbar. Die PI-Techniker haben die ganze Nacht an der Lösung der Probleme gearbeitet und den Server um 6 Uhr wieder ans Laufen gebracht. Um solche ärgerlichen Ausfälle in Zukunft zu vermeiden, müssen wir unsere Web-Performance entsprechend aufrüsten. Wir starten deshalb in Kürze – wie bereits beim letzten DDoS-Angriff angekündigt – eine breit angelegte Spendenaktion, um den Defender-Service finanzieren zu können und hoffen dabei auf Ihre Unterstützung.

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/05/ddos-angriffe-legen-erneut-pi-server-lahm

Natürlich finden weder die angeblichen Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) statt, noch wird das ergaunerte Geld in wirksame Schutzmaßnahmen investiert. Es werden damit auch keine offenen Providerrechnungen bezahlt. Vielmehr fließen die kriminellen Spendeneinnahmen direkt in die Taschen der Autoren des rechtsradikalen Hass- und Hetzblogs Politically Incorrect (PI).

Sachdienliche Hinweise nimmt jedes Polizeirevier entgegen.

Kommentieren

Hu|mor, überlegene Heiterkeit, heitere seelische Gelassenheit

Man erkennt es nicht sofort, aber der folgende Spot mit Hollywood-Schauspieler Ashton Kutcher will tatsächlich für Chips werben:



In einer Welt, in der Produktwerbung in neun von zehn Fällen einfach nur peinlich ist, freut man sich natürlich über eine solch überaus gelungene witzige Kreativarbeit. Es sei denn, man muss sein verkniffenes Dasein ohne jeden Humor fristen:

Etliche Internetnutzer kritisierten die Szenen mit Raj in Online-Foren als rassistisch.

Und nein, auch das habe ich mir nicht ausgedacht. Die meinen das tatsächlich ernst. Todernst.

Kommentieren

Unser täglich Semken gib uns heute

Ich wünsche mir eine Welt, in der es Geldscheine vom Himmel regnet. Ich wünsche mir eine Welt, in der Rosinenschnecken an den Bäumen wachsen. Ich wünsche mir eine Welt, in der die Mädels bei mir Schlange stehen, um sich von mir … bekochen zu lassen.

Keine Sorge, ich habe nichts geraucht, nichts getrunken, und auch sonst bin ich bei klarem Verstand. Natürlich weiß ich, dass keiner meiner Wünsche in Erfüllung gehen wird. Naja, abgesehen vom letzten. Vielleicht. Auf jeden Fall mache ich mir nur Hartmut Semkens kleine Parallelwelt zu eigen. Der Berliner Oberpirat hat neuerdings nämlich Visionen. Und zwar Visionen von der Art, für die Helmut Schmidt den Besuch eines Arztes dringend empfiehlt:

In so einer utopischen Nicht-Herrschaft übt also niemand Macht über einen anderen Menschen aus. Das ist nicht dasselbe wie keine Macht zu haben. Es ist die noch schwierigere Variante: Macht haben aber nicht benutzen.

Freiwillig. Aus ganzem Herzen.

In so einer utopischen Gesellschaft wären

- Menschen frei: alle Handlungsoptionen stünden offen
- keine Gesetze vorhanden
- keine die Gesetze durchsetzende Staatsgewalt vorhanden

Wo niemand etwas schlechtes tut – wohlgemerkt aus innerem Antrieb, nicht aus Zwang oder Angst – da muss auch niemand bestraft werden: ein Strafsystem inklusive Judikative und Exekutive wäre absurd.

Die Tatsache, dass mit realen Menschen diese Idealvorstellung wohl nicht zu erreichen ist, erkenne ich gern an.


Warum dann aber das ganze Geseier?

Aus der Unerreichbarkeit folgern einige, dass man diese Utopie fliehen muss, dass man davon möglichst weit weg kommen muss.

Diese Folgerung lehne ich ab. Ich will lieber näher ran.

Wenn du geschwiegen hättest, so wärest du ein Philosoph geblieben, sagte Boëthius einmal. Würde Semken schweigen … Nein, das ist jetzt wirklich völlig utopisch.

Kommentieren

PI lügt (246)

Wenn man immer nur den rechtsradikal-islamophoben Dreck der politisch inkorrekten (PI) Gewohnheitslügner konsumiert, dann kommt irgendwann so etwas dabei heraus:

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/04/ehrenmord-bruder-hat-arzu-ozmen-erschossen

Das verlinkte Video wurde inzwischen zwar gelöscht, aber zu sehen war darin ein entsetzlicher Vorfall, der sich vor einigen Jahren im kenianischen Kisii ereignet hat und bei dem mehrere Frauen wegen angeblicher Hexerei bei lebendigem Leib verbrannt worden waren. Mit dem Islam hatte das Ganze allerdings gar nichts zu tun – ganz im Gegenteil.

Noch mehr PI-Lügen gibt es hier.

Kommentieren

Vielen Dank an schlammungeheuer für den Hinweis.