Lasst uns mal darüber reden
Eines muss man Thilo Sarrazin lassen: Er weiß, wie er die eigene Partei dazu bringt, sich selbst der Lächerlichkeit preiszugeben. Vor einigen Tagen spendete Sarrazin der Neukoellner SPD 5000 Euro – und dabei hat sich der sozialdemokratische Desintegrierer durchaus etwas gedacht, denn Neukoelln ist jener Berliner Stadtteil, in dem der politisch eher grobmotorisch veranlagte Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky sein gelegentlich doch reichlich xenophobes Unwesen treibt. Wie aber hat die Berliner SPD nun auf die Großzügigkeit ihres in der Partei nicht wirklich geliebten Mitglieds reagiert? Genau:
Sie hat erstmal einen öffentlichen Gesprächskreis gebildet.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Manchmal. Hat sich bis zur SPD aber noch nicht herumgesprichen.
