Archiv der Kategorie ‘Gewalt‘

 
 

Der Rechtsstaat ist der Gewinner

Seit fünf Verhandlungstagen wird dem norwegischen Massenmörder Anders Behring Breivik der Prozess gemacht. Für Breivik mag diese Verhandlung das eigentliche Ziel seines blutrünstigen Treibens gewesen sein, als er im Juli des vergangenen Jahres in Oslo und Utøya 77 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer kaltblütig hinrichtete, denn hätte er sich vor neun Monaten einfach erschießen lassen, als Polizei und Sicherheitskräfte vor Ort endlich eingriffen, dann würde er seine Opfer jetzt nicht noch einmal verhöhnen können. Doch eine Gesellschaft, die sich demokratischen und rechtsstaatlichen Prinzipien verpflichtet fühlt, hat keine andere Wahl. Sie muss Breivik die Möglichkeit geben, sich zu verteidigen, auch wenn es nichts zu verteidigen gibt. Selbst für Breivik gilt die Unschuldsvermutung, die jeder Angeklagte für sich in Anspruch nehmen darf, bis er rechtskräftig verurteilt ist. Natürlich ist Breivik nicht unschuldig, aber das sind nun einmal die Spielregeln, die man unter keinen (!) Umständen brechen darf.

Umso mehr hat mich in der ersten Prozesswoche beeindruckt, wie das Osloer Gericht, die beiden Staatsanwälte und auch Breiviks Verteidiger mit der bedrückenden Situation umgehen. Sie stellen die richtigen Fragen – und sie lassen Breivik reden, damit er sich selbst als schwer gestörten Soziopathen entlarven kann. Es mag sein, dass Breivik das völlig anders wahrnimmt, aber darauf kommt es nicht an. Es zählt nur die redliche Absicht, ihn in einer einwandfreien Verhandlung für das zur Verantwortung zu ziehen, was er seinen unschuldigen Opfern und deren Angehörigen angetan hat. Dass Breiviks menschenverachtende Aussagen besonders für die Überlebenden und die Familien der Getöteten schier unerträglich sind, liegt auf der Hand, aber auch sie unterstützen dieses Verfahren einschließlich der Art und Weise, wie es geführt wird. Das verdient höchste Anerkennung, jede Menge Respekt und tief empfundenes Mitgefühl.

Eines hat die erste Woche allerdings auch gezeigt: Breiviks scheinideologische Rechtfertigung – der bewaffnete Kampf gegen die multikulturelle Gesellschaft zum Wohle des Abendlands – ist wie alles andere bei ihm nur aufgeblasenes Geschwätz, das nicht einmal im Ansatz irgendeine Stichhaltigkeit aufweist. Das bedeutet zwar keineswegs, dass Breivik Ausländer, Muslime und Linke nicht hasst, aber Breivik hat in Wahrheit nicht aus diesem Grund zigfach gemordet. Vielmehr ist es seine unheilbare narzisstische Persönlichkeitsstörung, die ihn angetrieben hat und die ihn nach wie vor antreibt. Breivik ist geradezu der Prototyp eines krankhaften Narzissten. Aus einem wahnhaften Gefühl der Überlegenheit heraus fühlte er sich in seiner vermeintlichen Allmacht regelrecht dazu genötigt, 77 Menschen gnadenlos abzuschlachten. Er, Breivik, hat sich heldenhaft für Norwegen geopfert, weil nur er diesen grausamen, aber notwendigen Job erledigen konnte. So und nicht anders sieht Breivik das. Folgt das Gericht dem zweiten psychiatrischen Gutachten, das Breivik trotzdem für zurechnungs- und damit für schuldfähig hält, wird er lebenslang ins Gefängnis müssen. Für Breivik wäre das die größtmögliche Gerechtigkeit, die ihm in einem Rechtsstaat widerfahren kann.

Und noch etwas war in der ersten Verhandlungswoche sehr auffällig – nämlich das laute Schweigen der gesamten muslimhassenden Szene hierzulande. Man hat überhaupt nichts zu sagen zu den 77 Morden Breiviks, obwohl der sich doch genau damit zu rechtfertigten versucht, wofür insbesondere das rechtsradikale Hass- und Hetzblog Politically Incorrect (PI) steht – woraus man dort unmittelbar nach den Anschlägen in Norwegen auch keinen Hehl machte:

Am 29. Oktober 2010 war sein [Breiviks] letzter Blogeintrag. Was er schreibt sind großenteils Dinge, die auch in diesem Forum stehen könnten.

Quelle: http://www.pi-news.net/2011/07/fall-anders-b-eine-konservative-katastrophe

Das Einzige, was Breivik und PI (noch) unterscheidet, ist der Umstand, dass Breivik seine Gewaltfantasien bereits in die Tat umgesetzt hat. Dass dieselben brandgefährlichen Gewaltfantasien bei PI und in dessen militantem Umfeld jedoch in gleichem Maße existieren, dafür ist Karl-Michael Merkle alias Michael Mannheimer lediglich ein Beispiel von vielen.

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Jung, blond, deutsch sucht …

Ich weiß nicht, wer dieses Mädel

Videoshot: tv2.no

ist und was sie dazu gebracht hat, sich als Groupie des norwegischen Massenmörders Anders Behring Breivik zu outen, aber sicher scheint immerhin zu sein, dass die Dame aus Stuttgart stammt – nein, ich kenne sie trotzdem nicht – und der Polizei auch schon bekannt ist.

Da sind zweifellos nicht nur die Haare blond.

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PI und der ‘intelligente’ Massenmörder

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/04/videos-ludwigshafen-reden-diskussionen

Ja, dieser Anders Behring Breivik ist schon ein toller Hecht. Für politisch inkorrekte (PI) Massenmörderanbeter.

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Vielen Dank an pepa für den Hinweis.

PI schrumpft Deutschland auf

Sie können ja schon witzig sein, die politisch inkorrekten (PI) Flitzpiepen. Naja, irgendwie. Und auch nicht freiwillig:

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/04/96-jahrige-fahrt-auf-lkw-auf-und-stirbt

Genau. Schrumpfen wir Deutschland gesund. Von derzeit gut 80 Millionen auf künftig nur noch 50 Milliarden Einwohner.

Weniger lustig ist dagegen die bedenklich nachlassende Sehschärfe des durchschnittlich gesinnungsblinden PI-Autors (mit Dank an pepa für den Hinweis):

Die Medien berichten weltweit von angeblich überzogener Härte israelischer Soldaten gegen pro-palästinensische Demonstranten. Ein israelischer Soldat, der einen dänischen Demonstranten schlug, wurde inzwischen vom Dienst suspendiert. Doch mittlerweile sickern immer mehr Informationen durch, dass die ‘Friedenstauben’ auch bewaffnet gewesen sein sollen.

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/04/israel-dresche-fur-europaische-antisemiten

Der ultimative Beweis für die Behauptung im letzten Satz sieht dann so aus:

Das ist aber selbst einem handelsüblichen PI-Groupie zu peinlich:

#9 sgv (17. Apr 2012 16:40)

sorry,
normalerweise finde ich ja alles gut und richtig was hier veröffentlicht wird. besser gesagt, DASS es hier gezeigt wird.

ABER DAS AUF DEM BILD IST KEIN MESSER SONDERN EHER EINE ZIGARETTE!

DIESE DARSTELLUNG IST NIVEAULOS

Rauchen gefährdet die Gesundheit. Da ist schon was dran.

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Was von Breivik übrig bleiben wird

Der Tag wird kommen. Der Tag, an dem das Urteil über Anders Behring Breivik gesprochen wird. Anschließend wird man ihn wegsperren. Entweder ins Gefängnis oder in die Psychiatrie. Er wird nie mehr im Mittelpunkt des Interesses stehen. Er wird sich nie mehr öffentlich aufblasen dürfen. Vielleicht wird er sogar erfahren, was lebenslange Haft wirklich bedeutet.

Wenn die Zeit mit jedem Tag hinter dicken Gittern immer langsamer zu vergehen scheint. Wenn ihm bewusst wird, dass ihn die ständige Einsamkeit auch noch um den winzigen Rest seines unheilbar kranken Verstandes bringt.

Wenn ihm bewusst wird, wie völlig sinnlos er auch sein eigenes Leben weggeworfen hat. Wenn er merkt, dass seine feigen Mordtaten genau das Gegenteil dessen bewirkt haben, was er dadurch eigentlich erreichen wollte. Wenn ihm klar wird, dass man Freiheit und Demokratie nicht umbringen kann und dass nicht er gewonnen hat, sondern seine wehrlosen Opfer und die offene Gesellschaft an sich, die er so fanatisch hasst.

Anders Behring Breivik wird sich irgendwann mit all diesen Wahrheiten schonungslos konfrontiert sehen. In diesem Moment der Erkenntnis wird er sich eingestehen, dass er ein erbärmlicher Verlierer ist. Dann wird er sich nichts mehr wünschen, als tot zu sein.

Dabei ist er das doch längst. Er hat es nur noch nicht begriffen.

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Auch der PI-Hund kläfft, wenn er getroffen ist

Dass sich Anders Behring Breivik und die politisch inkorrekten (PI) Massenmörderversteher ideologisch sehr nahe stehen, ist weder unwahr noch ein Geheimnis. Schon kurz nach Breiviks Terroranschlag – um nur ein typisches Beispiel dafür zu nennen – ergriff PI-Autor und Volksverhetzer Karl-Michael Merkle alias Michael Mannheimer ganz offen Partei für den rechtsextremistischen Gewalttäter, der im Juli des vergangenen Jahres in Oslo und Utøya 77 zumeist jugendliche Menschen kaltblütig hinrichtete und zahlreiche weitere Opfer an Körper und Seele verletzte. Es ist schon deshalb absolut legitim, dass die Berliner Zeitung PI aus Anlass der Prozessauftakts gegen Breivik in einem Atemzug mit dem soziopathischen Linken- und Muslimenhasser nennt.

Die verlogene Antwort von PI in Form einer heulsusigen kewil-Artikelattrappe ließ natürlich nicht lange auf sich warten:

Dumont-Drecksjournaille zu PI und Breivik

Die linken Gossenjournalisten des Dumont-Verlags haben wieder zugeschlagen. Anlässlich des heute startenden Breivik-Prozesses hat die Berliner Zeitung unter dem Titel ‘Neue Rechte’ ein ‘Dossier’ eingerichtet! Dabei werden der Killer Breivik und PI hinterhältig vermixt. PI und Massenmord ist eins!

[...]

Mit den linken Lumpen der Dumont-Journaille diskutieren wir gar nicht.

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/04/dumont-drecksjournaille-zu-pi-und-breivik

Und:

Am rechten Rand stehen dazu ein paar extra Lügen über PI.

Eine dieser angeblichen (!) Lügen lautet:

Als im Dresdener Landgericht die schwangere Ägypterin Marwa er-Sherbini erstochen wurde, jubilierte ein PI-Nutzer über den Tod der ‘verschleierten Kopftuchschlampe’ – ‘und noch dazu ein Moslem im Bauch weniger!’

Und das war noch lange nicht alles, was sich PI in diesem Zusammenhang an unfassbaren Entgleisungen leistete.

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‘Hochgradig unangenehm’

Über Karl-Michael Merkle alias Michael Mannheimer hat Nina Plonka im Stern-Blog eine kurze Geschichte geschrieben, der nichts hinzuzufügen ist:

Islamhasser mit Geldsorgen

Dass Merkle-Mannheimer immer noch nichts dazu gelernt, beweist auch ein aktueller Artikel in seinem Blog (Link: http://michael-mannheimer.info/2012/04/08/als-lehre-von-stuttgart-aarhus-und-frankfurt-zerschlagt-die-antifa), in dem er erneut einen unverblümten und unmissverständlichen Gewaltaufruf veröffentlicht.

Nun gut – dann werden seine Geldsorgen eben noch größer.

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Vielen Dank an schlammungeheuer für den Hinweis.

PI will Breivik lieber doch nicht verurteilt sehen

Ein weiteres psychiatrisches Gutachten hat den norwegischen Massenmörder Anders Behring Breivik im juristischen Sinne für uneingeschränkt zurechnungsfähig erklärt. Das erste Gutachten hatte ihm während der Begehung seiner Taten noch eine paranoide Schizophrenie bescheinigt. Für die Verhandlung gegen Breivik sind beide Untersuchungsergebnisse relevant. Es liegt nun im Ermessen des Gerichts, welchem Gutachten es Glauben schenkt. Im Falle einer Verurteilung drohen Breivik bis zu 21 Jahren Haft. Im Urteil kann zusätzlich auch die anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet werden.

Für den politisch inkorrekten (PI) Terroristenversteher kewil ist das Ergebnis des zweiten Gutachtens natürlich ein Skandal:

Dabei müßte jedem klar sein, daß kein normaler Mensch in Friedenszeiten 70 oder 80 Menschen erschießt. Aber im Kampf gegen Rechts muß das Recht gebeugt werden, egal wie.

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/04/breivik-zurechnungsfahig-na-und

Aber immerhin:

Dabei ist die ganze Anstrengung für die Katz. Ob Breivik zurechnungsfähig ist oder nicht, spielt absolut keine Rolle. Die von Linken eingerichteten norwegischen Knäste und Anstalten haben alle den Standard eines deutschen Fünfsterne-Hotels. Die Unterbringung ist besser als im Adlon. Also könnte sich die deutsche Gaga-Presse wieder abgeilen, wenn sie Hirn hätte. Hat sie aber nicht!

Aus dem Kommentarstrang des mutmaßlich unter erheblichem Alkoholeinfluss zustande gekommenden Beitrags:

#8 Nationalliberaler87 (10. Apr 2012 19:15)

Hätte Breivik die jetzigen Missetäter in Norwegen erschossen, könnte man das unter verdiente Strafe für Hochverrat ablegen. Da er aber potenziell zukünftige Missetäter getötet hat, ist er zu verachten, da keiner der getöteten Kinder Verantwortung für den Jetztzustand trägt. Deswegen shame on you Breivik.

#13 europath (10. Apr 2012 19:19)

Nach Breivik Denke leben wir eben nicht in Friedenszeiten.
Und deshalb ist die Tötung des linken Volksverräters legitim.
Als mitfühlender und vernunftbegabter Mensch kann man das nicht gutheißen. Aber verstehen kann man es.

#42 Demokedes (10. Apr 2012 19:44)

Natürlich ist Breivik im Grundsatz zurechnungsfähig. Was den sonst? Er hat sich über die Islamisierung in seinem Land und über die Politiker, die das zulassen und sogar fördern, aufgeregt. Das ist legitim. Dann aber muss er Aussetzer gehabt haben. Kein normaler Mensch geht so wie er emotionslos auf Kinder und Jugendliche zu, und knallt sie gnadenlos ab. DAS IST NICHT NORMAL!

Es kommt ja nicht selten vor, das sonst ganz normale und zurechnungsfähige Menschen auf einmal durchdrehen. Sozusagen einen Blackout haben. Ich denke, so ähnlich war es bei ihm.

Die norwegische Regierung sollte bei aller gerechtfertigten Schuldzuweisung an Breivik auch mal an die eigene Nase fassen.

#58 Loewental (10. Apr 2012 20:04)

Aus seinem Verhalten,sollte man die richtigen Lehren ziehen, das aber würde Maßnahmen erfordern,die unangenehm sind.Dann lieber doch für “bekloppt” erklären und Ruhe ist.

# 82 5to12 (10. Apr 2012 21:40)

breivik ist ein ‘markstein’ der aktuellen zeitgeschichte.
niemand kann dulden, was er getan hat.
aber niemand kann seine motive verleugnen.

[...]

aber ich denke: eine saubere analyse geht nicht ohne bezug zur aktuellen realität.

Das ist nur eine kleine Auswahl und zeigt einmal mehr, dass sich PI auch neun Monate nach Oslo und Utøya schwer tut, sich ohne wenn und aber von einem Terroristen zu distanzieren, der 77 überwiegend jugendliche Menschenleben auf dem Gewissen hat.

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Wer hat Angst vor dem bösen Kapuzenmann?

Warum wurde Trayvon Martin von George Zimmerman ermordet? Fox-News-Moderator Geraldo Rivera macht den Kapuzenpulli, den Martin trug, für den gewaltsamen Tod des 17-jährigen schwarzen Jungen verantwortlich, denn:

‘Du willst ein Möchtegern-Gangsta sein? Dann werden die Leute dich als Bedrohung wahrnehmen. Das passiert dann eben. Es ist eine sofortige Reflexhandlung’, [...].


Wer Kapuze trägt, ist also ein Gangsta. Basta. Zum Beispiel Geraldo Rivera. Oder E.T., Justin Timberlake, Justin Bieber, Marc Zuckerberg und sogar – die dunkle Seite der Macht war wirklich sehr stark in ihm – Obi-Wan Kenobi.

Ob Rivera auch diese Herren meinte, ist dagegen noch unklar.

Geraldo Rivera: Blame The Hoodie For Trayvon Martin’s Death (Video)

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Vielen Dank an Provokateur für den Hinweis.

Du kommst aus dem Gefängnis frei

In Florida ist es gesetzlich erlaubt, Menschen auf offener Straße umzubringen, um sich oder andere vor Verrat, Mord, Totschlag, sexueller Nötigung, Autodiebstahl, Einbruchdiebstahl, Raub, Einbruch, Brandstiftung, Entführung, gefährlichen Angriffen, gefährlicher Körperverletzung, gefährlichem Stalking, Flugzeugentführung, ungesetzlichem Werfen, Platzieren oder Entladen zerstörerischer Geräte oder Bomben und jedem anderen Verbrechen, das die Benutzung oder Drohung physischer Gewalt beinhaltet, zu schützen. Eingeführt wurde das sogenannte Stand-your-Ground-Gesetz vor sieben Jahren unter maßgeblicher Beteiligung der Waffenlobbyorganisation National Rifle Association (NRA) vom damaligen republikanischen Gouverneur und Präsidentenbruder Jeb Bush. Ähnliche Gesetze gibt es mittlerweile in 21 US-Bundesstaaten.

Trayvon Martin hatte weder ein Verbrechen begangen noch hatte er vor, eines zu begehen, als er vor vier Wochen von George Zimmerman erschossen wurde. Nichts deutete darauf hin, dass der 17-jährige schwarze Junge ein Gefahr darstellte, als er auf seinen 28-jährigen Latino-Henker traf. Martin hatte sich in einem Laden Eistee und Bonbons besorgt. Auf dem Nachhauseweg nahm er eine Abkürzung durch die bewachte Wohnanlage Retreat at Twin Lakes im 50000-Einwohner-Ort Sanford, wo der freiwillige Hilfscop Zimmerman begann, sein unschuldiges Opfer grundlos zu verfolgen. Schließlich trafen die beiden aufeinander, es kam zu einem Handgemenge. Dann zog Zimmerman seine 9-Millimeter-Pistole und schoss aus kürzester Distanz auf Martin. Trayvon Martin war sofort tot.

Ein klarer Fall, sollte man meinen. Aber die Polizei in Sanford sah das ganz anders. George Zimmerman habe in verständlicher Notwehr gehandelt, es gebe keinen Grund, gegen den Schützen zu ermitteln. So wurde aus dem Täter Zimmerman das Opfer Zimmerman. Allerdings hatten die Ermittler nicht mit der Gegenwehr von Martins Eltern gerechnet. Die veröffentlichten im Internet eine Petition, die eine Anklage gegen Zimmerman forderte. So kamen innerhalb eines Monates Hunderttausende Unterschriften zusammen. Diesem Druck musste sich die Staatsanwaltschaft letzten Endes beugen. Nun soll eine Grand Jury entscheiden, ob sich George Zimmerman vor Gericht verantworten muss.

Vielleicht war seine Du-kommst-aus-dem-Gefängnis-frei-Karte doch nicht so sicher, wie das Gesetz es ihm suggerierte.

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