Archiv der Kategorie ‘Peinlich‘

 
 

Irren ist peinlich

Die Erde ist hohl.

Edmond Halley, englischer Astronom (1656-1742)

Was, bitte sehr, veranlasst Sie zu der Annahme, dass ein Schiff gegen den Wind und gegen die Strömung segeln könnte, wenn man nur ein Feuer unter Deck anzünde? Bitte entschuldigen Sie mich. Ich habe keine Zeit, um mir so einen Unsinn anzuhören.

Napoleon Bonaparte (1769-1821)

Atomenergie läßt sich weder zivil noch militärisch nutzen.

Nikola Tesla, amerikanischer Physiker (1856-1943)

Wer in drei Teufels Namen will schon Schauspieler sprechen hören?

Harry Morris Warner (1881-1958), Mitgründer des Filmstudios Warner Brothers im Jahr 1927

Ich bin überzeugt, dass weltweit ein Bedarf nach nicht mehr als 5 Computern besteht.

Thomas J. Watson (1874-1956), Präsident von IBM im Jahr 1943

Das ist die Gelegenheit, schon jetzt einen vorgezogenen Nachruf auf die Helden von Bits und Bytes, die Kämpfer für 0 und 1 zu formulieren. Denn, liebe ‘Netzgemeinde’: Ihr werdet den Kampf verlieren. Und das ist nicht die Offenbarung eines einsamen Apokalyptikers, es ist die Perspektive eines geschichtsbewussten Politikers. Auch die digitale Revolution wird ihre Kinder entlassen. Und das Web 2.0 wird bald Geschichte sein. Es stellt sich nur die Frage, wie viel digitales Blut bis dahin vergossen wird.

Denn es ist Aufmerksamkeit geboten. Auch wenn das Web 2.0 als imaginäres Lebensgefühl einer verlorenen Generation schon bald Geschichte sein mag, so hat es allemal das Zeug zum Destruktiven. Wenn wir nicht wollen, dass sich nach dem Abzug der digitalen Horden und des Schlachtennebels nur noch die ruinenhaften Stümpfe unserer Gesellschaft in die Sonne recken und wir auf die verbrannte Erde unserer Kultur schauen müssen, dann heißt es, jetzt wachsam zu sein.

[...]

Nicht weil Bits und Bytes aus sich heraus wie kleine Pacmans an den Ideen und Idealen unserer bürgerlichen Gesellschaft knabbern würden. Nein, es sind die Menschen, die hinter den Maschinen sitzen und eine andere Gesellschaft wollen. Die die totale Freiheit apostrophieren und damit letztlich nur den ‘digitalen Totalitarismus’, wie es Jaron Lavier genannt hat, meinen. Es ist eine unheilige Allianz aus diesen ‘digitalen Maoisten’ und kapitalstarken Monopolisten, die hier am Werk ist. Auch wenn sie sagen, sie seien die Guten – nur weil man sagt, man sei gut, ist man es noch lange nicht.

Nun haben Wikipedia und Google in den letzten Tagen ihren starken Arm gezeigt. Doch Googles und Wikimedias dieser Welt, lasst euch zurufen: Auch wenn Wikipedia für einen Tag ausgeschaltet ist und Google Zensurbalken trägt, ist das nicht das Ende des Wissens der Menschheit. Welche Hybris! Lasst euch gesagt sein: Das Wissen und vor allem die Weisheit der Welt liegen immer noch in den Köpfen der Menschen. Also, Bürger, geht auf die Barrikaden und zitiert Goethe, die Bibel oder auch Marx. Am besten aus einem gebundenen Buch!

[...]

Und offensichtlich sind Narzissmus und Nerdzismus Zwillinge. Natürlich soll niemandem verboten werden, via Twitter seine zweite Pubertät zu durchleben. Nur sollte man das nicht zum politischen Programm erheben. Jetzt haben wir noch die Zeit, diesem Treiben Einhalt zu gebieten.

Ansgar Heveling (CDU), analog tickender Bundestagshinterbänkler (*1972)

Ansgar Heveling ist ganz bestimmt nicht von gestern.

Der Mann ist von vorgestern.

Fremscham lass’ nach.

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ARD: Man muss eben Prioritäten setzen

Eigentlich hatte Sebastian Edathy (SPD), Chef des NSU-Untersuchungsausschuss im Deutschen Bundestag, am späten Donnerstagabend schon etwas vor. Eigentlich. Doch daraus wurde nichts. Wegen Rudi Assauer:

Sehr schön: War für morgen zum Thema Rechtsextremismus in die Talkshow ‘Beckmann’ der ARD eingeladen. Heute erhalte ich die Nachricht, ‘aus aktuellem Anlass’ wolle man stattdessen das Thema Alzheimer behandeln. Glaube manchmal, bei der Relevanz des Themas Rechtsextremismus haben etliche Medien bisweilen Alzheimer …

Quelle

Dass Assauers Erkrankung tatsächlich der Absagegrund war, ist auf der Beckmann-Website nachzulesen:

Das Schicksal von Ex-Schalke-Manager Rudi Assauer rückt eine Volkskrankheit ins öffentliche Bewusstsein: Rund 1,3 Millionen Deutsche leiden an Demenz, die häufigste Form ist die Alzheimer-Erkrankung.

Das muss man schon verstehen. Die Redaktion hätte sich eine Woche später wohl nicht mehr an das Thema erinnert.

Die ausgefallene Sendung soll übrigens am 15. März nachgeholt werden. Falls nicht noch ein Promi dement wird.

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Erika Steinbach, die Nazi-Relativiererin

Dass Erika Steinbachs Bild des Nationalsozialismus vor absurden Geschichtsklitterungen nur so strotzt, ist nicht neu. Insofern ist es auch keine Überraschung, was Steinbach gestern twitterte:

Die NAZIS waren eine linke Partei. Vergessen? NationalSOZIALISTISCHE deutsche ARBEITERPARTEI …


Als Kronzeugen für diesen geschichtsklitternden Quatsch benannte Steinbach anschließend unter anderem die Nazis selbst. Weil die es ja so mit der Wahrheit hatten. Das Dumme daran ist nur, dass auch Steinbach der historischen Wahrheit nicht entgehen kann: Es gab innerhalb der NSDAP unter Otto und Gregor Strasser zwar tatsächlich einen sozialistischen Flügel, doch der trennte sich bereits im Juli 1930 von der Partei, nachdem Hitler klargemacht hatte, dass er die NSDAP als faschistische und nicht etwa als sozialistische Organsisation verstanden wissen will. Es gibt auch einen klaren Unterschied zwischen dem, was die braunen Schergen gelegentlich nach außen hin postulierten und dem, was die NSDAP wirklich war und wollte. Und Steinbach weiß das – was ihr Gezwitscher noch schlimmer macht, als es ohnehin schon ist.

Die Frau ist einfach nur unfassbar dumm. Schaden wird ihr das aber nicht. Sie hat ja schon lange nichts mehr zu verlieren.

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‘kewil’ allein in Spanien

Nachdem ja spätestens seit gestern allgemein bekannt sein dürfte, dass der politisch inkorrekt (PI) gewordene Jähzorn namens kewil derzeit in Spanien weilt und auch dort ganz offensichtlich nichts Besseres zu tun hat, als seine permanent miese Laune an allem und jedem auszulassen, hätte die – vorsichtig ausgedrückt – nicht gerade linke Preußische Allgemeine Zeitung (PAZ) eigentlich damit rechnen müssen, von der legitimen Reinkarnation Alfred Tetzlaffs eimerweise mit Gülle überschüttet zu werden – nachdem das Blatt PI aufgefordert hatte, das längst abgelaufene PAZ-Werbebanner von der Seite der rechtsradikalen Hassprediger zu entfernen. Für kewil ist ein solches Ansinnen nämlich noch schlimmer als der gemeinste Vaterlandsverrat. Mindestens.

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/02/ostpreusenblatt-nicht-bei-neuen-rechten

Wovon kewil allerdings nicht einmal albträumte, ist die zumindest für interessierte Außenstehende höchst amüsante Tatsache, dass ihm die PAZ dafür anschließend kräftig den Hintern versohlt hat:

#37 Preussische Allgemeine (01. Feb 2012 13:08)

Leider verfährt PI-News in der Reaktion auf die Abschaltung der PAZ-Werbung auf der PI-Seite in der gleichen, grob polemischen Art, mit der hier leider allzu oft wertvolle Themen und richtige Gedanken in ein völlig unangemessenes Licht getaucht und damit angreifbar gemacht werden. Insbesondere ‘kewil’ gefällt sich offenbar darin, berechtigte Kritik derart grobschlächtig zu formulieren, dass es interessierten Kreisen leichtfällt, von ‘Hetze’ zu reden. Nun wird die PAZ von einem Moment zum anderen als konformistisches Mainstream-Blatt denunziert. Warum? Weil die PAZ in einer Erklärung verlauten lässt, dass sie für Pluralismus, Liberalismus und Universalismus einsteht.

Pluralismus und Liberalismus stehen vor allem für Vielfalt und Freiheit der Meinungen. Universalismus heißt, dass die grundlegenden Menschenrechte überall zu gelten haben, also beispielsweise auch, dass man Menschenrechtsverletzungen nicht etwa mit Hinweis auf gewisse religiöse Befindlichkeiten geduldet werden können.

Die PAZ distanziert sich von dem, was ‘Wikipedia’ unter dem schwammigen Begriff ‘Neue Rechte’ zusammenfasst.

Schon früher hat ‘kewil’ die PAZ unsachlich attackiert (‘naiv’). Dabei hatte er es nicht für nötig befunden, die PAZ-Redaktion zuvor wenigstens um Stellungnahme zu bitten. Nun also ein öffentlicher Frontalangriff mit dem erkennbaren Ziel, der PAZ möglichst großen Schaden zuzufügen. Und derselbe ‘kewil’ beschwert sich im gleichen Atemzug über die mangelnde Solidarität der PAZ.

Dabei scheut er auch offenkundige Unwahrheiten und verleumderische Zwischentöne nicht. So behauptet er, dass Klaus Rainer Röhl nicht mehr für die Zeitung schreibe, was schlicht falsch ist. Röhl schreibt nach wie vor für die PAZ. Dann schreibt ‘kewil’, die PAZ habe ’seit Jahren nichts mehr bezahlt’ für ihre Anzeige und legt damit den Verdacht nahe, die Preußische Allgemeine zahle ihre Rechnungen nicht. Richtig ist: Unser Vertrag mit PI ist seit langem ausgelaufen, Rechnungen kamen auch keine mehr. Dass das Banner dennoch stehen bleib, ist nicht unsere Sache.

Der Anwurf übrigens, die PAZ schreibe nie oder fast nie etwas zum Themenbereich Islamismus kann nur von Leuten kommen, welche die Zeitung schlicht nicht lesen, dessen ungeachtet aber an einem Übermaß an Denunziationseifer leiden, den sie irgendwo loswerden müssen, diesmal eben bei uns.

Das Vorgehen von ‘kewil’ ist im höchsten Maße unredlich, so dass sich der Schritt der PAZ im Nachhinein erst recht als unausweichlich erwiesen hat.

Jan Heitmann, Chefredakteur Preußische Allgemeine Zeitung

Voll auf die Zwölf.

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Vielen Dank an MIG36 für den Hinweis.

Parteigift Stürzenberger

Frage: Was ist das? Antwort: Der zurückgetretene Landesvorstand Baden-Württemberg des munter vor sich hinsiechenden Parteikadavers Die Freiheit. Zitat:

Der Landesvorstand Baden Württemberg tritt zum 28.01.2011 komplett zurück und aus der Partei ‘Die Freiheit’ aus.

[...]

Sollten Sie zukünftig mit uns in Kontakt treten wollen, dann besuchen Sie uns unter:

http://initiativefreiebuerger.wordpress.com/

Mit besten Grüßen

Andreas Haller – Landesvorsitzender
Der Vorstand Landesverband Baden-Württemberg
DIE FREIHEIT

http://quotenqueen.wordpress.com/2012/01/30/freiheit-auch-landesvorstand-bawu-tritt-aus

Grund:

Der Landesvorstand nahm schon frühzeitig öffentlich Abstand von den Inhalten des Thesenpapiers Stürzenberger. Daran hat sich nichts geändert. Diese sind unserer Auffassung teilweise geeignet als verfassungswidrig eingestuft zu werden. In Gänze dienlich, um auch uns in einer nicht gewollten politischen Wahrnehmung erscheinen zu lassen. Wir waren, sind und werden auch zukünftig für derartige Publikationen in Wort, Schrift und Bild nicht zur Verfügung stehen. Im Gegenteil. Es macht für uns keinen Unterschied wer ein solches Verhalten zu erkennen gibt.

Noch eine schallende Ohrfeige für den politisch inkorrekten (PI) Deportationsbeauftragten Michael Stürzenberger. Der Mann ist eindeutig masochistisch veranlagt.

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Vielen Dank an schlammungeheuer für den Hinweis.

PI geht in die Durchhalteparolen-Offensive

Die angeblich (!) mehrere Zehntausend Leser umfassende politisch inkorrekte (PI) Netzgemeinde fällt in der realen Welt kaum auf. Es sind immer dieselben tumben Reisedemonstranten, die auf irgendwelchen Mini-Kundgebungen radikaler Fremdenhasser auftauchen und dort die zwei bis drei PI-Fähnchen in den massiven Gegenwind halten, der rechtsradikalen Spinnern in diesem Land nun einmal entgegen schlägt. Wenn es darum geht, Farbe zu bekennen, wird aus den großmäuligen PI-Kommentarbereicherern ganz schnell ein kleinlautes Häufchen Elend, das sich jammernd und winselnd in der virtuellen braunen Schmuddelecke verkriecht. Doch jetzt soll alles anders werden:

In dieser Situation gibt es keine Entschuldigungen mehr. Jeder hat die Pflicht, mit anzupacken. Jeder hat die Pflicht, politisch aktiv zu werden und den bunten Irrsinn zu beenden! Das Ziel heißt: 10000 PI-Leser in die Politik! Schluss mit der Fahnenflucht!

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/01/deutschland-darf-nicht-brennen

Genau. Und kewil sollte als leuchtendes Vorbild den Anfang machen. Der hat sich aktuell zwar irgendwie nach Spanien verirrt und lässt das auch jeden wissen (siehe beispielsweise hier, http://www.pi-news.net/2012/01/maxi-playa-fuengirola, http://www.pi-news.net/2012/01/der-ku-damm-in-fuengirola, http://www.pi-news.net/2012/01/auslandische-residenten-in-der-provinz-malaga), aber wenn der PI-Redaktionscholeriker wieder zurück ist, dann werden ihm 10000 PI-Leser willig folgen. Mindestens. Daran können selbst die vielen spöttischen Kommentare zu kewils wirren Urlaubsbeichten nichts ändern, denn den chronisch undichten PI-Vielschwätzer kann das in seinem zwanghaften Mitteilungsbedürfnis natürlich nicht bremsen:

Ich schreibe immer, was ich will, schon gemerkt? Oder hat einer der Meckerfritzen was bezahlt und irgendwelche Rechte?

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/01/auslandische-residenten-in-der-provinz-malaga

Hm. Was kewil wohl dafür bezahlen muss, dass Blogführer Stefan Herre ihm die Schreibberechtigung nicht auf der Selle entzieht? Aber zurück zum flammenden PI-Revolutionsaufruf:

In der jetzigen Lage bedeutet politisches Engagement: die eigenen Reihen stärken oder die Reihen des Gegners unterwandern! Wer in seiner Stadt keinen Ortsverband der Freiheit, der Pro-Bewegung, von BIW oder einer anderen konservativen Partei findet oder einen solchen nicht nutzen möchte, dem stehen genügend politische Strukturen bei irgendeiner der bunten Parteien zur Auswahl: der lokalen CDU, der FDP, warum nicht bei SPD und Grünen vorbeischauen und als U-Boot mitschwimmen, Zweifel säen, nach heimlichen Alliierten spähen, die Rädelsführer ausbremsen?

Und:

Es gilt also: Einmal im Monat und zwar jeden, jeden einzelnen Monat aktiv mit dem Feuerlöscher auf Posten stehen, aktiv für die politische Sache dasein, aktiv die Strukturen des politischen Freundes stärken oder die Strukturen des politischen Gegners schwächen. Es ist immer noch ein größerer Beitrag, den politischen Freund durch Anwesenheit zu unterstützen oder den Gegner durch ein einziges kritisches Wort zu verunsichern, als immer nur zu Hause vor dem PC zu hocken, ohne Netzwerk, ohne Kontakte, ohne jegliche Verbindung zur realen politischen Welt.

Da könnte man ja fast schon Mitleid bekommen. Aber nur fast.

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Huuuuusch huuuuusch!

Ein Deutscher und ein Österreicher wollen im Wald Schnecken sammeln. Nach einer Stunde hat der Deutsche einen ganzen Korb voll mit Schnecken, der Österreicher kommt dagegen mit einem leeren Korb an. Der Deutsche fragt: Was war denn los? Gab es bei Dir keine Schnecken? Der Österreicher antwortet: Doooooch, schooooo, immer wenn i a Schneckerl gsehn hob, hob i mi buckt – und huuuuusch huuuuusch, weg worns!

An diesen zugegebenermaßen etwas platten Witz fühlte ich mich gestern Abend bei Günter Jauch erinnert, als Peter Frisch, ehemaliger Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, zu erklären versuchte, wie dem NSU-Terroristen Uwe B. die Flucht gelang (hier ab 0:52:42, Hervorhebung von mir):

[...], es wurde etwas gefunden und danach wurde ein Haftbefehl erlassen, aber als etwas gefunden wurde, in der Zeit, da war der Uwe B. mit dabei, der hat uns sogar gezeigt, wo die Garage stattfindet, [unverständliches Gebrabbel], und dann suchten sie, in dem Gewühl das da war, und da setzte er sich ins Auto und fuhr weg.

Und huuuuusch huuuuusch, weg war er, der Uwe B.!

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Werter Herr P.

Vielen Dank für Ihre E-Mail, in der Sie sich über diesen POLITBLOGGER-Artikel beschweren. Zitat:

Nun möchte ich Ihnen auf diesem Wege einmal ganz kurz meinen persönlichen Unmut über derlei Berichterstattung darstellen.

Als Sohn einer alten Jägerfamilie kam ich schon als Kind mit Waffen in Kontakt. Ich lernte respekt vor Mensch und Tier und den verantwortungsvollen Umgang mit Waffen. Später wurde ich Sportschütze, Soldat und dann selbst Jäger. Mein Sohn, der bereits als Kind mit Waffen in Kontakt kam, lernte Respekt vor Mensch und Tier und den verantwortungsvollen Umgang mit Waffen. Später wurde er dann Sportschütze, Soldat und studiert jetzt – so wie ich das früher auch tat – und mein Vater – und mein Großvater.

Wir stehen alle auf dem Boden des Grundgesetzes und geben unser Bestes. Wir sind Steuerzahler und unbescholtene Bürger. Ja! Wir sind Waffenbesitzer und wir benutzen diese Waffen für den Schießsport und die Jagd. Müssen wir uns deshalb als ‘Waffenfanatiker’ bezeichnen lassen?


Um Ihre Frage zu beantworten: Ja, Sie müssen. Genauso müssen Sie hinnehmen, dass ich in der der sinnbefreiten Jagd auf Lebewesen kein Zeichen des respektvollen Umgangs mit Tieren sehe – eine Ansicht, die ich keineswegs exklusiv für mich in Anspruch nehme.

Weshalb werden wir stigmatisiert? Warum erfolgt eine Hetze auf uns? Weil offenbar geistig verwirrte Einzeltäter höchst bedauerliche Massenmorde in Schulen begingen und dabei Menschneleben auslöschten? Was hat das bitteschön mit Hunderttausenden legaler Waffenbesitzer zu tun?

Die Waffenlobby – auch der von mir scharf kritisierte Verein prolegal – will die äußerst mühsam erreichten Fortschritte im Waffenrecht wieder rückgängig machen. Man sieht sich zudem ausschließlich als Opfer (!) einer Kampagne. Ein Problembewusstsein fehlt also völlig. Wie können Sie da eigentlich erwarten, mit Samthandschuhen angefasst zu werden?

Bereits im Revolutionsjahr 1848 wurde als demokratisches recht der Besitz von Waffen für den Bürger gefordert [...]

Wir leben aber nicht im Deutschland des Jahres 1848. Gut so, denn ich kann auf amerikanische Verhältnisse bei uns sehr gut verzichten. Sie etwa nicht?

[...] und Gustav Heinemann sagte man erkenne eine freiheitliche demokartie an ihrem Waffengesetz.

Auch an und für sich kluge Menschen sind nicht davor gefeit, ab und zu Bockmist aus sich herausblubbern zu lassen. Wer allen Ernstes behauptet, dass man den Wert einer Demokratie an deren Waffenrecht ablesen kann, hat in dieser Hinsicht schlicht und einfach nicht mehr alle Tauben auf dem Balkon.

Das man sich nun von Seiten der Legalwaffenbesitzer einer ungerechtfertigten Kampagne ausgesetzt sieht – gerade entfacht z.B. von Frau Roth – und dass man hier etwas aufschnappte, von dem man ausging, dass es korrekt ist – und es dann auch verwendete, das mögen Sie vielleicht verstehen!

So ist das also: Wer anderer Meinung ist, den darf man nach Herzenslust mit frei erfunden Geschichten diskreditieren.

Wirklich interessant.

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Waffenlobby muss Jagd auf Claudia Roth abblasen

Was wäre das für ein Fest für die Waffenfanatiker im Land geworden: Ausgerechnet die grüne Bundesvorsitzende Claudia Roth, so behaupteten die Waffenlobbyisten von prolegal, sollte bei einer Polizeikontrolle im Jahr 2010 eine Walther PPK samt Waffenbesitzkarte mit sich geführt haben. Irgendwer hatte dieses absurde Gerücht gestreut – natürlich ohne jeden Beweis für dessen Richtigkeit. Also half prolegal etwas nach und setzte 2500 Euro Belohnung für Hinweise aus, die die frei erfundene Geschichte bestätigen. Dumm nur, dass Roth Wind von der Sache bekam und den Verein zwang, die Meldung von der Website der Waffenfanatiker zu entfernen. Dabei hat Roth tatsächlich eine wahnsinnig gefährliche Waffe in ihrer Handtasche, berichtet SPIEGEL ONLINE nun:

[...], nämlich das Parfum ‘Opium’. Mittlerweile habe sie ‘etwas abgerüstet’ auf den Duft ‘Terre d’Hermès’.


Halali!

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PI: Erst hetzen, dann fragen

Politically Incorrect (PI) will wieder einen unfassbaren Islamisierungsskandal aufgedeckt haben:

Im Münchener Fitness-Club ‘Fitness First Women’ (München-Pasing, Bodenseestraße) sollen seit kurzem männliche Fitnesstrainer unerwünscht sein. Auf Druck einiger muslimischer Club-Besucherinnen sei komplett auf Frauen umgestellt worden, wie uns der Freund eines weiblichen Studio-Mitglieds per email mitteilte.

Den Kopftuchdamen sei es unangenehm gewesen, sich vor einem Mann sportlich zu betätigen.

[...]

Schon vor einem Jahr soll es im selben Club einen ähnlichen Zwischenfall gegeben haben. Eine Muslimin soll sich darüber beschwert haben, dass eine Deutsche ihren Zweijährigen mit in die Umkleide genommen hatte.

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/01/schafft-fitness-kette-mannliche-trainer-ab

Der Freund eines weiblichen Studio-Mitglieds per email. So, so. Wie originell! Und glaubwürdig!

Das ist die typische Masche eines rechtsradikalen Hass- und Hetzblogs: Fakten Fehlanzeige. Es wird völlig egal sein, was die Geschäftsführung der Fitness-Kette antwortet. Entweder wird PI die Antwort gar nicht erst veröffentlichen – oder sie solange verbiegen, bis sie ins wahrheitsresistente PI-Paralleluniversum passt.

Wer PI kennt, der weiß, dass das genauso ablaufen wird.

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