Archiv der Kategorie ‘Peinlich‘

 
 

Nicht beleidigend

Es ist schon ziemlich eigenartig, wie das erzkatholische Kölner Domradio die wiederholten gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der rechtsextremistischen Splitterpartei Pro NRW und schwerkriminellen radikalislamistischen Salafisten sieht:

Eine anti-islamische Kundgebung von Pro NRW hat erneut Auseinandersetzungen provoziert. In Bonn eskalierte die Situation, als Rechtspopulisten islamkritische Karikaturen zeigten. ‘Was durch Pro NRW geschieht, ist eine gezielte Beleidigung des Propheten’, bewertet Elisabeth Thissen, Islambeauftragte des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel.


Das ist – mit Verlaub – Unfug der gröbsten Sorte. Die Pro-NRW-Karikaturen sind schlicht und einfach dämlich und demonstrieren damit nur einmal mehr die völlige Intelligenzallergie der fanatischen Muslimenhasser. Sie beleidigen den islamischen Propheten jedoch in keiner Weise. Für mich sind die Zeichnungen gerade noch von der Meinungsfreiheit gedeckt. Das muss jeder aushalten können. Ich bestreite zwar keineswegs, dass Pro NRW mit den strunzdummen Kritzeleien um jeden Preis provozieren will, aber wer sich von so einem Müll auffallend bereitwillig provozieren lässt, der hat selbst nicht alle Tassen im Schrank. Die tumben Salafisten sind genauso wenig Opfer wie die scheinheiligen Pro-Krakeeler. Beide legen es gleichermaßen auf Eskalation an.

Daraus sollte man endlich die längst überfälligen Konsequenzen ziehen: Öffentliche Kundgebungen müssen mit Verboten belegt werden – und zwar auf beiden Seiten.

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‘Menschenrechte sind universal und unteilbar’

Oder auch nicht – gell, Wolfgang Bosbach (im Video von 0:50 bis 1:16)?


Quelle: Maybrit Illner (ZDF), 3. Mai 2012

Erbärmlich. Einfach nur erbärmlich.

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Mahn sprichd niechd Toidsch

In einen kurzen 140-Wörter-Text gleich 8 Fehler einzubauen – wem gelingt das wohl? Genau – den Legasthenikern des rechtsradikalen Bürgerhäufchens Elend Pro NRW:

Quelle: http://www.pro-nrw.eu

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Fanpost (54)



Oh Allah Herr, schmeiß’ Hirn runter!

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Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Die Älteren unter uns werden die Sendung noch kennen: Vorsicht Falle! Unter diesem Titel warnte Eduard Zimmermann zwischen 1964 und 1997 im ZDF insgesamt 161 mal vor Trickbetrügern – vor Neppern, Schleppern und Bauernfängern:



Auch 15 Jahre nach dem Ende der populären Sendereihe ist der Trickbetrug leider nicht ausgestorben. Aktuell muss vor der sogenannten PI-Masche gewarnt werden:

DDos-Angriffe legen erneut PI-Server lahm

Liebe Leser, wegen erneuten DDoS-Attacken auf den Server von PI waren wir von Donnerstag Nachmittag an leider nicht erreichbar. Die PI-Techniker haben die ganze Nacht an der Lösung der Probleme gearbeitet und den Server um 6 Uhr wieder ans Laufen gebracht. Um solche ärgerlichen Ausfälle in Zukunft zu vermeiden, müssen wir unsere Web-Performance entsprechend aufrüsten. Wir starten deshalb in Kürze – wie bereits beim letzten DDoS-Angriff angekündigt – eine breit angelegte Spendenaktion, um den Defender-Service finanzieren zu können und hoffen dabei auf Ihre Unterstützung.

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/05/ddos-angriffe-legen-erneut-pi-server-lahm

Natürlich finden weder die angeblichen Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) statt, noch wird das ergaunerte Geld in wirksame Schutzmaßnahmen investiert. Es werden damit auch keine offenen Providerrechnungen bezahlt. Vielmehr fließen die kriminellen Spendeneinnahmen direkt in die Taschen der Autoren des rechtsradikalen Hass- und Hetzblogs Politically Incorrect (PI).

Sachdienliche Hinweise nimmt jedes Polizeirevier entgegen.

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Hu|mor, überlegene Heiterkeit, heitere seelische Gelassenheit

Man erkennt es nicht sofort, aber der folgende Spot mit Hollywood-Schauspieler Ashton Kutcher will tatsächlich für Chips werben:



In einer Welt, in der Produktwerbung in neun von zehn Fällen einfach nur peinlich ist, freut man sich natürlich über eine solch überaus gelungene witzige Kreativarbeit. Es sei denn, man muss sein verkniffenes Dasein ohne jeden Humor fristen:

Etliche Internetnutzer kritisierten die Szenen mit Raj in Online-Foren als rassistisch.

Und nein, auch das habe ich mir nicht ausgedacht. Die meinen das tatsächlich ernst. Todernst.

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Unser täglich Semken gib uns heute

Ich wünsche mir eine Welt, in der es Geldscheine vom Himmel regnet. Ich wünsche mir eine Welt, in der Rosinenschnecken an den Bäumen wachsen. Ich wünsche mir eine Welt, in der die Mädels bei mir Schlange stehen, um sich von mir … bekochen zu lassen.

Keine Sorge, ich habe nichts geraucht, nichts getrunken, und auch sonst bin ich bei klarem Verstand. Natürlich weiß ich, dass keiner meiner Wünsche in Erfüllung gehen wird. Naja, abgesehen vom letzten. Vielleicht. Auf jeden Fall mache ich mir nur Hartmut Semkens kleine Parallelwelt zu eigen. Der Berliner Oberpirat hat neuerdings nämlich Visionen. Und zwar Visionen von der Art, für die Helmut Schmidt den Besuch eines Arztes dringend empfiehlt:

In so einer utopischen Nicht-Herrschaft übt also niemand Macht über einen anderen Menschen aus. Das ist nicht dasselbe wie keine Macht zu haben. Es ist die noch schwierigere Variante: Macht haben aber nicht benutzen.

Freiwillig. Aus ganzem Herzen.

In so einer utopischen Gesellschaft wären

- Menschen frei: alle Handlungsoptionen stünden offen
- keine Gesetze vorhanden
- keine die Gesetze durchsetzende Staatsgewalt vorhanden

Wo niemand etwas schlechtes tut – wohlgemerkt aus innerem Antrieb, nicht aus Zwang oder Angst – da muss auch niemand bestraft werden: ein Strafsystem inklusive Judikative und Exekutive wäre absurd.

Die Tatsache, dass mit realen Menschen diese Idealvorstellung wohl nicht zu erreichen ist, erkenne ich gern an.


Warum dann aber das ganze Geseier?

Aus der Unerreichbarkeit folgern einige, dass man diese Utopie fliehen muss, dass man davon möglichst weit weg kommen muss.

Diese Folgerung lehne ich ab. Ich will lieber näher ran.

Wenn du geschwiegen hättest, so wärest du ein Philosoph geblieben, sagte Boëthius einmal. Würde Semken schweigen … Nein, das ist jetzt wirklich völlig utopisch.

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PI lügt (246)

Wenn man immer nur den rechtsradikal-islamophoben Dreck der politisch inkorrekten (PI) Gewohnheitslügner konsumiert, dann kommt irgendwann so etwas dabei heraus:

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/04/ehrenmord-bruder-hat-arzu-ozmen-erschossen

Das verlinkte Video wurde inzwischen zwar gelöscht, aber zu sehen war darin ein entsetzlicher Vorfall, der sich vor einigen Jahren im kenianischen Kisii ereignet hat und bei dem mehrere Frauen wegen angeblicher Hexerei bei lebendigem Leib verbrannt worden waren. Mit dem Islam hatte das Ganze allerdings gar nichts zu tun – ganz im Gegenteil.

Noch mehr PI-Lügen gibt es hier.

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Vielen Dank an schlammungeheuer für den Hinweis.

PI-Stürzenberger: Wahrheitsallergisch

Eine Lüge wird auch dadurch nicht wahr, indem man sie ständig wiederholt. Diese an und für sich einfach zu verstehende Tatsache scheint sich bis zum politisch inkorrekten (PI) Bürgerkriegsfantasierer Michael Stürzenberger allerdings noch nicht herumgesprochen zu haben:

Leute von der Straße, die wie ein Tommy Robinson von der English Defence League mitten aus der Gesellschaft kommen, werden diese neue Bewegung voranbringen.

Quelle: http://www.pi-news.net/2012/04/video-german-defence-league-in-aarhus

Da kann Stürzenberger noch so sehr die Unwahrheit sagen: Stephen Yaxley-Lennon alias Tommy Robinson kommt ganz bestimmt nicht aus der Mitte der Gesellschaft, sondern vielmehr aus der gewalttätigen Hooliganszene auf der Insel. Genauso entspricht es den Tatsachen, dass Yaxley-Lennon wegen diverser Straftaten einschlägig vorbestraft ist.

Ende der Durchsage.

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Huch! Nutella ist ja gar nicht gesund!

Nutella besteht zu 87 Prozent aus Zucker und Fett. Dass das trotz anderslauternder Werbung des Herstellerkonzerns Ferrero nicht gesund sein kann, liegt auf der Hand. In den USA – wo sonst – hat nun trotzdem eine Mutter gegen Ferrero geklagt – und gewonnen:

Sie sei ’schockiert’ gewesen, als sie erfuhr, dass Nutella ‘nicht gesund’, sondern kaum besser als Süßigkeiten sei, noch dazu habe es einen ‘gefährlich’ hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, [...].


Wie so oft jenseits des Atlantiks weitete sich die gespielte Unwissenheit der offensichtlich des Lesens von Inhaltsangaben nicht mächtigen Mutter auch in diesem Fall zu einer absurden Sammelklage aus. Ergebnis: Ferrero (Gesamtumsatz: mehr als sechs Milliareden Euro) hat nun insgesamt drei Millionen Dollar bereitgestellt, um die außergerichtlich ausgehandelten Entschädigungsansprüche der Kläger zu befriedigen. Wirklich lukrativ ist das Ganze aber nicht: Pro gekauftem Glas Nutella gibt es vier Dollar zurück, die Höchstsumme ist jedoch auf 20 Dollar pro Kläger begrenzt.

Mehr zum Thema:

Niemals Angelhaken schlucken (SPIEGEL ONLINE, 6. Februar 2004)

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