Nicht beleidigend
Es ist schon ziemlich eigenartig, wie das erzkatholische Kölner Domradio die wiederholten gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der rechtsextremistischen Splitterpartei Pro NRW und schwerkriminellen radikalislamistischen Salafisten sieht:
Eine anti-islamische Kundgebung von Pro NRW hat erneut Auseinandersetzungen provoziert. In Bonn eskalierte die Situation, als Rechtspopulisten islamkritische Karikaturen zeigten. ‘Was durch Pro NRW geschieht, ist eine gezielte Beleidigung des Propheten’, bewertet Elisabeth Thissen, Islambeauftragte des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel.
Das ist – mit Verlaub – Unfug der gröbsten Sorte. Die Pro-NRW-Karikaturen sind schlicht und einfach dämlich und demonstrieren damit nur einmal mehr die völlige Intelligenzallergie der fanatischen Muslimenhasser. Sie beleidigen den islamischen Propheten jedoch in keiner Weise. Für mich sind die Zeichnungen gerade noch von der Meinungsfreiheit gedeckt. Das muss jeder aushalten können. Ich bestreite zwar keineswegs, dass Pro NRW mit den strunzdummen Kritzeleien um jeden Preis provozieren will, aber wer sich von so einem Müll auffallend bereitwillig provozieren lässt, der hat selbst nicht alle Tassen im Schrank. Die tumben Salafisten sind genauso wenig Opfer wie die scheinheiligen Pro-Krakeeler. Beide legen es gleichermaßen auf Eskalation an.
Daraus sollte man endlich die längst überfälligen Konsequenzen ziehen: Öffentliche Kundgebungen müssen mit Verboten belegt werden – und zwar auf beiden Seiten.

Quelle: http://www.pro-nrw.eu
Quelle: http://www.pi-news.net/2012/04/ehrenmord-bruder-hat-arzu-ozmen-erschossen