Die Wahrheit über ‘Pro NRW’
Nächte sind dunkel, Wasser nass – und Rechtsextremisten rechtsextrem. Gegenteilige Beteuerungen sind nichts anderes als grotesker Unfug. Das gilt auch und insbesondere für die rechtsextremistische Pro-NRW-Bande. Die behaupten heute zwar wieder einmal, nicht rechtsextremistisch zu sein,
‘Entgegen der anhaltenden Diffamierungen von Seiten der etablierten Politik und mancher Medien, ist die PRO-BEWEGUNG natürlich nicht rechtsextrem’, betont deren Generalsekretär Markus Wiener. ‘Viele unsere Vorstandsmitglieder kommen, so wie z.B. Jörg Uckermann oder auch ich selbst, direkt und ohne Umwege aus der CDU / CSU. Andere aus dem Nichtwählerbereich oder anderen etablierten Parteien’, so der Journalist und Politologe weiter.
‘Das Verwaltungsgericht Hamburg hat zudem bereits klar entschieden, dass die Erwähnung von PRO im dortigen Verfassungsschutzbericht rechtswidrig war. Andere Gerichtsverfahren gegen die diskriminierende Erwähnung als sogenannter ‘Verdachtsfall’ in manchen Verfassungsschutzberichten laufen noch.
Quelle: http://www.pro-nrw.net/?p=8443
aber Tatsache ist nach wie vor: Pro NRW wird seit Jahren zurecht im nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzbericht erwähnt. Im aktuellsten Bericht heißt es dazu:
Der Versuch von ‘pro NRW’, durch ein bürgerliches Gewand den Stempel der „Verfassungsfeindlichkeit“ um jeden Preis zu vermeiden, ist nunmehr auch gerichtlich gescheitert: Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat im Februar diesen Jahres in aller Deutlichkeit herausgestellt: Die Bekenntnisse von ‘pro NRW’ zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung sind ersichtlich unglaubwürdig und taktisch bedingt. Konkret heißt das: ‘pro NRW’ ist gefährlich für die Demokratie in Nordrhein-Westfalen. Getarnt in einem bürgerlichen Gewand und hinter einem unverfänglichen Namen – Bürgerbewegung – versucht sie bewusst, Ängste vor Überfremdung zu schüren und darüber ihre antidemokratische und ausländerfeindliche Ideologie zu transportieren.
Und:
‘pro Köln’ und ‘pro NRW’ werden vom Verfassungsschutz beobachtet, weil bei diesen Gruppierungen tatsächliche Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen vorliegen. Diese tatsächlichen Anhaltspunkte ergeben sich aus einer Vielzahl von Äußerungen in den Infoblättern von ‘pro Köln’ und ‘pro NRW’ sowie durch Artikel, die im Archiv auf deren Internetseiten abgelegt sind, durch Redebeiträge auf Kundgebungen, DVD-Veröffentlichungen, aber auch durch Kontakte zu anderen, teilweise rechtsextremistischen, zumindest aber ausländerfeindlichen Organisationen im Inund
Ausland.
Der Pro-NRW-Rechtsextremismus lässt sich aber auch an den verantwortlichen Funktionären festmachen. Allen voran: Parteiführer Markus Beisicht. Der Leverkusener Rechtsanwalt war Bundesvorsitzender des neofaschistischen Rings Freiheitlicher Studenten, Kreisvorsitzender der Kölner Republikaner und nordrhein-westfälischer Landeschef der rechtsextremistischen Deutschen Liga für Volk und Heimat (bei der er Anfang der neunziger Jahre 1000 Mark Kopfgeld auf eine untergetauchte Asylbewerberin aussetzte), bevor er bei Pro Köln und Pro NRW landete. Im September 2007 nahm Beisicht mit anderen Rechtsextremisten wie etwa Rolf Schlierer (Republikaner), Gerhard Frey (DVU) und Udo Voigt (NPD) in Straßburg an einer gemeinsamen Konferenz teil. Kritischen Nachfragen zu seiner rechtsextremistischen Vergangenheit beantwortet Beisicht grundsätzlich nicht (siehe hier und hier).
Eine ganz ähnliche politische Vita kann auch Beisicht-Kumpel Manfred Rouhs vorweisen. Aktuell ist der mutmaßliche Holocaustleugner Chef des Pro-NRW-Klons Pro Deutschland. Zuvor war er sechs Jahre lang – von 1981 bis 1987 – Mitglied und Funktionär der NPD. Außerdem war er ebenfalls für den Ring Freiheitlicher Studenten, für die Republikanern und schließlich auch für die Deutsche Liga für Volk und Heimat aktiv.
Bei Jörg Uckermann liegt der Fall anders, denn Uckermann hat in der Tat keine Karriere bei den extremen Rechten hinter sich. Das macht den Mann aber keineswegs zum Unschuldslamm. Ganz im Gegenteil: 2009 wurde Uckermann wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte bei einer Veranstaltung von Pro Köln eine junge Frau mit Migrationshintergrund getreten, als diese am Boden lag. Im Juni 2011 wurde Uckermann wegen der Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung zu einer weiteren Geldstrafe verdonnert. Und im März 2012 wurde Uckermann – dieses Mal wegen Beleidigung des grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck, den er als Gauleiter und Müsli-Nazi bezeichnet hatte – erneut zu einer Geldstrafe verdonnert.
Darüber hinaus darf nicht in Vergessenheit geraten, dass zu Pro NRW zahlreiche aktuelle und ehemalige Neonazis gehören, wie zum Beispiel Andreas Molau, Tobias Nass, Nico Ernst und René Emmerich.
Alles klar?

Quelle: http://www.pro-nrw.eu
Quelle: http://www.pi-news.net/2012/04/ehrenmord-bruder-hat-arzu-ozmen-erschossen