Spektakulärer Transfer
Berlin (pb) – Papst Benedikt XVI. hat schon am ersten Tag seines Deutschlandbesuches für einen Paukenschlag gesorgt. In einer nach der Rede des Papstes im Deutschen Bundestag von Regierungssprecher Steffen Seibert verbreiteten Erklärung hieß es am Donnerstagabend, dass der katholische Oberhirte ab dem 1. Oktober vom Vatikan zu Bündnis 90/Die Grünen wechselt. Das 84-jährige Kirchenoberhaupt soll einen Vertrag auf Lebenszeit erhalten. Über die Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart. Wer die Nachfolge des Pontifex im Vatikan antritt, soll im Rahmen eines seit dem Jahr 1274 offiziell anerkannten Auswahlverfahrens kurzfristig entschieden werden.
Benedikt XVI. hatte die Grünen bereits während seines Auftritts im Parlamemt ungewöhnlich überschwänglich gelobt. Zitat:
Ich erinnere an einen Vorgang in der jüngeren politischen Geschichte, in der Hoffnung, nicht allzusehr missverstanden zu werden und nicht zu viele einseitige Polemiken hervorzurufen. Ich würde sagen, dass das Auftreten der ökologischen Bewegung in der deutschen Politik seit den 70er Jahren zwar wohl nicht Fenster aufgerissen hat, aber ein Schrei nach frischer Luft gewesen ist und bleibt, den man nicht überhören darf und nicht beiseite schieben kann, weil man zu viel Irrationales darin findet.
Gegenüber POLITBLOGGER EXKLUSIV zeigten sich die beiden Parteivorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth und Cem Özdemir, hocherfreut über den prominenten Neuzugang. Der Papst habe schon immer mit der Umwelt sympathisiert, auch wenn er in seinem hohen Amt regelrecht dazu gezwungen gewesen sein, andere Dinge in den Vordergrund seiner Arbeit zu stellen. Als Beispiele nannten Roth und Özdemir die konsequente Benachteiligung der Frauen, die nachhaltige Vertuschung des Kindesmissbrauchs innerhalb der Kirche in Verbindung mit der Unterdrückung des klerikalen Sexualtriebs innerhalb sowie die Verhütung des Empfängnisverhütung. Auf all diesen Gebieten habe Benedikt enorme Standhaftigkeit bewiesen, die ihm auch bei seiner neuen Aufgabe zugute kommen werde. Darüber hinaus gab das grüne Führungsduo bekannt, dass die Partei künftig mit einem neuen Logo für sich werben wolle:

