Dear George!
Das ist George Clooney (mit John Malkovich):
Und das ist George Clooney nicht (John Malkovich spielt leider auch nicht mit):
Mehr dazu gibt es bei solidar.ch und hier.
Via Karl-Peter Grube.
Das ist George Clooney (mit John Malkovich):
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Via Karl-Peter Grube.
Berlin (pb) – Nach dem zum 1. September angekündigten Rückzug des bisherigen Air-Berlin-Chefs Joachim Hunold (61) hat dessen designierter Interimsnachfolger Hartmut Mehdorn ein umfangreiches Sanierungsprogramm angekündigt, das Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft aus der Krise führen soll. Der frühere Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG sagte dazu vor Pressevertretern in Berlin, Kunden und Mitarbeiter müssten sich kurzfristig auf einschneidende Änderungen im täglichen Flugbetrieb einstellen, die so bei keiner anderen Airline der Welt praktiziert würden. Als Beispiele nannte Mehdorn die Ausüstung neuer Flugzeuge mit gebrauchten Klimaanlagen aus Restposten-Lagerbeständen der Bahn zum – Zitat – absoluten Schnäppchenpreis, den Bau unterirdischer Schnellwartungseinrichtungen (Hangar 21), den konspirativen Abgleich von Beschäftigtendaten mit anderen Datenbeständen (FBI, CIA, BND, Verfassungsschutz, Schufa) sowie die Umwandlung der Air Berlin KG in eine Aktiengesellschaft mit anschließendem unverzüglichen Börsengang des Unternehmens um jeden Preis.
Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen, sagte einst Willy Brandt. Von deutschen Waffen schon – sagt die einheimische Rüstungsindustrie und exportiert auch weiterhin munter Waffen in alle Welt. Nicht nur 2010, sondern auch im vergangenen Jahrzehnt war Deutschland hinter den Vereinigten Staaten und Russland, aber noch vor Frankreich, Großbritannien und China das weltweit drittgrößte Waffenexportland. Der Wert der Ausfuhren belief sich in diesem Zeitraum auf knapp 20 Milliarden US-Dollar (basierend auf den Preisen von 1990).
Zum Vergleich: Bei einem angenommenen durchschnittlichen Stückpreis von fünf Millionen Euro hat alleine der geplante Leopard-2-Deal mit Saudi-Arabien (Bestellmenge: 200 Kampfpanzer) ein Auftragsvolumen von rund einer Milliarde Euro.
Mehr zum Thema beim POLITBLOGGER:
• Waffenexporte: Deutschland auf dem dritten Platz (5. April 2010)
Der Verkauf hochmoderner deutscher Leopard-2-Kampfpanzer an Saudi-Arabien sorgt weiterhin für viel Unruhe in der deutschen Innenpolitik. Jetzt wurde bekannt, warum der viele Milliarden Euro schwere Deal mit den brutalen Menschenrechtsverweigerern überhaupt genehmigt wurde. Und das muss man sich dann doch einmal auf der Zunge zergehen lassen (Hervorhebung von mir):
Die Bundesregierung hatte sich vor dem umstrittenen Deal die Zustimmung Israels und der USA eingeholt. Beide Staaten seien vor der Entscheidung im Bundessicherheitsrat am 27. Juni über das Geschäft informiert worden und hätten keine Bedenken angemeldet, berichtete die ‘Süddeutsche Zeitung’ unter Berufung auf Regierungskreise. In den Kreisen wurden den Angaben zufolge erstmals auch die Gründe für das Waffengeschäft genannt. Mit den Panzerlieferungen wolle Deutschland Saudi-Arabien unterstützen, das nach den Umwälzungen in Ägypten und Tunesien der ‘letzte und wichtigste Stützpfeiler’ in der Nahost-Region sei.
Ah, verstehe: Falls die saudi-arabische Bevölkerung eines Tages auf die Idee kommen sollte, das eigene Regime zum Teufel zu jagen, sollen deutsche Panzer mithelfen, genau das zu verhindern.
Unfassbar.
So schmucklos und langweilig wie ihr Internetauftritt sind wohl auch die stillen Örtchen der Gertrud-Luckner-Realschule im südbadischen Rheinfelden ausgestattet. Ein Teil der WCs bietet jetzt allerdings mehr als der Rest der Klos, denn Schüler der Klasse 8c haben insgesamt sechs Toilettenanlagen ein wenig aufgehübscht: hochwertige Handtücher, eine Spiegelwand im Mädels-Klo und Duftspray. Weil die etwas eklig klingenden Renovierungsarbeiten aber Teil eines Wirtschaftsprojekts waren, gibt es den zusätzlichen Komfort beim Strullen natürlich nicht gratis: pro Sitzung werden 10 Cent fällig. Nun ist das zwar keine Wuchergebühr, aber auf den Monat gerechnet kann sich das trotzdem ganz schön summieren, wenn man beim Verrichten der Notdurft und anderer existenzieller Grundbedürfnisse Wert auf ein bisschen Luxus legt. So lernen unsere lieben Kleinen eben schon in der Schule, dass nichts im Leben umsonst zu haben ist. Merke: Kapitalismus und Kacken gehen Hand in Hand. Sozusagen.
Immerhin: Wer nicht will, der muss auch nicht. Also zahlen wohlgemerkt. Der eher dem Sozialismus zuneigende Teil der Schülerschaft darf nämlich die versifften Free-WCs benützen. Und so teilt sich unser hoffnungsvoller Nachwuchs schon ganz früh im Leben in solche, die es haben und solche, die es nicht haben. Wie im richtigen Leben.
Es gibt sicherlich auch für ein alterndes Topmodel Schlimmeres, als mit einer Tafel Milchschokolade verglichen zu werden. Es sei denn, man heißt Naomi Campbell und vermutet hinter dem in der Tat nicht übermäßig feinfühligen Werbeslogan Verschwinde, Naomi, eine neue Diva ist in der Stadt, mit dem der britische Schokodealers Bradbury eines seiner Produkte anpreist, gleich einen rassistisch motivierten Angriff auf die eigene Zickenpersönlichkeit:

Natürlich ist das nicht besonders originell, und mit viel bösem Willen auch ein wenig rassistisch – aber jetzt mal ganz ehrlich: Da sollte Madame Campbell die Kirche vielleicht doch lieber im Dorf und die Schokolade in der Packung lassen.

Die schlüpfrige Story zur Fake-Anzeige gibt es bei SPIEGEL ONLINE. Zitat:
Die Ergo präsentiert sich als Versicherung, die besser ist als die Konkurrenz. Nun wurde bekannt, dass eine Tochterfirma für verdiente Vertriebler eine Sex-Party veranstaltete.
Wie hoch der IQ von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ist, weiß ich nicht. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass er nur mit knapper Not einen dreistelligen Wert erreicht. Wenn der intellektuell doch erschreckend grobmaschig gestrickte Bayer beispielsweise einen Satz wie
‘Wenn ein Land mir gegenüber erklären würde, es will zu einer praktisch autofreien Zone werden, würde ich das als Verzicht interpretieren und mich anderen Regionen Deutschlands zuwenden.’
aus sich herausblubbern lässt und damit auf die neue baden-württembergische Landesregierung zielt, dann ist das nicht gerade ein Beleg dafür, dass Ramsauer sein Büro im Verkehrministerium ohne fremde Hilfe findet. Oder sonst irgendetwas. Und nur damit wir uns da richtig verstehen – das hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Grüne) tatsächlich gesagt:
Sorgen machen muss sich die Automobilindustrie nicht, aber sie muss in Zukunft Autos bauen, die viel weniger Sprit verbrauchen.
Noch mehr aktueller Ramsauer-Unfug beim POLITBLOGGER:
• Wer nicht wählt, wie es dem Peter gefällt, der kriegt von ihm auch kein Geld
(29. März 2011)
Die Sparkasse Ulm plant mitten im Herzen der Donaustadt einen knapp 50 Millionen Euro teuren und ziemlich monströsen Neubau. Schon deshalb liegt es auf der Hand, dass das nicht wenige Ulmer auf die Palme bringt. Dazu gehört auch Bloggerkollege Donaufisch, der das Ulmer – wenn man so will – Obersparschwein Manfred Oster mit einem satirisch-gefaketen Interview kräftig auf die Schippe nahm. Dumm nur, dass die Sparkasse offenbar keinerlei Humor hat, denn kurze Zeit später klingelte beim Donaufisch das Telefon. Am Apparat: der Pressereferent des Geldinstitutes.
Den anschließenden Dialog lasse ich aber lieber den Donaufisch selbst erzählen.
Merke: Ob Stuttgart 21 oder Sparkasse 21 – jeder hat gefälligst sein Päckchen 21 zu tragen.