Archiv der Kategorie ‘Wissenschaft‘

 
 

PID: Im Bundestag siegt die Vernunft

Von Designerbabys war im Vorfeld die Rede, andere sprachen – sicherlich nicht ohne absurde Hintergedanken – gar von einer Selektion, doch am Ende behielt die Vernunft über betonköpfiges dogmatisches Denken die Oberhand: Der Deutsche Bundestag hat dem Gesetzentwurf von Peter Hintze (CDU) und Ulrike Flach (FDP) heute mehrheitlich zugestimmt, der die Präimplantationsdiagnostik (PID) künftig in engen Grenzen zulässt und somit diese Methode der Früherkennung schwerer Erberkrankungen damit auf eine solide Basis stellt, die den betroffenen Paaren und auch den Kindern selbst viel unnötiges Leid ersparen kann.



Was erlaubt das nun beschlossene Gesetz und was nicht? Im Grunde genommen ist es ganz einfach: Paare, die eine Veranlagung für schwere vererbbare Leiden haben oder denen eine Fehl- beziehungsweise Totgeburt droht, können künstlich erzeugte Embryonen gentechnisch auf geschädigtes Erbgut untersuchen lassen. Es besteht eine grundsätzliche Beratungspflicht, und Ethikkommissionen prüfen in jedem Einzelfall, ob entsprechende Untersuchungen vorgenommen werden dürfen. Zudem müssen PID-Kliniken speziell zertifiziert werden. Auf gar keinen Fall kann die PID in Deutschland zum Empfang eines Kindes mit erwünschten körperlichen Eigenschaften missbraucht werden.

Dagegen lässt sich eigentlich nichts sagen. Trotzdem gibt es quer durch alle im Bundestag vertretenen Parteien nach wie vor zahlreiche Abgeordnete, die dem verabschiedeten Gesetzentwurf nicht zugestimmt haben. Sie befürchten einen Dammbruch: Ist die PID im Grundsatz erst einmal erlaubt, könnte sie irgendwann dazu benutzt werden, um beispielsweise ein Kind mit bestimmter Augen- oder Haarfarbe bekommen zu können. Zwar hat diese Angst keinen wirklich realen Hintergrund, aber den PID-Gegnern geht es ja auch nicht um eine an den legitimen Bedürfnissen betroffener Paare orientierten Lösung. Vielmehr stehen hier ideologisch-dogmatische Erwägungen im Vordergrund: Ein Embryo ist Leben, und Leben darf nicht getötet werden. Basta. Es fällt mir allerdings schwer, einen Zellhaufen in der Petrischale als Leben zu bezeichnen. Er kann nichts fühlen, nichts spüren und schon gar nicht kann er denken. Diesem Gebilde fehlt so ziemlich alles, was menschliches Leben als solches qualifiziert. Embryonen bedürfen aus dieser Perpektive betrachtet keinen besonderen Schutz. Warum ein PID-Gesetz dennoch notwendig ist, ergibt sich aus der moralisch-ethischen Komponente, der sich kein medizinischer Fortschritt entziehen darf. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass Eltern einen so starken Wunsch nach eigenen Kindern mit genau spezifizierten physischen Eigenschaften haben, dass sie dafür ungeeignete Embryonen in die Mülltonne werfen würden, muss jedem denkbaren Missbrauch beizeiten ein Riegel vorgeschoben werden. Genau diesen Zweck erfüllt das heute beschlossene Gesetz aber. Mehr musste man nicht regeln.

Übrigens: In Deutschland sind Schwangerschaftsabbrüche aufgrund einer embryopathischen Indikation während der gesamten Schwangerschaft (!) zulässig, wenn in der Pränataldiagnostik – zum Beispiel bei einer Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) – eine erhebliche Schädigung des Fötus, eine weitgehende Entwicklungsstörung des Ungeborenen oder die Anlageträgerschaft des Kindes für ein schweres Leiden festgestellt wird. Zwar wurde die embryopathische Indikation 1995 als eigenständiger Passus gestrichen, doch in § 218a Absatz 2 des Strafgesetzbuches ist sie im Rahmen der medizinischen Indikation immer noch indirekt enthalten. Wenn man das berücksichtigt, ist es noch unverständlicher, warum bei der PID weitaus strengere Maßstäbe angelegt werden sollten.

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Germany’s next Rücktritt

Silvana Koch-Mehrin galt lange Zeit als liberale Hoffnungsträgerin. Gut, die Frau war unter rein optischen Gesichtspunkten zwar durchaus mehrheitsfähig, ihr politisches Wirken litt aber immer unter einer erschreckenden Substanzlosigkeit. Erste Risse im schönen Schein der Silvana Koch-Mehrin wurden vor knapp zwei Jahren öffentlich, als man ihr vorwarf, ihr Mandat im Europäischen Parlament nicht in der Häufigkeit wahrzunehmen, wie man es von einer gewählten Abgeordneten erwarten darf. Wirklich beschädigt hat das Koch-Mehrins Ansehen allerdings nicht. In den letzten Monaten wurde sie jedoch noch einmal von der eigenen Vergangenheit eingeholt, als man auch sie verdächtigte, wesentliche Teile ihrer Doktorarbeit nicht selbst, sondern bei anderen abgeschrieben zu haben. Die Universität Heidelberg, an der Koch vor gut 10 Jahren zum Thema Historische Währungsunion zwischen Wirtschaft und Politik: die Lateinische Münzunion 1865–1927 promoviert hatte, leitete ein Prüfungsverfahren ein, an dessen Ende wahrscheinlich der Entzug des Doktortitels stehen wird.

Bisher hatte die 40-jährige FDP-Politikerin zu den Vorwürfen immer geschwiegen. Das hat sich heute geändert: Silvana Koch-Mehrin legt ihre Ämter als FDP-Vorsitzende im Europäischen Parlament, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und FDP-Präsidiumsmitglied nieder. Mit ihrem Rücktritt will Koch-Mehrin eigenen Worten zufolge verhindern, dass ihre gesamte Familie durch die öffentliche Diskussion um ihre Dissertation weiter belastet wird. Außerdem sei es ihr Ziel, so Koch-Mehrin weiter, dass das laufende Prüfverfahren der Heiderberger Uni

[...] vertraulich, fair, nach rechtsstaatlichen Maßstäben und ohne Ansehen der Person durchgeführt

und nicht dadurch belastet werde,

[...] dass ich herausgehobene Ämter innehabe.

Als ob die Universität Heidelberg zur Jagd auf Silvana Koch-Mehrin geblasen hätte. Als ob die Prüfungskommission sie nicht fair behandeln würde. Als ob das bisherige Verfahren nicht rechtsstaatlich gewesen wäre. Als ob sich die Uni von ihrer Prominenz beeinflussen lassen würde.

Selbst für eine unter Betrugsverdacht stehende FDP-Politikerin ist das ganz schön starker Tobak.

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Veronica, der Entzug ist da

Sie ist die Tochter der früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. Sie ist unfreiwillige Namensgeberin der Enthüllungsplattform VroniPlag Wiki. Und sie ist ihren Doktortitel los: Die Universität Konstanz hat die Dissertation von Veronica Saß aus dem Jahr 2008 noch einmal geprüft und kam dabei zu einem unmissverständlichen Ergebnis:

[...], , dass erhebliche Teile der Arbeit Plagiate darstellen.

[...]

‘Der Doktorgrad wurde entzogen, da seinerzeit die rechtlichen Voraussetzungen für seine Verleihung nicht vorlagen’, kommentierte Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der Universität Konstanz, mit Verweis auf die Regeln wissenschaftlicher Redlichkeit die Entscheidung des Promotionsausschusses. Wissenschaftliche Redlichkeit bedeutet im Fall einer Promotion, dass die Doktorarbeit der eigenständige wissenschaftliche Beitrag zum Fortschritt eines Faches ist. ‘An der Universität Konstanz erklärt jeder Doktorand bei Abgabe der Dissertation, dass die Arbeit selbst verfasst und fremde Literatur als solche gekennzeichnet ist. Wird diese Grundregel wissenschaftlicher Redlichkeit nachweislich verletzt, ist es an der Universität, ihr wieder Geltung zu verschaffen’, so Rüdiger weiter.


Saß will das vernichtende Urteil und die damit verbundene Schmach aber nicht auf sich sitzen lassen. Über ihre Münchner Anwälte ließ sie erklären, dass sie die Entscheidung der Uni anfechten werde. Schließlich habe Saß keine Gelegenheit gehabt,

‘[...], nach der bevorstehenden Geburt ihres Kindes persönlich vor dem Promotionsausschuss Stellung zu nehmen.’

Doch die Universität hat auf diese Stellungnahme bereits reagiert und betont:

Frau Veronica Saß wurde im Verfahren angemessen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Dazu zählte auch das Angebot einer persönlichen Anhörung vor dem Promotionsausschuss. Dieses Angebot hat Frau Saß nicht angenommen. Es gab stattdessen eine umfassende schriftliche Stellungnahme der Anwälte von Frau Saß. Die Schwangerschaft von Frau Saß ist der Universität Konstanz bekannt und wurde im Rahmen des Prüfverfahrens unter anderem durch die wiederholte Verlängerung der Äußerungsfrist berücksichtigt.

Wie umfassend Veronica Saß bei ihrer Doktorarbeit – das kann man ruhig so deutlich formulieren – beschissen hat, zeigt ein Blick auf VroniPlag:

Im erklärenden Text heißt es dazu:

Die ersten 25 Seiten und die Seiten ab Seite 353 sind hellblau dargestellt. Sie enthalten Inhaltsverzeichnis beziehungsweise Anhänge und wurden bei der Berechnung der Prozentzahl nicht berücksichtigt. Seiten mit mehr als 50 Prozent Plagiatsanteil sind dunkelrot, mit mehr als 75 Prozent Plagiatsanteil hellrot dargestellt. Der breite schwarze Bereich rechts stellt ein fast durchgängiges, wortwörtliches Plagiat über fast 40 Seiten dar (Unterbrechung auf Seite 283), Überschriften/Gliederung und die Quellenarbeit wurden mitkopiert. Eine Liste der Seiten im Code findet sich hier. Hier noch von einem ‘Verdacht’ zu sprechen, wird der erdrückenden Beweislage nicht gerecht. Für einzelne graue Bereiche sind Plagiate gemeldet und die Quelle genannt worden, aber noch nicht von mehreren Prüfern gesichtet worden.


Da war die Welt noch in Ordnung: Der Stoiber-Clan beim Papst (Verpixelung von mir)

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Höchststrafe für zu Guttenberg

Die Kommission der Bayreuther Universität, die in den vergangenen Monaten die Plagiatsvorwürfe gegen die Doktorarbeit Karl Theodor zu Guttenberg untersucht hat, kommt in ihrem 40-seitigen Abschlussbericht zu einem Ergebnis, das den Ex-Verteidigungsminister nun ganz offiziell zu einem Betrüger stempelt. Zitat:

‘Nach eingehender Würdigung der gegen seine Dissertationsschrift erhobenen Vorwürfe stellt die Kommission fest, dass Herr Freiherr zu Guttenberg die Standards guter wissenschaftlicher Praxis evident grob verletzt und hierbei vorsätzlich getäuscht hat.’


Eine Frage bleibt allerdings ungeklärt – nämlich die, wie es möglich war, dass eine so ungenügende Arbeit mit einem Doktortitel belohnt wurde. Guttenbergs Doktorvater soll daran auf jeden Fall schon mal nicht schuld gewesen sein:

Die Kommission hat im Fall zu Guttenberg auch das konkrete Promotionsverfahren untersucht und eine Mitverantwortung des Doktorvaters und des Zweitgutachters für das wissenschaftliche Fehlverhalten von Herrn zu Guttenberg verneint.

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Das wundersame PI-Paralleluniversum

Nehmen wir einmal an, Außerirdische würden uns demnächst einen Besuch abstatten – was würde die pathologisch islamallergischen (PI) Parallelweltlbewohner wohl am meisten interessieren? Du ahnst es sicherlich schon (Hervorhebung von mir):

Der renommierte Astrobiologe Richard Hoover von der NASA veröffentlichte im US-Magazin Journal of Cosmology Bilder, die Würmern ähnelnde kleine Kreaturen zeigen [...]. Das spezielle an diesen Würmern: Sie stammen nicht von der Erde, sondern sind außerirdischen Ursprungs, was bedeuten würde, dass es Leben auf anderen Welten gibt.

Darüber hinaus, könnte das Leben durch ebendiese bei ihrer Landung noch sehr lebendigen Würmer, erst auf unsere Erde importiert worden sein – Erich von Däniken lässt grüßen. Demnach wären wir alle Aliens, die sich nach einem Bauplan entwickelt hätten, nach dem sich auch die Lebewesen auf dem Mutterplaneten und vielleicht anderen ‘Kolonien’ ausgebildet haben.

Ein Schock für das Haus des Islam. Denn wenn es tatsächlich gelingen sollte, diese Welt zu erobern, bleiben vielleicht noch Milliarden von anderen Menschen irgendwo im All, und die Chancen stehen recht günstig, dass sie keine Muslime sind.


Und weiter:

#1 Francisco d’Anconia (07. Mrz 2011 12:57)

Schlimmer finde ich, dass wenn auf der Erde nur Muslime übrig bleiben, sie die Repräsentanten der Menschheit vor dem Rest des Universum sind.

#12 One World (07. Mrz 2011 13:14)

Wenn Mosleme in eine andere Gesellschaftsform einfallen und zu ihrer Invasion, Eroberung und zur Islamoforming ansetzen muss ich immer unwillkürlich an die Borgs bei Star Treck denken!

Wieso eigentlich?

Und ich muss an die Kaninchen in Australien denken. Die hat man damals als Bereicherung bei der Jagd eingeführt und die so harmlos aussehenden Kuscheltiere haben fast die gesamte Flora- und Fauna von Australien ausgerottet.

Und so gesehen sind Moslems Aliens! Und zwar gefährliche Aliens!

#31 Nerathule (07. Mrz 2011 13:48)

@Oneworld: Nur dass die Borg hochentwickelte Spezies sind (siehe Seven of Nine) und keine zauselbärtigen, ziegenbeglückenden, gestörten Analphabeten. Der Vergleich hinkt total.

#35 AufrechterDemokrat (07. Mrz 2011 13:52)

Die Erkenntnisse der NASA haben für Muslime weitreichende Folgen:

Der Koran ist falsch!

Somit hat Allah geirrt oder Mohammed gelogen!

Ergo ist Allah weder allmächtig noch der ‘wahre’ Gott.

Der Islam ist damit die unwahre Religion. Ein sadistischer Witz, sonst nichts.

#38 sarina (07. Mrz 2011 13:59)

Dass es Leben außerhalb unseres schönen Planeten gibt, ist schon an dem außerirdischen Verhalten von Muslimisten zu erkennen, die uns täglich beweisen, dass sie nicht von dieser Welt stammen können!

#49 The Twelfth Viking (07. Mrz 2011 14:17)

Ein Schock für das Haus des Islam. Denn wenn es tatsächlich gelingen sollte, diese Welt zu erobern, bleiben vielleicht noch Milliarden von anderen Menschen irgendwo im All, und die Chancen stehen recht günstig, dass sie keine Muslime sind.

Na ja, das wären ja dann keine Menschen, sondern andere evtl. intelligente Lebewesen, die Menschen in keiner Weise besonders ähneln müssen.

#50 Schlecht_Mensch (07. Mrz 2011 14:17)

Treffen sich 2 Planeten.
Sagt der eine zum anderen: Du siehst aber schlecht aus. Ja, sagt der andere, ich muss mir irgendwo Moslems weggeholt haben.
Ach, sagt da der eine, das hatte ich auch schonmal, das geht wieder weg.

#67 One World (07. Mrz 2011 15:14)

Ich stelle mir gerade vor die Moslems erobern mit ihrer aggressiven und brutalen gewaltbereiten Ideologie die gesamte Erde.

Und dann landen Außerirdische hier.

Ich denke mal die Aliens sind bedient und hauen sofort wieder ab. Die werden denken jetzt hat sich dieser Planet wieder in die Steinzeit zurückentwickelt.

Fehlt eigentlich nur noch Bayerns Arbeits- und Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU). Die würde E.T. und seine Kumpels vermutlich erst einmal auffordern, die christlich geprägte deutsche Werte- und Rechtsordnung anzuerkennen.

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Vielen Dank an für die vielen sachdienlichen Hinweise.

Letzter Aufruf

Spektakuläre Amateuraufnahme aus einem Verkehrsflugzeug vom letzten Start des NASA-Spaceshuttles Discovery am 24. Februar:



Der mit 28 Jahren älteste der noch in Betrieb befindlichen drei Raumgleiter war insgesamt 39 mal im All. Dabei hat die Discovery insgesamt rund 230 Millionen Kilometer zurückgelegt. Nach ihrer für den 7. März geplanten Rückkehr von der Internationalen Raumstation (ISS), an der sie am Sonntag zum 13. Mal angedockt hat, wird sie außer Dienst gestellt. Danach finden nur noch zwei weitere Shuttlemissionen statt, bevor diese von vielen Erfolgen, aber auch von zwei furchtbaren Katastrophen geprägte Ära des bemannten Raumflugs – wahrscheinlich im Frühsommer – zu Ende sein wird.

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USA: 40 Prozent Kreationisten

Vier von zehn Amerikanern glauben, dass Gott – welcher auch immer – den Menschen in seiner heutigen Form vor rund 10000 Jahren ganz alleine erschaffen hat. Fast genauso viele US-Bürger (38 Prozent) sind der Ansicht, dass sich der moderne Mensch in einem Millionen Jahre andauernden Prozess aus primitiveren Lebensformen entwickelt hat, Gott diese Entwicklung aber begleitet hat. Nur 16 Prozent glauben dagegen, dass ausschließlich die Evolution für die Entstehung des menschlichen Lebens verantwortlich ist.

Erstaunliche Zahlen, wie ich finde – wobei nicht unter den Tisch fallen soll, dass der Anteil der Kreationisten seit mehreren Jahren zurückgeht, während die Zahl der Anhänger der reinen Evolutionslehre im gleichen Zeitraum stetig gestiegen ist.

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Vielen Dank an schlammungeheuer für den sachdienlichen Hinweis.

Eva Herman macht sich schon wieder zum Affen

Der neueste Unfug aus dem Hause Herman:

Eine neue Studie bringt das an den Tag, was Bindungsforscher seit über 60 Jahren anmahnen, was von Politik und fortschrittlicher Erwerbsgesellschaft jedoch kaum wahrgenommen wird: Langes Stillen macht die Menschen klüger, leistungs- und belastungsfähiger, selbstbewusster und gesundheitlich robuster. Außerdem ist das Stillen die beste Suchtprophylaxe.


Dumm nur, dass das eigentlich nicht in der Studie steht und man das Ergebnis so absolut auch nicht zusammenfassen kann. Zitat (Hervorhebungen von mir):

Ein großes Hirn kann Großes leisten: Wenn eine Tierart über ein besonders großes Gehirn verfügt, ist dies in der Regel ein Hinweis auf hohe Intelligenz oder Geschicklichkeit, etwa bei der Nahrungssuche.

[...]

Die entscheidende Rolle für die Entwicklung eines großen Hirns, so das Ergebnis der aktuellen Studie, spiele die mütterliche Zuwendung. ‘Je länger der Nachwuchs im Mutterleib heranreifen kann oder von seiner Mutter gesäugt wird, desto größer und leistungsfähiger kann sein Gehirn werden’, unterstreicht Weisbecker.


Mit anderen Worten: Gestillte Kinder können, müssen aber keineswegs intelligenter als ungestillte Kinder sein. Intelligenz ist doch keineswegs nur von der Größe des Gehirns abhängig. Dabei spielen natürlich auch andere Faktoren, die nichts mit mütterlicher Zuwendung zu tun haben, eine kaum weniger entscheidende Rolle. Abschreckendes Beispiel dafür ist Eva Herman selbst, deren theoretisch mögliches Potential zweifellos deutlich über dem liegt, was sie der Öffentlichkeit seit Jahren an publizistischem Bockmist zumutet.

Am besten gefällt mir übrigens dieser Satz:

Beim Stillen schaut der Säugling nirgendwo anders hin als in das Gesicht seiner Mutter.

Einmal abgesehen davon, dass ich das schon aufgrund der anatomischen Gegebenheiten für ziemlich ausgeschlossen halte: Wo genau schaut eigentlich der Säugling hin, der gerade sein Fläschchen bekommt?

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Vielen Dank an Ulrich für den sachdienlichen Hinweis.

Noch eine Illusion weniger

Als hoffnungslos süchtiger Junkie so erfolgreicher US-Serien wie Navy CIS und Medical Detectives war ich eigentlich immer der festen Überzeugung, dass Tatortspuren nicht lügen können. Im Grunde genommen ist das auch so. Den Damen und Herren Laborermittlern des State Bureau of Investigations des US-Bundesstaates North Carolina würde ich allerdings nicht einmal mehr einen klapprigen Gebrauchtwagen abkaufen:

190 Verurteilungen, teilweise wegen Mordes, müssen überprüft und vielleicht neu verhandelt werden. Der Grund: Über mehrere Jahre hat das Labor des State Bureau of Investigations bei Tatortuntersuchungen falsche oder unvollständige Ergebnisse geliefert.

80 Menschen, vier davon zum Tode verurteilt, können nun zumindest hoffen, wieder freizukommen. Für drei Verurteilte kommen die neuen Erkenntnisse zu spät: Sie wurden bereits hingerichtet.

Begonnen wurde die Untersuchung im Februar nach der Begnadigung Greg Taylers, der 17 Jahre im Gefängnis gesessen war – für einen Mord, den er nicht begangen hat. Special Agent Duane Deaver, der die Tatortspuren im Labor untersucht hatte, hatte in seinem Bericht verschwiegen, dass Blutspuren in Taylors Auto sich nach genaueren Tests als andere Flüssigkeit herausgestellt hatten.

Zwei FBI-Agenten wurden daraufhin damit beauftragt, über 15000 Gutachten zu überprüfen, das Deavers Labor zwischen 1987 und 2003 erstellt hatte. ‘Der Bericht ist beunruhigend und beschreibt eine Praxis, die inakzeptabel war und ist’, sagt Roy Cooper, oberster Strafverfolger North Carolinas und Initiator der Untersuchung. Die Vorwürfe der Ermittler sind in allen Fällen ähnlich: Die Ergebnisse von Bluttests wurden zurückgehalten oder falsch berichtet.

[...]

Acht Labormitarbeiter sollen solche falschen Berichte geliefert haben, vier arbeiten immer noch für das SBI.

In fünf Fällen soll Deaver in seinem Bericht sogar behauptet haben, die Testergebnisse seien gleich gewesen – obwohl sie unterschiedlich waren. Nach der Veröffentlichung des Berichts wurde er umgehend suspendiert. ‘Meine Chefs haben mir aufgetragen, den Bericht so zu schreiben’, gab er zu Protokoll.

Der Bericht bestätigt diese Aussage teilweise. Schuld sei ‘eine Geisteshaltung des Sektionschefs, der die Staatsanwaltschaft als Kunden des Labors sah und daher der Meinung war, Berichte sollten vor allem nach den Bedürfnissen der Staatsanwaltschaft geschrieben werden.’

Quelle

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Via _schmecks_.

Sarrazin: Deutsche werden wegen Ausländern immer dümmer

Neues vom Chefrassisten der Deutschen Bundesbank:

‘Wir werden auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer’, sagte Sarrazin am Donnerstag bei den Arbeitskreisen Schule-Wirtschaft der Unternehmerverbände Südhessen. Zuwanderer ‘aus der Türkei, dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika’ wiesen weniger Bildung auf als Migranten aus anderen Ländern.

Einwanderer bekämen zudem mehr Kinder als Deutsche. Es gebe ‘eine unterschiedliche Vermehrung von Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Intelligenz’, sagte der frühere Berliner Finanzsenator. Intelligenz werde von Eltern an Kinder weitergegeben, der Erbanteil liege bei fast 80 Prozent.


Nun ja, dass Deutsche ganz ohne fremde Einflüsse verdummen, dafür ist Thilo Sarrazin wirklich ein abschreckendes Beispiel. Im übrigen ist das mit dem Einfluss der Gene auf die Intelligenz natürlich wesentlich komplizierter, als ein Herr Sarrazin das jemals zu verstehen in der Lage sein wird. Aber vielleicht hilft ihm ja das weiter, was der amerikanische Biologe und Genetiker Richard Lewontin dazu einmal gesagt hat:

Man stelle sich vor, man habe einen Sack voll Weizenkörner. Man teile diesen Sack rein zufällig in zwei Hälften. Die eine Hälfte säe man auf einem fruchtbaren Boden, den man gut wässert und düngt. Die andere Hälfte werfe man auf einen kargen Acker. Wenn man nun das erste Feld betrachtet, wird einem auffallen, dass die Weizenähren verschieden groß sind. Man wird dies auf die Gene zurückführen können, denn die Umwelt war für alle Ähren gleich. Wenn man das zweite Feld betrachtet, wird man die Variation innerhalb des Feldes auch auf die Gene zurückführen können. Doch es wird auch auffällig sein, dass es große Unterschiede zwischen dem ersten Feld und dem zweiten Feld gibt. Auf dem ersten Feld sind die Unterschiede zu 100 Prozent genetisch, auf dem zweiten Feld sind die Unterschiede zu 100 Prozent genetisch, doch das heißt nicht, dass die Unterschiede von Feld 1 und Feld 2 auch genetisch sind.

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