Archiv der Kategorie ‘Wissenschaft‘

 
 

Sarrazin: Deutsche werden wegen Ausländern immer dümmer

Neues vom Chefrassisten der Deutschen Bundesbank:

‘Wir werden auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer’, sagte Sarrazin am Donnerstag bei den Arbeitskreisen Schule-Wirtschaft der Unternehmerverbände Südhessen. Zuwanderer ‘aus der Türkei, dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika’ wiesen weniger Bildung auf als Migranten aus anderen Ländern.

Einwanderer bekämen zudem mehr Kinder als Deutsche. Es gebe ‘eine unterschiedliche Vermehrung von Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Intelligenz’, sagte der frühere Berliner Finanzsenator. Intelligenz werde von Eltern an Kinder weitergegeben, der Erbanteil liege bei fast 80 Prozent.


Nun ja, dass Deutsche ganz ohne fremde Einflüsse verdummen, dafür ist Thilo Sarrazin wirklich ein abschreckendes Beispiel. Im übrigen ist das mit dem Einfluss der Gene auf die Intelligenz natürlich wesentlich komplizierter, als ein Herr Sarrazin das jemals zu verstehen in der Lage sein wird. Aber vielleicht hilft ihm ja das weiter, was der amerikanische Biologe und Genetiker Richard Lewontin dazu einmal gesagt hat:

Man stelle sich vor, man habe einen Sack voll Weizenkörner. Man teile diesen Sack rein zufällig in zwei Hälften. Die eine Hälfte säe man auf einem fruchtbaren Boden, den man gut wässert und düngt. Die andere Hälfte werfe man auf einen kargen Acker. Wenn man nun das erste Feld betrachtet, wird einem auffallen, dass die Weizenähren verschieden groß sind. Man wird dies auf die Gene zurückführen können, denn die Umwelt war für alle Ähren gleich. Wenn man das zweite Feld betrachtet, wird man die Variation innerhalb des Feldes auch auf die Gene zurückführen können. Doch es wird auch auffällig sein, dass es große Unterschiede zwischen dem ersten Feld und dem zweiten Feld gibt. Auf dem ersten Feld sind die Unterschiede zu 100 Prozent genetisch, auf dem zweiten Feld sind die Unterschiede zu 100 Prozent genetisch, doch das heißt nicht, dass die Unterschiede von Feld 1 und Feld 2 auch genetisch sind.

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Anti-Schwulen-Hetze: Katholiken-Taliban lassen keine Gelegenheit aus

Homosexuelle müssen vom römisch-katholischen MissbrauchsPriestertum ferngehalten werden. Das fordert der Chef der ultrakonservativen Piusbruderschaft, Bernard Fellay. Grund: Die Opfer seien fast ausschließlich

Jungen im geschlechtsreifen Alter

gewesen. Daraus ergebe sich, so Fellay, dass nicht der Zölibat, sondern das – angebliche – Schwulsein der Priester das Problem sei.


Dumm nur, dass die Wissenschaft das doch nicht nur ein bisschen anders sieht: Die meisten Pädophilen sind entweder auf Mädchen oder auf Jungen orientiert, wobei der Anteil der homosexuellen Pädophilen geringfügig größer ist. Bei den nicht-ausschließlich Pädophilen zeigt sich eine Verteilung von jeweils etwa einem Drittel homosexuell, heterosexuell und bisexuell orientierten Pädophilen.


Schaubild: Therapeutische Primärprävention von sexuellem Kindesmissbrauch im Dunkelfeld des Universitätsklinikums Charité Campus Mitte (Seite 15)

Aber Fellay geht es sowieso nicht um den Schutz von Kindern und Jugendlichen.

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Broder und Konsorten: ‘Keineswegs seriöse Islamkritik’

Thorsten Gerald Schneiders ist Politologe und arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Religion des Islam am Centrum für religiöse Studien (CRS) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Im Gespräch mit Telepolis äußerte er sich jetzt auch zu den Damen und Herren Kelek, Schwarzer, Giordano und Broder:

Um diese und auch andere Personen genau einzuordnen, müsste man sich im Einzelnen mit ihnen und den Aspekten ihres Schaffens auseinandersetzen. Jedenfalls von den zwei- bis dreihundert Seiten eines Buches von Kelek, Schwarzer oder Broder sind sicher nicht alle komplett unsachlich und falsch. Insgesamt aber ist ihre Argumentation unlogisch, undifferenziert und fahrlässig. Sie arbeiten mit Mechanismen, die persönliche Ziele verfolgen und keineswegs im Dienst einer seriösen Kritik am Islam stehen. Weder hat einer der Genannten Islam- oder zumindest Religionswissenschaft studiert, noch ist bekannt, dass einer von ihnen Arabisch spricht. Dennoch treffen sie immer wieder theologische oder historische Aussagen.

Dessen ungeachtet schimpfen und klagen sie an, ohne dabei je Konsequenzen aufzuzeigen. Was etwa soll die Konsequenz aus Ralph Giordanos Aussage ‘Der Islam ist das Problem’ sein? Dass man den Islam verbietet? Den Koran verbietet? Dass alle Muslime ihrem Glauben so weit abschwören, bis er zufieden ist? Dass man alle Muslime aus dem Land wirft? Die – wie ich sie nenne – ’sogenannten Islamkritiker’ mögen mit dergleichen Gedanken spielen, lassen aber letztlich alles offen. Eben darin liegt die Gefahr. Sie sorgen für sozialen Sprengstoff und für bewusste Polarisierung in der Gesellschaft, wenn man so will, liefern sie den Zunder für die Hetze.


Treffend analysiert.

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Aber sonst geht’s mir gut

Nachdem ich seit fast einer Woche verhältnismäßig sicher sein kann, dass selbst ich ein Herz habe, musste ich heute feststellen, dass es um meine nähere Zukunft wohl doch nicht so gut bestellt ist, wie ich leichtsinnigerweise angenommen hatte. Denn die – wenn man so will – Drogentherapie, die mir verordnet wurde, scheint mich früher oder später genauso umzubringen wie die Raucherei, die ich mir gerade verzweifelt abzugewöhnen versuche. Auf jeden Fall kann ich mich in nächster Zeit auf die folgenden Nebenwirkungen freuen:

Sehr häufig: Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Appetitverlust, ausgeprägter Blutdruckabfall, Müdigkeit,

Häufig: Blutungen, Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Geschmacks-veränderungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Bradykardie, Gleichgewichtsstörungen, Palpitationen, kalte Hände und Füße, Atemnot bei Anstrengung

Gelegentlich: Kopfschmerzen, Magengeschwür, Übelkeit, Verstopfung, Blähungen, Hautausschläge, Juckreiz, Benommenheit, abnormale Berührungsempfindlichkeit, Gewichtszunahme, Depressionen, Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit, Alpträume, Parästhesien, Präkardialschmerz, Bronchospasmen, Muskelkrämpfe, Ödeme

Selten: Nervosität, Spannung, Sehstörungen, trockene oder gereizte Augen, Konjunktivitis, funktionelle Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Schnupfen, Mundtrockenheit, Haarausfall, Impotenz und andere Sexualstörungen, bindegewebige Verhärtung der Schwellkörper des Penis (Induration penis plastica)

Sehr selten: Gelbsucht, Rückenschmerzen, Fieber, Atembeschwerden, Husten, allergische Reaktionen, Schwellungen im Mundbereich, Blasenbildung der Haut, Entzündung der Mundschleimhaut, niedriger Blutdruck, Verwirrtheitszustände, Halluzinationen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Geschmacksstörungen, Laktatazidose, Verminderung der Vitamin-B12-Aufnahme, Hepatitis, Gelbsucht, Thrombozytopenie, Leukopenie, Vergesslichkeit, Gedächtsnisstörungen, Persönlichkeitsveränderungen, Tinnitus, Hörstörungen, Bewusstlosigkeit, Lichtempfindlichkeit, Schuppenflechte, Muskelschwäche

Aber sonst geht’s mir gut. Ehrlisch! Isch schwör!

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Klimaforschernamendyslexiesyndrom

Ich gebe zu, von den großen gesundheitlichen Gefahren, denen tapfere Erderwärmungsablehner in ihrer täglichen Arbeit für die imaginäre Abkühlung unseres Planeten ausgesetzt sind, hatte ich bis heute wirklich nicht den blassesten Schimmer. Eine der heimtückischsten Krankheiten, die den Klimaskeptiker von Parallelwelt befallen kann, ist das so genannte Klimaforschernamendyslexiesyndrom, kurz KliFoNDyS. Was es damit auf sich hat, erklärt Georg Hoffmann bei scienceblogs.de am Beispiel eines Buches, das der frühere französische Forschungsministers Claude Allegre hingerotzt hat. Resultat:

Falsch geschriebene Klimaforscher in diesem Beitrag: 5, Klimaforscher, die überhaupt nicht gegen den IPCC sind: 4, Klimaforscher, die keine sind: 2. Wenn es nicht wahr wäre, müsste man es erfinden.


Da werden wohl auch keine Pillen mehr helfen können.

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Vielen Dank an schlammungeheuer für den sachdienlichen Hinweis. Via.

Der Zusammenhang zwischen IQ und politischer Einstellung

In einer Langzeitstudie mit 15000 Teilnehmern haben amerikanische Forscher herausgefunden, dass konservative Oberstübchen nicht mit denen von linksliberalen mithalten können. Der durchschnittliche konservative Intelligenzquotient (IQ) liegt mit 95 fünf Punkte unter dem Durchschnitt, während sich der linksliberale IQ im Schnitt bei 106 einpendelt. Für die Forscher sind die Ergebnisse der Studie keine Überraschung, denn

[...] Tradition kommt auch ohne Denken aus. [...]

[...]

Intelligenz erlaube es den Menschen, sich anders zu verhalten, als es die Evolution in ihnen angelegt habe, [...].


Die von den Amerikanern gewonnenen Erkenntnisse lassen sich übrigens auch durch frühere Untersuchungen bestätigen:

Unter gut 6000 Menschen, die im April 1970 zur Welt kamen und von Forschern seither begleitet werden, neigen die intelligenteren eher dazu, Grüne oder Liberaldemokraten zu wählen als Konservative oder die Labour Party.

Der Psychologe Ian Deary von der Universität Edinburgh hat den Unterschied in einer Studie 2008 beziffert. Die Grünen-Wähler in der Stichprobe hatten als Kinder einen mittleren IQ von 108, Anhänger der Konservativen 104 und Labour-Unterstützer 103. Nichtwähler und Anhänger einer rechtsextremen Partei lagen jeweils unter 100.

‘Diese Unterschiede sind nicht groß, aber sie lassen sich auch nicht durch Zufälle erklären’, sagt Detlef Rost, Intelligenz-Forscher an der Universität Marburg. ‘Um progressiv zu sein, brauchen Menschen kognitive Leistungsfähigkeit. Wer immer im Bekannten bleibt, muss nicht viel überlegen.’

Ich persönlich halte zwar nicht viel davon, Intelligenz ausschließlich anhand des IQs zu bestimmen, aber ein breites Grinsen kann ich mir trotzdem nicht verkneifen. Entschuldigung!

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Via burakt und kruppzeuch.