Piratenpartei zensiert PHOENIX
Die Piratenpartei hat sich gleich am ersten Tag ihres Bundesparteitags in Neumünster eine peinliche Zensurposse geleistet: Während der PHOENIX-Liveberichterstattung musste der öffentlich-rechtliche Informationskanal auf Geheiß der Partei Trennwände aufstellen, um weiter senden zu dürfen. Das ganze Trauerspiel im Zusammenschnitt von fernsehkritik.tv:
Wohlgemerkt: Bei PHOENIX war im Hintergrund lediglich eine Totalaufnahme der Halle zu sehen – und nicht etwa die Abstimmung an sich oder gar einzelne Wahlzettel. In ganz ähnlicher Weise berichtet das Fernsehen von anderen Parteitagen oder auch von ebenfalls geheimen Abstimmungen im Deutschen Bundestag. Niemand hat sich bisher darüber bschwert. Die offizielle Begründung der Piratenpartei für die willkürliche Einschränkung der Dreherlaubnis ist also schlicht und einfach Bullshit und wirft natürlich die Frage auf, wie es die Piraten mit der so gerne zur Schau gestellten Transparenz der Partei wirklich halten – vor allem dann, wenn nicht nur wohlwollende Hofberichterstattung stattfindet.
Die Antwort auf diese Frage hat die Piratenpartei heute gegeben. Wer kritische Journalisten bei der Arbeit behindert, steht ganz sicher nicht für freiheitlich-demokratische Grundüberzeugungen.


