CDU Mecklenburg-Vorpommern auf fremdenfeindlichem Stimmenfang

Aus dem Programm der CDU Mecklenburg-Vorpommern zur Landtagswahl am 4. September 2011 (Hervorhebung von mir):

Die Bildungseinrichtungen erziehen zu Demokratie und Toleranz, zu Mitmenschlichkeit und Gemeinsinn. Verfassungswidrige Zeichen, rassistische, fremdenfeindliche, gewaltverherrlichende und andere menschenverachtende Verhaltensweisen werden untersagt. Auch abgrenzende Symbole, wie das Tragen des Kopftuches, werden wir an den Bildungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern ab dem Jahr 2012 mit einem Landesgesetz verbieten.


Und wieviele muslimische Lehrerinnen unterrichten in Meckelneburg-Vorpommern wohl? Na? Na? Genau – keine einzige. Doch damit noch nicht genug:

Für Kinder, die in einem Elternhaus ohne deutsche Muttersprache aufwachsen, soll es von Herbst 2012 an Pflicht sein, vom dritten Lebensjahr an den Kindergarten zu besuchen. Wir sichern ihnen so einen guten Start in der Schule.

Blödsinn. Der CDU in Mecklenburg-Vorpommern geht es doch nur darum, sich mit dumpfen fremdenfeindlichen Parolen aus wahltaktischen Gründen in unmittelbarer politischer Nähe zur NPD zu positionieren. Nur haben die sogenannten Christdemokraten des Landes nicht den Mumm, das auch zuzugeben – typische Rechtspopulisten ohne jedes Rückgrat eben.

Übrigens: In Mecklenburg-Vorpommern regieren Sozial- und Christdemokraten gemeinsam. Davon auszugehen, dass sich die SPD wegen des CDU-Wahlprogramms ernsthaft auf die Suche nach einem neuen Partner umsieht, wäre allerdings trotzdem viel zu optimistisch gedacht.

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Ein Kommentar zu “CDU Mecklenburg-Vorpommern auf fremdenfeindlichem Stimmenfang”

  1. Politblogger » Nicht undenkbar
    29. Mai 2011 um 12:40

    [...] Abgeordnetenhauses im September ist gefaked – aber jetzt mal ganz ehrlich: Wenn man die Arbeit der Parteikollegen aus Mecklenburg-Vorpommern so betrachtet, würde man da ein Filmchen wie dieses nicht doch für möglich [...]