Das verstrahlte Weltkulturerbe

Wie sieht eigentlich so ein UNESCO-Weltkulturerbe aus? Nun, zum Beispiel so:


Detonation einer Atombombe auf dem Bikini-Atoll am 25. Juli 1946
(Foto: ballardian.com)


Galubst du nicht? Glaubst du doch!

Zwischen 1946 und 1954 waren die Marshall-Inseln, zu denen das Bikini-Atoll zählt, Schauplatz von insgesamt 67 Nuklearwaffentests. 23 davon fanden auf dem kleinen Atoll im Pazifik statt. Die dabei freigesetzte Energie enstprach der 7000-fachen Zerstörungskraft der Hiroshima-Bombe. Die vor dem Beginn der amerikanischen Tests mit falschen Versprechungen aus ihrer Heimat deportierten Bikianer warten bis zum heutigen Tag auf den allergrößten Teil der Entschädigungszahlungen in Höhe bon 1,1 Milliarden Dollar, die ihnen das United States Nuclear Claims Tribunal schon vor über neun Jahren zugesprochen hat. Das Atoll selbst ist auch 56 Jahre nach dem letzten Test noch nicht wieder bewohnar, weil Fauna und Flora nach wie vor strahlenverseucht sind.

Mehr zum Thema Weltkulturerbe beim POLITBLOGGER:

Weltkulturerbe Reichsparteitagsgelände? (4. Juli 2010)

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