Es war einmal
Im unvollendeten Grimm’schen Märchen Die Schwiegermutter lässt die Titelfigur die Königin und ihre beiden Kinder in ein Kellerverließ sperren, als ihr Sohn, der König, gerade Krieg führt. Ihrem Diener befiehlt die offenbar manisch kanibalisch veranlagte Dame das eine Kind in brauner und das andere Kind in weißer Soße zu kochen, damit sie beide essen kann. Doch in letzter Minute lässt sie sich zu einem Schwein und einem Ferkel überreden. Dann will die böse Schwiegermutter die Königin selbst zum kulinarischen Hochgenuss verarbeiten lassen.
Wie die tragische Geschichte ausgeht, ist nicht überliefert. Sicher ist dagegen, dass Bettina Wulffs Mutter weder ihrem Schwiegersohn noch dem gemeinsamen Kind der Wulffs nach dem Leben trachtet. Die liebe Schwiegermama war sogar recht spendabel – und das ausgerechnet immer dann, wenn die Wulffs mit Christians Kumpel David Groenewold im Urlaub waren. So ein Zufall aber auch:
Nicht von Filmproduzent David Groenewold sollen zwei Urlaube Christian Wulffs auf Sylt finanziert worden sein, sondern von Wullfs heutiger Ehefrau – aus Bargeldgeschenken ihrer Mutter.
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Demnach hat die Mutter von Bettina Körner schriftlich erklärt, ihrer Tochter zu deren 34. Geburtstag am 25. Oktober 2007 in bar 1000 Euro geschenkt zu haben. Sechs Tage später checkten Wulff und seine damalige Lebensgefährtin im Sylter ‘Hotel Stadt Hamburg’ ein. Den dreitägigen Aufenthalt verbrachten sie gemeinsam mit Groenewold, der die Reise gebucht und mit seiner Kreditkarte vorfinanziert haben will. Anschließend, so Wulff und Groenewold, habe der Politiker die Kosten von 774 Euro in bar erstattet. Nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft korreliert die Rückerstattung allerdings nicht mit Bargeldabhebungen von einem Konto der Wulffs. Dies erklärt Wulff nun mit dem Geburtstagspräsent.
Ein weiteres Geldgeschenk über 2500 Euro soll seine spätere Frau von ihrer Mutter laut deren schriftlicher Erklärung Weihnachten 2007 erhalten haben – in bar. Die Scheine habe sie bis zu einem weiteren Sylt-Urlaub im August 2008 aufbewahrt, den ebenfalls Groenewold buchte und vorfinanziert haben soll. Auch in diesem Fall will Wulff die Kosten von 1540 Euro bar erstattet haben.
Eine wirklich nette Familie, diese Wulffs, nicht wahr?

11. März 2012 um 13:44
[...] Freunden durchaus üblich sei. Wulff habe dem Kloster mittlerweile auch die Kreditkarte seiner Schwiegermutter zur Verfügung [...]