Es wird eng für PI-Pfarrerin Dietrich

Der Synodalrat der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn hat gegen die Schweizer Pfarrerin Christine Dietrich ein Verfahren eingeleitet. Dietrich soll bis vor kurzem Co-Chefin des rechtsradikalen Blogs Politically Incorrect (PI) gewesen sein. Nach den in Deutschland angestellten und veröffentlichten PI-Recherchen hatte sich die evangelische Theologin – nicht zum ersten Mal – von der extrem islamfeindlichen Propagandaplattform losgesagt. Bis Ende November soll nun eine von der Kirche beauftragte Berner Rechtsanwaltskanzlei die schweren Vorwürfe gegen Dietrich prüfen.

Inzwischen versucht Christine Dietrich, ihre führende Rolle bei PI um jeden Preis zu marginalisieren. Sie sei eigentlich nur ein bisschen naiv gewesen und habe auch nichts gegen den Islam. Ebenso wenig teile sie das Gedankengut ihrer (ehemaligen?) PI-Freunde. Die hatten am 18. Mai 2009 allerdings ein ganz anderes Bild von ihr, dem Dietrich auch nicht widersprochen hat (siehe auch hier):

In der Schweiz lebt eine mutige Pfarrerin. Sie benutzt ihren gesunden Menschenverstand und liest Bücher. Beispielsweise den Koran, die Hadithe und die Biographie von Mohammed. Sie wundert sich wie so viele andere geistig aktive Menschen, dass der Islam entgegen aller Fakten in Europa von einer Mainstreamwalze verharmlost wird, die sich aus regierenden politischen Parteien, mehrheitlich links eingestellten Medien und pathologischen Gutmenschen zusammensetzt.

Diese mutige Pfarrerin könnte es sich leicht machen und einfach den Mund halten. So wie sich auch in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die meisten nach der vorherrschenden Windrichtung orientiert haben. Die Masse ist vorsichtig und neigt nicht zum Heldentum. Daher muss man über jeden Mutigen froh sein, der aufsteht und die Wahrheit sagt. Auch, wenn es gefährlich ist, denn es gibt viele, die die Wahrheit so fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Beispielsweise die Anhänger einer fanatischen Ideologie, die in sich so wirr, so unlogisch, so widersprüchlich und in weiten Teilen so dämlich ist, dass man als aufgeklärter Mensch der westlichen Zivilisation nur mit dem Kopf schütteln kann.

Aber diese arabisch-türkische Machokultur sieht ihre gesamte Machtbasis gefährdet, wenn die islamische Ideologie in sich zusammenfallen würde. Die Macht über die Frauen, die Macht über die Andersgläubigen und Andersdenkenden. Daher werden Kritiker dieses sektenähnlichen Gebildes massivst bedroht, eingeschüchtert und vielfach auch getötet. Wie schon zu den Zeiten des selbsternannten ‘Propheten’ Mohammed, eines eiskalten und skrupellosen Machtmenschen.

Unsere Pfarrerin möchte sich aber nicht hinter den Mauern ihrer Kirche und ihres Schweizer Dorfes verstecken, wie es so viele andere tun. Sie möchte etwas gegen die Ausbreitung dieser brandgefährlichen Ideologie unternehmen. Sie schreibt Artikel und sie geht zu islamkritischen Veranstaltungen. Wie beispielsweise auch zum Anti-Islamisierungskongress nach Köln, um dort Islamkritiker aus ganz Europa treffen zu können. Da Dr. Christine Dietrich in der noch überschaubaren Gemeinde der Islamkritiker mittlerweile bekannt ist, haben die Veranstalter sie gebeten, die Eröffnungsrede zu halten und dem Kongress den kirchlichen Segen zu geben.

[...]

Christine Dietrich ist eine moderne Jeanne d’Arc, eine Sophie Scholl, der Bewunderung für ihren Mut gezollt werden sollte, aufzustehen und die Wahrheit auszusprechen. Wir Islamkritiker sollten geschlossen hinter ihr stehen, unsere Solidarität zeigen und unsere Unterstützung geben.

Wenn Christine Dietrich bei PI – wie sie behauptet – lediglich ihrer proisraelische Haltung Ausdruck verleihen wollte, wie konnte es dann beispielsweise zu diesem von ihr im April 2008 mit Gisèle Littman alias Bat Ye’or geführten Interview kommen, dessen suggestive Fragestellungen schon damals keinerlei Zweifel an Dietrichs stramm islamfeindlicher Gesinnung aufkommen ließen – von ihren anderen Entgleisungen gar nicht erst zu reden. Nein, in Wahrheit ist es doch so, dass Dietrich jetzt nur das tut, was Leute eben so tun, die man wiederholt beim Tarnen, Tricksen und Täuschen erwischt hat:

Sie lügen einfach weiter.

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4 Kommentare zu “Es wird eng für PI-Pfarrerin Dietrich”

  1. Fareus » Jeanne d’Arc in Nöten
    24. September 2011 um 11:22

    [...] [via PB] Kategorie: PI Menschenhass und Gewalt | Tags:Christentum, Menschenhass, [...]

  2. Es “lupft” mir den Hut « QuerBlog.de
    25. September 2011 um 00:58

    [...] Meinungen zu Frau Dietrich. http://www.politblogger.eu/index.php?s=%22Christine+Dietrich%22 Dietrich, PI Frau Dietrich wird [...]

  3. Politblogger » Ex-PI-Chefin Christine Dietrich: Lauwarm abgewatscht
    26. Januar 2012 um 22:32

    [...] September 2011 eröffnete der Synodalrat der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn ein förmliches Untersuchungsverfahren [...]

  4. Das Nacktmodell und die Pfarrerin | Dontyoubelievethehype
    27. Januar 2012 um 12:38

    [...] September 2011 eröffnete der Synodalrat der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn ein förmliches [...]