Eva Hermann und der ‘moralische Anstand’
Nach ihrem geistigen Tiefstflug am Tag nach der Duisburger Katastrophe hat Eva Herman heute noch einmal nachgelegt:
Natürlich übe ich in dem Artikel, wie immer übrigens, Kritik an den Urhebern des allgemeinen Sittenverfalls, wozu meines Erachtens hauptsächlich die sogenannten Achtundsechziger gehören. Sie haben Werte wie moralischen Anstand nahezu abgeschafft.
Ausgerechnet eine Eva Herman spricht von moralischem Anstand? Das ist ungefähr so glaubhaft, als wenn Ex-Prügelbischof Mixa die gewaltlose Kindererziehung fordern würde. Herman und Anstand sind Gegensätze, die sich abstoßen. Aber die Herman hat ja einen Traum:
Den Traum eines Landes mit glücklichen Menschen, ohne Drogen, ohne übermäßigen Alkohol, ohne eine sexualisierte Gesellschaft, sondern eines Landes, in dem Menschen leben, denen Verlässlichkeit und gegenseitiger Respekt wichtig sind. Wünschenswert wäre ein Land, in dem die Menschen sich füreinander verantwortlich fühlen, ein Land, in welchem Politiker nicht mehr die Unwahrheit sagen dürfen, ein Land mit Medien, die wahr berichten. Ein Land mit geistiger Freiheit und Hilfe sowie Liebe für den Nächsten.
Ich träume manchmal auch. Von einem Land, in dem uns Eva Herman nicht mehr mit ihrem verlogenen, menschenverachtenden und pseudoreligiösen Gegeifer belästigt.
