Gauck soll es werden
Es hatte sich zwar schon abgezeichnet, doch nun steht es fest: Joachim Gauck soll Nachfolger von Christian Wulff werden. Union, FDP, SPD und Grüne haben sich auf den früheren Leiter der nach ihm benannten Stasi-Unterlagenbehörde als Kandidat für die Bundesversammlung geeinigt, die spätestens am 18. März den neuen Bundespräsidenten wählen wird.
Das Tragische daran ist: Es ist schon wieder die falsche Entscheidung. Warum? Darum. Oder auch darum. Wer mit Sarrazin sympathisiert und die verständlichen Proteste gegen die viele bürgerliche Existenzen vernichtenden Auswüchse des Kapitalismus als
albern
abtut, der ist für das höchste Staatsamt wenig geeignet.
Gauck wäre, als er gegen Wulff antrat, vor allem wegen seiner unbestrittenen Verdienste um die deutsche Einheit sicherlich die bessere Wahl gewesen – und weil Wulff schon damals ein schlechter Kandidat war. Doch nun tritt Gauck quasi alleine an. Da müssen andere Maßstäbe angelegt werden.

20. Februar 2012 um 15:05
[...] schliesse mich der Meinung des Politbloggers [...]