Gothaer Versicherung: Blanker Rassismus
Ein 79-jähriger Mann wird bei einem von ihm nicht verschuldeten Verkehrsunfall schwer verletzt. Die Versicherung des Unfallverursachers zahlt dem Rentner 100000 Euro Schadensersatz und Schmerzensgeld. Die von dem Anwalt des Verletzten geforderte Erstattung des so genannten Haushaltsführungsschadens lehnt die Versicherung jedoch ab – und das mit einer Begründung, bei der es einem regelrecht die Sprache verschlägt>: Der Mann ist schließlich Muslim und verrichtet deshalb (!) grundsätzlich keine Hausarbeiten. Aber lies selbst:
Die Sachbearbeiterin S. hatte sich zuvor offenbar ausführlich mit dem Koran beschäftigt, zitiert in einem Schreiben unter anderem die Sure 4,34.
Aus der Lektüre von Fachliteratur schließt sie, dass M. aufgrund seiner Glaubensrichtung niemals Haushaltstätigkeiten verrichten würde. Denn im Islam sei die Frau grundsätzlich dem Mann unterlegen. ‘Die traditionelle Ehe wird in der Regel nicht als Paarbeziehung verstanden, sie dient der Gemeinschaft. Es kann also nicht vom Vorbild der deutschen Ehe ausgegangen werden, wo sich die Eheleute den Haushalt teilen. [...] Nach dem patriarchalen und traditionellen Mannesbild in der muslimischen Ehe führt der Ehemann nicht den Haushalt.’
Dass das Ehepaar M. genau nach diesem Muster lebt, meint die Sachbearbeiterin S. aus der Tatsache zu schließen, dass der bereits 1959 aus Algerien nach Deutschland eingewanderte M. 1976 im Alter von 45 Jahren ’seine wesentlich jüngere Ehefrau’ (26) heiratete, bei der S. zudem eine ‘fehlende Sprachkompetenz’ konstatiert.
Einmal abgesehen davon, dass die Frau des Algeriers berufstätig ist und auch die deutsche Sprache beherrscht: Wie krank im Kopf muss man eigentlich sein, um sich als Mitarbeiterin einer Versicherung einen solchen – mit Verlaub – Scheiß auszudenken?
Die Gothaer Versicherung hat sich bis jetzt nur für den unverschämten Ton des Ablehnungsschreibens entschuldigt. In der Sache selbst sieht sie kein Fehlverhalten ihrer Angestellten.
Unfassbar.
Vielen Dank an Farsi für den sachdienlichen Hinweis.

25. September 2010 um 23:57
[...] Nachklapp zum vorigen Artikel: [...]
27. September 2010 um 00:21
Blanker Rassismus…
Rassismus wirkt, die Saat Sarrazins geht auf. Eine Versicherung verweigert einem Muslimen, der bei einem Fahrradunfall schwere Verletzungen erlitt, die Erstattung des Haushaltsführungsschadens, da er laut einer Koransure grundsätzlich keine Tätigkeiten…
30. September 2010 um 13:05
[...] Wir erinnern uns (siehe auch hier): Ein 79-jähriger Mann wird bei einem von ihm nicht verschuldeten Verkehrsunfall schwer verletzt. Die Versicherung des Unfallverursachers zahlt dem Rentner 100000 Euro Schadensersatz und Schmerzensgeld. Die von dem Anwalt des Verletzten geforderte Erstattung des so genannten Haushaltsführungsschadens lehnt die Versicherung jedoch ab – und das mit einer Begründung, bei der es einem regelrecht die Sprache verschlägt>: Der Mann ist schließlich Muslim und verrichtet deshalb (!) grundsätzlich keine Hausarbeiten. [...]