Hitler war ein Linker
Nachdem wir gestern wieder einmal erfahren haben, dass Adolf nur in Notwehr gehandelt hat, erklärt der polemische Irrsinn (PI) Hitlers Partei und deren Erben heute – auch nicht zum ersten Mal – zu waschechten Linken:
#1 Pro West (04. Mai 2008 11:13)
Na ja wie der Staat nun die NPD bezeichnet sollte aufgeklärten Patrioten igal sein, denn sie ist eindeutig auf die
LINKS-extrimistische Seite einzuordnen.
In sofern ist das Abdrehen der Steuergelder besser als gar nichts.mehr dazu unter
http://www.konservativ.de/radikal/hitler.htm
Aus rechtsextremistischer Sicht macht das natürlich Sinn. Ich meine, wer will schon mit den schlimmsten Massenmördern der Geschichte identifiziert werden? Eben. Also muss man einen Weg finden, sich von dieser schweren historischen Last zu befreien. Und so werden die Nazi-Rechtsextremisten der Einfachheit halber kurzerhand zu Linksextremisten erklärt. Per Proklamation sozusagen.
Das Dumme ist nur, dass man der Wahrheit nicht durch Verdrehung und Verleugnung entkommt. Es gab innerhalb der NSDAP unter Otto und Gregor Strasser zwar tatsächlich einen sozialistischen Flügel, doch der trennte sich bereits im Juli 1930 von der Partei, nachdem Hitler klargemacht hatte, dass er die NSDAP als faschistische und nicht etwa als sozialistische Organsisation verstanden wissen will. Es gibt auch einen klaren Unterschied zwischen dem, was Hitler oder Goebbels gelegentlich nach außen hin postulierten und dem, was die NSDAP wirklich war und wollte. Diesen Widerspruch kann man nicht dadurch beseite wischen, indem man ihn einfach ignoriert. Joachim Fest schrieb dazu in seiner Hitler-Biographie (Seiten 393/394):
Das linke Etikett trug diese Ideologie vor allem aus machttaktischen Erwägungen.
[...]
Im Jahre 1930 war die NSDAP nach der Vorstellung Hitlers ’sozialistisch’, um sich den Stimmungswert einer populären Vokabel zunutze zu machen.
[...]
Wie das Bekenntnis zur Tradition, zu konservativen Wertvorstellungen oder zum Christentum gehörten die sozialistischen Parolen ins manipulationsfähige Vorfeld, das der Tarnung, der Verwirrung diente und nach Opportunitätsmotiven mit wechselnden Schlagwörtern bestückt war. Wie zynisch zumindest an der Spitze die Programmgrundsätze mißachtet wurden, erfuhr einer der jungen enthusiastischen Überläufer zur Partei im Gespräch mit Goebbels. Auf die Bemerkung, dass Feders Brechung der Zinsknechtschaft doch ein Element des Sozialismus enthalte, bekam er zur Antwort, brechen müsse höchstens der, der diesen Unsinn anhöre.
[...]
Am 4. Juli verkündeten daraufhin Otto Strassers Zeitungen: ‘Die Sozialisten verlassen die NSDAP!’ Aber kaum jemand folgte ihm, die Partei besaß, so stellte sich heraus, fast keine Sozialisten und überhaupt kaum Menschen, die ihr politisches Verhalten theoretisch gedeutet wissen wollten.
[...]
Das Ausscheiden Otto Strassers beendete nicht nur ein für allemal den sozialistischen Grundsatzstreit in der NSDAP, es bedeutete auch einen erheblichen Machtverlust für Gregor Strasser, der seither keine Hausmacht und keine Zeitung mehr besaß.
Otto Strasser emigrierte zunächst nach Österreich, später in die Schweiz, nach Portual und nach Kanada. Sein Bruder Gregor – Hitler war der Patenonkel seiner Kinder – wurde am 30. Juni 1934 während der von den Nazis inszensierten Parteisäuberungsaktion (dem so genannten Röhm-Putsch) von der Gestapo ermordet.
Sonst noch irgendwelche Fragen?

29. Dezember 2011 um 22:55
[...] Leute wollen mit seriöser Geschichtsforschung selbst fast sieben Jahrzehnte nach dem Untergang des Dritten Reichs nicht das Geringste zu tun [...]