Kein Armutsgelübde, aber …

Na, das ist doch mal nett:

40 Milliardäre in den USA haben an diesem Mittwoch zugesagt, mindestens 50 Prozent ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. Darunter sind auch die Initiatoren der Kampagne ‘The Giving Pledge’, der legendäre Investor Warren Buffett und Microsoft-Gründers Bill Gates. Beide hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach Geld für wohltätige Zwecke gegeben.

Die Liste der Milliardäre, die sich dazu verpflichtet haben, einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens zu spenden, liest sich wie ein Who’s who der US-Superreichen: New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg ist ebenso darunter wie Oracle-Mitgründer Larry Ellison, der Energie-Tycoon T. Boone Pickens und Medienmogul Ted Turner. Weiterhin zählen dazu der Immobilien- und Baumilliardär Eli Broad, der Risikokapitalgeber John Doerr, der Medienunternehmer Gerry Lenfest und der ehemalige Cisco-Chef John Morgridge.

Gates und Buffett haben ihre Kampagne im Juni gestartet. Sie wollen Hunderte US-Milliardäre überzeugen, den Großteil ihres Vermögens zu Lebzeiten oder im Todesfall zu spenden. Außerdem sollen die Spender ihren beabsichtigten Schritt öffentlich machen.

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Buffett hatte bereits im Jahr 2006 angekündigt, 99 Prozent seines Vermögens der Stiftung der Eheleute Gates (Bill- und Melinda-Gates-Foundation) zu vermachen. Bis heute hat er bereits mehr als sechs Milliarden Euro an die Stiftung gespendet. Die Eheleute Gates selbst haben bislang über 28 Milliarden Dollar in ihre Stiftung gesteckt. Seit der Gründung im Jahr 1994 hat die Stiftung mehr als 22 Milliarden Dollar für Gesundheitsprojekte in Entwicklungsländern und soziale Zwecke in den USA ausgegeben.


Nun werden manche vielleicht sagen: Keiner der Spender wird deshalb zu einem Leben in Armut verdammt, vor allem nicht die, die erst zu Wohltätern werden, wenn sie den Löffel abgegeben haben. Man könnte genauso einwänden, dass öffentliches Spenden gut fürs Image ist (und für die eigene Steuererklärung sowieso). Das mag ja alles seine Richtigkeit haben, aber deshalb müsste sich trotzdem niemand von seinem schnöden Mammon trennen. Und mal ganz ehrlich: Wenn das Geld Hilfsbedürftigen rund um den Globus zugute kommt, dann sollte doch jede Kritik daran eigentlich verstummen, oder?

Die Liste der edlen Spender:

The Giving Pledge

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