Köln: Die Demokratie hat gewonnen
Auch nach den nordrhein-westfälischen Kommunalwahlen bleibt Pro Köln das rechtsextreme Bürgerhäufchen, das es schon vor den Wahlen war. Dessen Chef Markus Beisicht erreichte bei den Wahlen zum neuen Stadtoberhaupt aktuellen Hochrechnungen zufolge nicht einmal fünf Prozent der abgegebenen Stimmen. Dagegen kann der gemeinsame rot-grüne Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, Jürgen Roters (SPD), mit knapp 55 Prozent der Stimmen einen deutlichen Wahlsieg feiern. Für den CDU-Bewerber um die Nachfolge des nicht mehr zur Wahl stehenden Fritz Schramma, Peter Kurth, stimmten rund 35 Prozent.
Bei den Ratswahlen kann Pro Köln der aktuellen WDR-Hochrechnung zufolge das Ergebnis von 2004 (4,7 Prozent) zwar leicht verbessern, bleibt politisch aber völlig bedeutungslos. SPD (28,4 Prozent) und Grüne (21,4 Prozent) können künftig möglicherweise die absolute Mehrheit im Rat stellen, während die bürgerlichen Parteien CDU (27,9 Prozent) und FDP (9,2 Prozent) deutlich abgeschlagen hinter Rot-Grün landen. Die Linkspartei erreicht voraussichtlich 4,9 Prozent der Stimmen (2004: 3,0 Prozent).
Hochrechnungen zum landesweiten Ergebnis oder Einzelergebnisse zum Abschndeiden des Pro-Köln-Ablegers Pro NRW liegen zur Stunde noch nicht vor.
