Liebe macht dumm
Wenn sich Eva Brauns Giftpille als harmlose Kopfschmerztablette entpuppt hätte, dann würde die Gespielin des Führers das Ende des Krieges womöglich überlebt haben – und hätte vielleicht Sätze wie etwa die folgenden zu Protokoll gegeben:
Es war eine leidenschaftliche Liebe, wir waren 13 Jahre zusammen. Im Moment nerven mich alle und alles, auch Deutschland. Ich kann nicht glauben, dass es wahr ist, alles sehr traurig. Er und seine Getreuen sind nicht so, wie sie dargestellt werden, sie sind normale Leute. Die Leute wissen nicht, was sie tun. Mir kam das Volk weder besonders unterdrückt noch besonders fanatisch vor. Man muss nicht alles glauben, was erzählt wird. Aber ich will nicht mehr davon sprechen, es tut mir zu weh. Ich bin erschüttert von dem, was passiert ist.
Nun ist Vanessa Hessler nicht Eva Braun – und ihr kürzlich dahin geschiedener Ex-Geliebter Mutassim al-Gaddafi war auch nicht Adolf Hitler. Doch was das Model und bekannte Gesicht des Internetdiensteanbieters Alice über den Sohn des mit ihm getöteten libyschen Despoten und dessen Familie verbreitet hat, erinnert dann doch ein wenig an die unterwürfige Ergebenheit, mit der sich Frau Braun freiwillig an Herrn Hitler verkaufte.
Kleiner Trost für Signora Hessler: Gaddafi-Sohn As-Saadi, mit dem sie zuvor ebenfalls liiert war, hat den Umsturz in Libyen überlebt. Vielleicht geht da ja noch was.

31. Oktober 2011 um 22:11
[...] Vanessa Hessler mit sofortiger Wirkung gekündigt. Das Unternehmen zieht damit die Konsequenzen aus Sympathiebekundungen Hesslers für die Familie des getöteten libyschen Diktators [...]
7. Januar 2012 um 16:43
[...] Hessler hat für ihre Liebeserklärung an die Familie des getöteten libyischen Despoten Gaddafi teuer bezahlt. Ähnliches muss Eva Herman [...]