Münchner Rechte im Germanenrausch

In gut eineinhalb Monaten wählt München einen neuen Oberbürgermeister (OB) und einen neuen Stadtrat. Zur Wahl will auch die so genannte Bürgerinitiative Ausländerstopp (BI) antreten, eine neonazistische Organisation, dessen OB-Kandidat – ein Herr namens Karl Richter – Leiter des parlamentarischen Beratungsdienstes der NPD-Fraktion im sächsischen Landtag ist. Programmatisch hält die BI dann auch nur das übliche inhaltslose neonazistische Vokabular bereit:

· Keine Groß-Moscheen in München
· Ausweisung illegaler und krimineller Ausländer
· Arbeitsplätze zuerst für Einheimische
· Konsequente Förderung einheimischer Familien
· Bessere Bildungschancen – getrennte Klassen für deutsche und ausländische Schüler
· Bezahlbarer Wohnungsraum

Das kommt dir auch in einem ganz anderen Zusammenhang bekannt vor? Es ist zweifellos kein Zufall, dass Pro Irrwitz (PI) zwar das Wahlprogramm der Linkspartei angreift (das ich in einzelnen Punkten übrigens auch für durchaus kritikwürdig halte), es aber nicht für nötig hält, sich wenigstens ein einziges Mal glaubhaft von der NPD und ihren Tarngruppierungen zu distanzieren. Angesichts der offensichtlichen Gemeinsamkeiten dürfte das allerdings auch schwerfallen.

Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Diskussion zum Beitrag


 
 
 

Ein Kommentar zu “Münchner Rechte im Germanenrausch”

  1. Politblogger » Was ein Münchner Nazi über die Terroranschläge in Norwegen ‘denkt’
    30. Juli 2011 um 13:42

    [...] Richter ist Stadtrat in München. Aber nicht irgendeiner, sondern ein waschechter Nazi. Zu den eiskalten Massenmorden in Oslo und Utøya hat Richter natürlich auch eine Meinung – [...]