Nazis als Stichwortgeber für Politically Incorrect (PI)

Weil Michael Stürzenberger alias byzanz in einem Artikel schrieb, dass der Journalist Tobias Bezler in Schlägereien mit Rechtsextremisten verwickelt gewesen sein und jugendliche Linksextremisten in handgreifliche Auseinandersetzungen mit Rechtsextremisten geführt haben soll, hat der politisch inkorrekte (PI) Autor und Pressesprecher der ultrarechten Partei Die Freiheit in Bayern nun juristischen Ärger mit Bezler. Denn der bestreitet die von Stürzenberger augestellten Behauptungen und verlangt von diesem die Erstattung seiner Anwaltsauslagen. Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem aber, wen Stürzenberger zu seiner Entlastung zitiert.

Da ist zum einen das NPD-Parteiorgan Deutsche Stimme:

Kaum weniger braun ist Stürzenbergers zweiter Kronzeuge gegen Bezler, denn im Blog Der Nonkonformist

kommen regelmäßig Neonazi-Größen wie etwa Michael Winkler zur Wort. Winkler tritt des öfteren auch bei Altermedia in Erscheinung. Auf seiner eigenen Website hetzt er gegen Überfremdung, fordert Arbeitslager für Asylsuchende und schwärmt vom Deutschen Reich, das von drei (reichs-)fremden Mächten besetzt gehalten werde. Für die sächsische NPD schrieb er vor knapp drei Jahren, dass Deutschland in den Zweiten Weltkrieg getrieben worden sei, um im größten Raubkrieg der Menschheitsgeschichte restlos ausgeplündert zu werden.

Doch zurück zum Nonkonformist. Dort wird selbstverständlich auch der Holocaust geleugnet. So hieß es dort erst vor wenigen Tagen unter der Überschrift Die Absurdität des Vorwurfs der ‘Holocaustleugnung’:

Jemand, der den ‘Holocaust’ für eine Lüge hält, der leugnet und lügt also nicht, wenn er sagt, daß er den ‘Holocaust’ für eine Lüge hält, sondern er sagt die Wahrheit. Lügen würde dann, wenn er, z.B. unter dem Zwang der Strafandrohung sagte, der ‘Holocaust’ sei wahr, obwohl er ihn doch insgeheim für eine Lüge hält.

Wenn ein solcher Mensch also sagt, der ‘Holocaust’ sei eine Lüge – dann spricht er die Wahrheit!

Das sind die Kreise, die Michael Stürzenberger für sich bemüht. Wirklich erstaunlich finde ich das jedoch nicht, ist doch Stürzenberger selbst keineswegs über jeden Zweifel erhaben.

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2 Kommentare zu “Nazis als Stichwortgeber für Politically Incorrect (PI)”

  1. Politblogger » PI: Immer ganz nah dran an den Verfassungsfeinden
    30. August 2011 um 00:17

    [...] – was selbstverständlich auch den begeisterten Applaus der politisch inkorrekten (PI) Braunhemden [...]

  2. Politblogger » Politically Incorrect (PI): Ärger im Nazi-Paradies
    31. August 2011 um 23:21

    [...] der Mann, der selbst das NPD-Parteiorgan Deutsche Stimme zitiert und auch sonst ein eher geschichtskliiterndes Verhältnis zum Nationalsozialismus [...]