Parteienstadel

Zugegeben: Irgendwie unterhaltsam ist es ja, was die ultrarechte Partei Die Freiheit seit ihrem sogenannten Parteitag am letzten Wochenende in Franfurt am Main an Peinlichkeiten abliefert. Noch vor wenigen Tagen verkündete man ganz stolz:

Auf Ihrem ersten Bundesparteitag in Frankfurt am Main hat die Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT am Samstag einen neuen Bundesvorstand gewählt. Nach einer ausführlichen und zum Teil emotional sehr aufgeladenen Debatte der gut 160 Delegierten über den grundlegenden Kurs der Partei wurde der bisherige Bundesvorsitzende René Stadtkewitz im Amt bestätigt, ebenso sein Stellvertreter Marc Doll. Hinzugekommen sind als stellvertretende Vorsitzende Andrea Falkenstein und Marco Pino, beide aus Hessen. Auch Schriftführer Felix Strüning wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt, einen Wechsel gab es jedoch bei der Position des Schatzmeisters, die nun von Reinhard Fiala aus NRW gestellt wird. Außerdem wurden vier Beisitzer in den Bundesvorstand gewählt: Michael Stürzenberger (Bayern), Holger Kopton (Hessen), Katrin Seidler (Berlin), Ingo Jaeckel (Niedersachsen).

‘Mit dieser Mischung aus erfahrenen Parteigründern und frischen Gesichtern ist der Bundesvorstand nun breit und bundesweit aufgestellt’, freute sich René Stadtkewitz.


Das Dumme daran ist nur: Den frisch gewählten Vorstand gibt es so schon nicht mehr, denn die Herren Strüning und Pino alias politisch inkorrekter (PI) Demgagoge Frank Furter sind inzwischen aus der Partei ausgetreten. Das gilt auch für den Vorstand des Landesverbandes Bayern (dessen einziges Mitglied aktuell der fanatische PI-Hassprediger Michael Stürzenberger alias byzanz ist). Und der Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Andreas Pokladek, ist von seinem Amt zurückgetreten.

Haben die Ratten – um eine sich in diesem Chaos regelrecht aufdrängende Redensart zu bemühen – das sinkende Schiff nun eigentlich verlassen oder befinden sie sich immer noch an Bord des manövrierunfähigen Partei(aus)tretboots? Ich sage: Sowohl als auch.

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2 Kommentare zu “Parteienstadel”

  1. Politblogger » Michael Stürzenberger, der islamfeindliche Antidemokrat
    18. Dezember 2011 um 12:58

    [...] Kurs der mitleiderregenden Parteiattrappe auffiel. Insofern ist es nur folgerechtig, dass sich die Aus- und Rücktrittswelle vor drei Tagen fortgesetzt hat. Dieses Mal entfernte sich Dustin Stadtkewitz unerlaubt von der [...]

  2. Politblogger » Generation Sezession
    19. Januar 2012 um 20:39

    [...] unmittelbar nach dem Bundesparteitag in Frankfurt am Main war es in der Partei zu zahlreichen Rück- und Austritten [...]