PI: Sportpalast reloaded
Joseph Goebbels hatte den sich abzeichnenden Untergang des Dritten Reichs bereits deutlich vor Augen, als er die Deutschen am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast zum totalen Krieg aufrief. 109 Minuten lang versuchte Hitlers hasszerfressener Propagandaminister verzweifelt, das Volk nach der verheerenden Niederlage von Stalingrad mit allen Mitteln nationalsozialistischer Propagandarhetorik zum Durchhalten zu bewegen. Der Krieg sei Deutschland von seinen Feinden, vor allem von Engländern und den Bolschewisten, aufgezwungen worden, und obwohl sich diese nun mit aller Brutalität am deutschen Volk rächten, sei der Endsieg – auch gegen die Juden – nach wie vor beschlossene Sache. Man müsse dem Führer nur die Treue halten, dann werde schon alles gutgehen.
Nun ist Stefan Herres Islamhasserblog Politically Incorrect (PI) natürlich nicht die NSDAP, und Herres Münchner Komplize Michael Stürzenberger nicht Joseph Goebbels. Aber dennoch sind gewisse Paralellen unübersehbar, auf die ich gleich noch zu sprechen komme. Zunächst aber muss man wissen, dass DER SPIEGEL in seiner aktuellen Printausgabe aus der internen PI-Kommunikation unmittelbar nach den von Anders Behring Breivik verübten Terroranschlägen von Oslo und Utøya am 22. Juli zitiert, die dem Hamburger Nachrichtenmagazin vorliegt (siehe hier und hier). Den PI einmal mehr als tumbes rechtsradikales Hetzblog entlarvenden Artikel von Markus Feldenkirchen und Holger Stark will Stürzenberger – und damit wende ich mich wieder den im vorletzten Satz erwähnten Parallelen zu – allerdings nicht unkommentiert hinnehmen:
Diese Vorgänge werden in den Geschichtsbüchern dieses Landes einmal als absurder Treppenwitz vermerkt sein. Eine kleine Gruppe von zutiefst demokratisch gesonnenen Bürgern, die sich um den Erhalt der Freiheit in diesem Land sorgen, die das Grundgesetz dieses Landes schützen wollen, die eine existenzielle Gefahr für die moderne Zivilisation heraufziehen sehen – vor der der gesamte Mainstream dieses Landes kollektiv die Augen verschließt – sollen in die Nähe von Verfassungsfeinden gerückt werden. Man ist unweigerlich an das tiefste Mittelalter mit seinen Inquisitionsgerichten erinnert. ‘Schwört ab von Eurer Islamophobie, oder wir setzen die Scheiterhaufen in Form der staatlichen Kontrollorgane in Gang’, scheinen die modernen Gesinnungskontrolleure und die Wächter der ‘Political Correctness’ den PI-Autoren drohend zuzurufen.
Wir werden aber weder schweigen noch uns einschüchtern lassen. Wir rufen die Wahrheit weiter laut hinaus, und die meisten Menschen dieses Landes wissen instinktiv, dass der Islam eine Bedrohung für ihre Freiheit und auch für ihr Leben ist. Auch ohne sich intensiv über die vielen furchterregenden Einzelheiten und die blutige Geschichte dieser totalitären Polit-Ideologie, die im Mäntelchen einer Religion getarnt ist, informiert zu haben. Denn die täglichen Nachrichten aus aller Welt sprechen eine mehr als deutliche Sprache.
[...]
Das kleine PI-Dorf denkt nicht im Traum daran, sich den Wächtern der politischen Korrektheit zu ergeben, die sich rings um sie herum lagermäßig in Stellung gebracht haben. Allerdings haben wir keinen ‘Zaubertrank’, der uns vor den Belagerern schützt. Wir haben nur die Überzeugungskraft unwiderlegbarer Fakten.
Wie ein Galileo Galilei die unerschütterliche Gewissheit hatte, dass sich die Erde um die Sonne bewegt und nicht etwa umgekehrt, wissen die Autoren und Leser von PI, dass der Islam keinesfalls ‘Frieden’ bedeutet und Gewalt mit absoluter Sicherheit nicht nur sehr viel mit dem Islam zu tun hat, sondern sogar ein integraler Bestandteil dieser Ideologie ist.
[...]
PI wird unerschütterlich weiter daran arbeiten, die von politischer Korrektheit verklebten Augen zu öffnen. Wir lassen uns von nichts und niemanden davon abhalten, die Wahrheit zu sagen. Die Empörungsbeauftragten dieses Landes können uns diffamieren, denunzieren, sie können unsere Emails hacken, sie können PI mit DoS-Attacken lahmlegen und sie können versuchen, unsere berufliche und gesellschaftliche Existenz zu zerstören. Doch davon lassen wir uns nicht beeindrucken und werden weiter darauf hinweisen, dass weite Teile von Politik und Medien in der existenziellen Frage der Abwehr der Islamisierung jämmerlich versagen.
Jetzt zeigt sich auch, wer Charakter und Rückgrat besitzt. Wer bei einem Schiff, das in einen Sturm gerät, an Bord bleibt, wer dem Gegenwind trotzt, der hat das Zeug, in diesem Land Geschichte zu schreiben. Wer mit den Lemmingen in Richtung Abgrund trottet, für den habe ich nur tiefste Verachtung übrig. Wer jetzt nicht die Zeichen der Zeit erkannt hat, was für eine historische Aufgabe sich uns stellt, dem ist nicht mehr zu helfen.
[...]
PI ist nötig, PI wirkt, PI wird nie untergehen und seine historische Aufgabe erfüllen. Der Wind wird sich irgendwann drehen, da das Volk nicht so blöd ist, wie es die Eliten glauben. In Europa wird der Islam scheitern, denn hier trifft er zum ersten Mal auf eine hochentwickelte und vor allem wehrhafte moderne Zivilisation.
[...]
Wir von PI werden niemals aufgeben. Und wir rufen allen politisch Inkorrekten in diesem Land zu: Macht auch weiter! Lasst Euch nicht verängstigen oder irritieren! Informiert Eure Freunde, Bekannten, sucht überall das Gespräch, wo es nur geht. Tretet den PI-Gruppen bei, organisiert Infostände, besucht DiaLüg-Veranstaltungen und stellt dort kritische Fragen. Es ist Euer Recht, und noch leben wir in einer Demokratie mit staatlich garantierter Meinungsfreiheit. Es ist unser aller Recht, sich einer unzweifelhaften Bedrohung für unsere freie Gesellschaft entgegenzustellen. Wir werden die Heuchler dieses Landes, die Edathys, Roths & Co gnadenlos mit der Wahrheit vor uns hertreiben, bis sie in der Sackgasse ihrer faktenfreien Empörungsmaschinerie argumentativ mit dem Rücken zur Wand stehen.
Wir sind das Volk. Und wir sind im Recht, vergesst das niemals!
Quelle: http://www.pi-news.net/2011/09/spiegel-pi-ein-fall-fur-den-verfassungsschutz/
Keine Frage: Michael Stürzenberger ein in seinen politischen und persönlichen Wahnvorstellungen gefangener Fanatiker. Ein Fanatiker, der den Nationalsozialismus offiziell zwar verdammt, dessen revisionistisches Geschichtsbild aber unmissverständliche Hinweise auf seine wahre Gesinnung liefert. Ein Fanatiker, der sich überhaupt nichts dabei denkt, Goebbels, Eichmann und auch Hitler selbst als Kronzeugen für seine krude Weltsicht aufzubieten.
Goebbels’ Rede im Sportpalast hat die Nazis nicht gerettet. PI wird es – trotz oder möglicherweise sogar gerade wegen Stürzenberger – nicht anders gehen.

5. Oktober 2011 um 22:43
[...] der Einleitung meines ersten Artikels über die politisch inkorrekten (PI) Durchhalteparolen des Münchner PI-Blogverwesers Michael [...]