Stuttgart 21: Herrenknecht will kein Don sein

Der Begriff mafiös wird gerne und oft benutzt, aber in vielen Fällen ist hierzulande damit nicht die ehrenwerte sizilianische Gesellschaft oder eine ihrer auswärtigen Fillialen gemeint. So sprach vor einigen Wochen auch Gangolf Stocker, einer der Köpfe des Widerstands gegen Stuttgart 21, in Zusammenhang mit dem irrsinnigen Milliardenprojekt von mafiösen Strukturen, in die beispielsweise der badische Tunnelbohrmaschinenhersteller Martin Herrenknecht involviert sei. Zwar ist auch Sportskamerad Herrenknecht bei der Titulierung von Stuttgart-21-Gegnern alles andere als zimperlich (Weicheier, Pfeifen, Kanaillen), und jedem seiner Mitarbeiter, der die Grünen wählt, soll er mit Rausschmiss gedroht haben – aber wenn Herrenknecht selbst das Ziel zweifellos polemischer Äußerungen ist, dann pocht der Mann plötzlich auf seine Ehre. In diesem konkreten Fall hat er Stocker einfach verklagt.

Immerhin: Dieses Vorgehen entspricht ganz und gar nicht dem der Mafia. Das ist ja auch schon mal was.

Das Urteil wird am kommenden Dienstag verkündet.

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Ein Kommentar zu “Stuttgart 21: Herrenknecht will kein Don sein”

  1. Politblogger » Herrenknecht doch ein Don?
    30. November 2010 um 22:52

    [...] Landgericht gegen Gangolf Stocker eine juristische Schlappe einstecken müssen (siehe auch hier): Demnach darf Stocker in Zusammenhang mit den Auftragsvergaben beim umstrittenen Milliardenprojekt [...]