‘Sündiger’ Sänger ausgepeitscht

Er lehnt den Staat Israel kategorisch ab, hält nicht Hitler, sondern Theodor Herzl für den schlimmsten aller Verbrecher und sieht so aus:

Von wem kann hier also wohl nur die Rede sein? Von einem islamistischen Hassprediger? Weit gefehlt: Der Mann heißt Amnon Yitzhak, ist Rabbiner der ultraorthodoxen jüdischen Glaubensgemeinschaft Shofar – und sorgt in Israel derzeit wieder einmal für Aufregung:

A singer who performed in front of a ‘mixed audience’ of men and women was lashed 39 times to make him ‘repent’, after a ruling by a self-described rabbinic court on Wednesday.

Rabbi Amnon Yitzhak, founder of the Shofar organization aimed at bringing Jews ‘back to religion’ (hazara betshuva), has made it his recent mission to fight against musical performances for both men and women.

His ‘judicial panel’, with Rabbi Ben Zion Mutsafi and another member, sentenced Erez Yechiel to 39 lashes in order to ‘rid him of his sins.’

Immerhin ging es dem offenbar reuigen Sünder nicht so schlimm wie einem Mann aus Saudi-Arabien – wo solche und andere zutiefst unmenschliche und entwürdigende Strafen sehr viel häufiger verhängt werden – der Ende 2007 wegen des Herumzeigens eines acht Jahre alten Fotos, auf dem eine Frau zu sehen war, zu 1160 (!) Peitschenhieben und 13 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Der Fall aus Israel zeigt jedoch einmal mehr, dass religiöser Extremismus und Gewalt zwei Seiten derselben hässlichen Medaille sind. Und das gilt selbstverständlich auch für den christlichen Fundamentalismus.

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Via banger1977.


 
 
 

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