Warum deutsche Panzer an Diktatoren geliefert werden
Der Verkauf hochmoderner deutscher Leopard-2-Kampfpanzer an Saudi-Arabien sorgt weiterhin für viel Unruhe in der deutschen Innenpolitik. Jetzt wurde bekannt, warum der viele Milliarden Euro schwere Deal mit den brutalen Menschenrechtsverweigerern überhaupt genehmigt wurde. Und das muss man sich dann doch einmal auf der Zunge zergehen lassen (Hervorhebung von mir):
Die Bundesregierung hatte sich vor dem umstrittenen Deal die Zustimmung Israels und der USA eingeholt. Beide Staaten seien vor der Entscheidung im Bundessicherheitsrat am 27. Juni über das Geschäft informiert worden und hätten keine Bedenken angemeldet, berichtete die ‘Süddeutsche Zeitung’ unter Berufung auf Regierungskreise. In den Kreisen wurden den Angaben zufolge erstmals auch die Gründe für das Waffengeschäft genannt. Mit den Panzerlieferungen wolle Deutschland Saudi-Arabien unterstützen, das nach den Umwälzungen in Ägypten und Tunesien der ‘letzte und wichtigste Stützpfeiler’ in der Nahost-Region sei.
Ah, verstehe: Falls die saudi-arabische Bevölkerung eines Tages auf die Idee kommen sollte, das eigene Regime zum Teufel zu jagen, sollen deutsche Panzer mithelfen, genau das zu verhindern.
Unfassbar.

10. Juli 2011 um 21:26
[...] Bei einem angenommenen durchschnittlichen Stückpreis von fünf Millionen Euro hat alleine der geplante Leopard-2-Deal mit Saudi-Arabien ein Auftragsvolumen von rund einer Milliarde [...]