Was am 28. November passieren wird

Stuttgart, 28. November 2011 (pb) – Am Tag nach der Volkabstimmung über Stuttgart 21, bei der sich die Gegner des umstrittenen Bahnhofsneubaus mehrheitlich zwar durchgesetzt, das aberwitzig hohe Quorum aber verfehlt hatten, hat die Deutsche Bahn AG am Nachmittag die neuesten Kostenberechnungen für Stuttgart 21 bekannt gegeben. Demnach wird das Projekt mindestens 9,1 Milliarden Euro kosten. Auf entsprechende Nachfragen antwortete Bahnchef Rüdiger Grube, dass sich die Verdoppelung der bisher kalkulierten Kosten erst in der vergangenen Nacht ergeben habe. Sie seien auch für ihn plötzlich und völlig überraschend gekommen. Der Blick müsse nun aber trotzdem nach vorne gerichtet werden. Es gelte, die erheblichen Mehrkosten gerecht auf die Projektbeteiligten zu verteilen. Hier seien insbesondere Bund, Land und die Stadt Stuttgart in der Pflicht. Für die Bahn selbst schloss Grube eine Erhöhung ihres Finanzierungsanteils jedoch kategorisch aus.

Rückendeckung erhielt die Bahn von der in Baden-Württemberg mitregierenden SPD. Wir waren immer für dieses Projekt, ließ Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid durch seinen Sprecher erklären, und das bleibt auch so, koste es, was es wolle. Das Wohl und Wehe von Stuttgart 21 könne doch nicht von ein paar Milliarden Euro Mehrkosten abhängig gemacht werden. Wer so rechne, der wolle Baden-Württemberg leichtfertig von der Zukunft abhängen.

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Ein Kommentar zu “Was am 28. November passieren wird”

  1. Politblogger » Stuttgart 21: Gorleben feiert
    27. November 2011 um 21:41

    [...] Bahn morgen oder übermorgen endlich zugibt, dass Stuttgart 21 nicht 4,5 Milliarden Euro, sondern glatt das Doppelte kosten wird, wird eben auf dem flachen Land gespart. Und zwar gnadenlos. Außerdem: Wer Stuttgart tieferlegen [...]