Wilders in Berlin

Ich will den ganzen Quatsch, den der ultrarechte niederländische Populist Geert Wilders heute in Berlin erzählt hat, nicht mehr Aufmerksamkeit und Platz widmen als unbedingt nötigt. Eine kurze Passage aus seiner Rede will ich trotzdem im Wortlaut zitieren, weil es verräterische Sätze wie diese sind, die Wilders die Maske des vermeintlich so braven Biedermanns vom Gesicht reißen:

Eines der Dinge, die zu sagen uns nicht mehr erlaubt wird, ist, dass unsere Kultur bestimmten anderen Kulturen überlegen ist. Dies wird als eine diskriminierende Äußerung gesehen – wenn nicht sogar als eine des Hasses. Wir werden täglich in den Schulen und durch die Medien mit der Botschaft indoktriniert, alle Kulturen seien gleichwertig und dass, wenn eine Kultur schlimmer als andere ist, dies unsere eigene sei.


Nein, Herr Wilders, niemand will ihnen verbieten, so etwas von sich zu geben. Sie können aber auch niemanden daran hindern, Ihr Weltbild dort zu entsorgen, wo es ohne jeden Zweifel hingehört – nämlich auf den großen Müllhaufen der Geschichte. Denn wohin der Glaube an die Überlegenheit der eigenen Kultur in letzter Konsequenz führt, wissen gerade Holländer und Deutsche nur zu genau. Davor immer wieder zu warnen, hat übrigens nicht das Geringste mit Schuldgefühlen zu tun, sondern vielmehr damit, dass man aus Schaden irgendwann doch klug wird.

Aber manche lernen es halt nie.

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2 Kommentare zu “Wilders in Berlin”

  1. Politblogger » Berliner Wahlk(r)ampf der etwas anderen Art
    30. August 2011 um 20:45

    [...] Abgeordnetenhaus zu unterstützen, dann tut der wasserstoffblondgefärbte Islamallergiker das a) nicht zum ersten Mal und b) nämlich auch nicht gratis. Bis zu 100 Euro (!) Eintritt verlangt Die Freiheit, um dem [...]

  2. Politblogger » Wilders in Berlin: Same Bullshit As Last Year
    3. September 2011 um 19:13

    [...] Geert Wilders, 2. Oktober 2010 [...]