Zu lesbisch für den Abschlussball

Constance McMillen wollte im Smoking mit ihrer Freundin zum Abschlussball ihrer Schule in Fulton, Mississippi, gehen. Doch daraus wird nun wohl nichts, denn das lesbische 18-jährige Mädchen passt einfach nicht in das homophobe Regelwerk der Itawamba Agricultural High School. Das schreibt nämlich vor, das nur Partner unterschiedlichen Geschlechts in unbedenklichem Outfit (er im Anzug, sie im Kleid) auf der Party willkommen sind. Lesben und Schwule müssen also draußen bleiben, es sei denn, sie entscheiden sich für eine regelkonforme Begleitung in erlaubter Bekleidung. McMillen wollte sich diesem Diktat jedoch nicht beugen, was die Schule wiederum dazu veranlasste, gleich den ganzen Ball abzusagen. Beliebter hat Constance das nicht gerade gemacht. Der Zeitung The Clarion-Ledger sagte sie:

Eine ganze Menge Jugendliche hassen mich deshalb, das grenzt fast schon an Vergeltung.


Vertreten von der Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) hat Constance McMillen trotzdem Klage gegen die Schule eingereicht. Die soll nicht nur den Abschlussball durchführen, sondern auch ihre Wünsche respektieren. Die Schule hat inzwischen aber noch einmal nachgelegt und homosexuelle Verabredungen grundsätzlich verboten.

Immerhin:

Aus New Orleans meldete sich Hotelbesitzer Sean Cumming. Er sei sehr enttäuscht über die Entscheidung der Schulbehörde, den Ball abzusagen. Cummings bot an, die Schüler der Itawamba Agricultural High School mit Bussen nach New Orleans zu fahren und dort in einem seiner Hotels einen Abschlussball zu veranstalten.

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Vielen Dank an schlammungeheuer für den sachdienlichen Hinweis.


 
 
 

Ein Kommentar zu “Zu lesbisch für den Abschlussball”

  1. Politblogger » Zu lesbisch für Fulton, Mississippi
    25. März 2010 um 23:31

    [...] Wir erinnern uns: Zu lesbisch für den Abschlussball [...]