Zu schwarz
Eigentlich ging es den Künstlern mit ihrem Bild Go on Green an einer Schulmauer in Prescott im US-Bundesstaat Arizona nur darum, für den Schutz der Umwelt zu werben. Doch dann geriet das Bild in die Kritik – und zwar, weil darauf ein Kind zu sehen war, dessen Haut einem Stadtrat und einigen Anwohnern offensichtlich zu dunkel geraten war. Es sei doch unsinnig, in einer Stadt ein schwarzes Kind zu malen, in der es nur wenige Afroamerikaner gäbe, so der Tenor der Proteste. Daraufhin rechtfertigten sich die Initiatoren damit, dass das Bild ja gar kein schwarzes, sondern ein Latinokind zeige. Der Schulleiter gab sich damit allerdings nicht zufrieden und ordnete die Aufhellung des Kindes an.
Damit ist die bizarre Geschichte aber noch nicht zu Ende erzählt, denn anschließend gab es wieder Proteste – dieses Mal gegen die Anweisung des Rektors. Und der musste schlussendlich klein beigeben. Er entschuldigte sich sogar für seine ursprüngliche Entscheidung und betonte, das Bild bleibe so, wie es ist.
Vielen Dank an schlammungeheuer für den sachdienlichen Hinweis.
